Vor dem Derby zwischen HSG und SVE sind die Rollen aber klar verteilt

Bereits am Freitagabend (19 Uhr) empfängt der Spitzenreiter der Handball-Bezirksoberliga, die HSG Fürth/Krumbach, den Tabellenletzten SV Erbach in der Sporthalle des Schulzentrums.

Die gewohnte Heimspielzeit der Handballspielgemeinschaft aus dem Odenwald ist eigentlich der Samstagabend. Doch die närrischen Tage in Fürth zwangen die Verantwortlichen, um eine Spielverlegung zu bitten. Dieser kamen die Erbacher nach, so dass das Derby nun schon am Freitagabend stattfindet.



Flath hofft, dass sein Team von Anfang an hellwach ist

Klar verteilt ist vor dem Aufeinandertreffen der beiden Bergsträßer Vereine die Favoritenrolle. Während Fürth/Krumbach mit großen Schritten dem Landesliga-Aufstieg entgegensteuert, möchten die Erbacher gerne auch nächste Saison in der Bezirksoberliga spielen. Dass für den Klassenerhalt die nötigen Punkte nicht zwingend am Freitagabend zu holen sind, wissen sie im Lager der Erbacher. „Natürlich ist das kein Spiel auf Augenhöhe. Trotzdem muss auch diese Begegnung erst einmal gespielt werden. Unser Ziel wird es sein, gegen die HSG eine gute Partie zu spielen“, sagt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath, der hofft, dass seine Mannschaft von Beginn an hellwach sein wird. Daran haperte es zuletzt bei der 23:35-Niederlage in Bonsweiher. „Vor allem müssen wir hartnäckig und aggressiv in der Deckung zu Werke gehen. Vorne müssen wir dann unsere Chancen konsequent nutzen“, fordert Flath, der darauf hofft, dass der zuletzt wegen Krankheit fehlende Dario Schwiersch am Freitag wieder mit von der Partie sein wird. Der angeschlagene Lukas Müller soll unter der Woche in den Trainingseinheiten geschont werden.

Sich keineswegs schonen wollen die Fürther gegen den SV Erbach. Das Schlusslicht aufgrund der Tabellensituation zu unterschätzen, davor warnt HSG-Trainer Jens Becker: „Wir haben zuletzt das Spitzenspiel gegen unseren hartnäckigsten Verfolger Crumstadt gewonnen. Natürlich passiert es dann schnell, dass Spieler meinen, sie könnten gegen den Letzten mit halber Leistung erfolgreich sein.“ Auch die bevorstehenden Fastnachtstage gelte es ganz schnell aus den Köpfen zu bekommen, so dass die volle Konzentration dem Spiel gegen die Erbacher gilt. „Mit ihren erfahrenen Spielern wie Timo Wiegand oder Florian Roßmann haben sie schon das Zeug, den Klassenerhalt zu schaffen. Ohne diese Spieler wird es allerdings schwer“, betont Becker, der im Hinspiel (26:18) schon einige Probleme im Spiel seiner Mannschaft sah. So sei es auch am Freitagabend möglich, erklärt Jens Becker, dass die Zuschauer „ein zähes Ding“ erwartet, schließlich sei ein Spiel zwischen Fürth und Erbach auch ein Derby mit entsprechendem Charakter.

Personell kann Jens Becker dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen und auf die gleiche Mannschaft wie zuletzt beim Heimsieg gegen Crumstadt bauen. Einzig Sebastian Eisenhauer wird nach seinem Mittelhandbruch noch fehlen.

Quelle: Echo Online 25.01.2018