Auf einmal scheint der SV Erbach keine Lust mehr zu haben

Nach guter erster Halbzeit gibt der SVE das Spiel aus der Hand und verliert beim TV Siedelsbrunn. 


Der gute Torwart Bastian Flath pariert den Siebenmeter-Wurf von Ingo Trumpfheller. Dennoch verlieren seine Erbacher das Derby beim TV Siedelsbrunn. Foto: Dagmar Jährling

Der gute Torwart Bastian Flath pariert den Siebenmeter-Wurf von Ingo Trumpfheller. Dennoch verlieren seine Erbacher das Derby beim TV Siedelsbrunn. (Foto: Dagmar Jährling)

Eine Auswärtsniederlage gab es am Samstagabend für die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach, während Lokalrivale HC VfL Heppenheim im Heimspiel am Sonntagabend gegen die SG Arheilgen seinen vierten Heimsieg in Serie feierte und den Gegner in der Tabelle überflügelte.
TV Siedelsbrunn – SV Erbach 28:24 (9:9). Die Erbacher hatten sich einiges vorgenommen, wollten sich mit einem Sieg bei den Odenwäldern, die ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfen, ein Stück aus der Abstiegsregion entfernen. Daraus wurde nichts, auch wenn es anfangs gar nicht so schlecht aussah. „Wir hatten Lust, das Spiel zu gewinnen, und haben dementsprechend ordentlich agiert“, befand SVE-Co-Trainer Andreas Lulay, dessen Mannschaft nach vier Minuten 2:0, kurz darauf 5:1 vorne lag. Doch auf einmal war es bei den Erbachern vorbei mit dem guten Spiel. Siedelsbrunn kam auf und schaffte fünf Minuten vor der Pause die erste Führung (8:7). „Plötzlich hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass die Mannschaft den unbedingten Siegeswillen an den Tag legt. Die kämpferische Einstellung bei den meisten war weg“, kritisierte Lulay, der lediglich Andrej Grebe und Torhüter Bastian Flath von der Kritik ausnahm.
Ausgeglichen begann der zweite Durchgang, in Minute 46 stand es 16:16. „Für uns war alles drin. Das ist ja das Ärgerliche“, sagte Andreas Lulay, der die „abgezockte Spielweise“ des Gegners lobte: „Mit Tobias Kohl haben sie einen erfahrenen und richtig guten Bezirksoberliga-Spieler.“
Aufgrund der Fastnachtszeit hat der SVE erst am 29. Februar sein nächstes Spiel und ab sofort keine Möglichkeit, in der heimischen Mehrzweckhalle zu trainieren. „Das ist bei uns ja jedes Jahr so und kommt deshalb nicht überraschend. So müssen wir wieder ein bisschen improvisieren“, weiß Lulay, den es mit seiner Mannschaft in den nächsten Tagen unter anderem nach Laudenbach und nach Fürth zieht, wo Trainingseinheiten und Testspiele anstehen.
Tore: Lukas Müller (7/7), Grabisch (6), Grebe (5), Buschendorff (4), Luca Jordan, Moritz Lulay (je 1)

Ein Tor gleich zwei Zähler mit Pirouette

Manuel Hörr, das 15 Jahre alte Talent des SV Erbach, steht im Beachhandball im U16-DHB-Kader.


Zielstrebig und talentiert: Manuel Hörr vom SV Erbach. Foto: Dagmar Jährling

Zielstrebig und talentiert: Manuel Hörr vom SV Erbach. (Foto: Dagmar Jährling)

Dass er einmal Pirouetten dreht wie ein Schlittschuhläufer, hat sich der Handballer Manuel Hörr nicht gedacht. Daran muss sich das 15 Jahre alte Talent des SV Erbach aber gewöhnen, seitdem er Mitglied der U16-Nationalmannschaft des Deutschen Handball-Bundes (DHB) im Beachhandball ist. Denn bei den Beachhandballern werden Tore nach mit einer Körperdrehung um 360 Grad mit zwei Punkten belohnt – ein Versuch lohnt sich also allemal.
Seit seinem vierten Lebensjahr spielt Manuel Hörr beim SV Erbach Handball, mittlerweile in der B-Jugend. Das bedeutet: dreimal die Woche Training unter Trainer Carsten Bengs in der heimischen Mehrzweckhalle. Dazu kommen die Einheiten in der Hessenauswahl. Der Fünfzehnjährige ist da montags in Wetzlar am Ball. Bei einem Turnier der Hessenauswahl in Fulda ist der Erbacher dem Trainer der Beachhandball-Jugendnationalmannschaft, Marten Franke, aufgefallen. „Dass der da war, wusste ich nicht“, sagt Manuel Hörr.
Franke habe dem Erbacher gesagt, dass er ihm positiv aufgefallen sei. „Das war schon überraschend für mich als Hallenhandballer. Beachhandball kenne ich eigentlich nur von den Fun-Turnieren in Krumbach oder auch in Lorsch“, bekennt Hörr, der jüngst zu einem dreitätigen Lehrgang in Witten in einer Halle mit vier Beachvolleyball- und zwei Beachhandballfeldern geladen war. Und der nächste Lehrgang steht in den Osterferien an. Im Juni ist die EM in Italien.

WIE DER VATER

Der Vater von Manuel Hörr, Steffen, ist ebenfalls Handballer. Er hat beim HC VfL Heppenheim Zweite Liga gespielt, wechselte dann zum TSV Pfungstadt. Nach einer Pause aufgrund der Ausbildung zum Schreinermeister schloss sich Steffen Hörr dem SV Erbach an. Aktuell unterstützt er Trainer Carsten Bengs bei der B-Jugend. Manuel sagt über ihm: „Mein Vater hat sich immer viel Zeit für mich genommen.“ Als es vor zwei Jahren zu einem personellen Engpass beim SVE kam, zog Steffen Hörr noch einmal das Trikot an. Mutter Karin Hörr ist zwar keine Handballerin, aber mittlerweile Zweite Vorsitzende des SVE.

Der Sand war für den Hallenhandballer ungewohnt: „Man hat nicht so einen festen Tritt, und es wird barfuß gespielt.“ Weitere Besonderheit: Es gibt drei Möglichkeiten, mit einem Tor zwei Punkte erzielen. Neben der Pirouette zählt ein Treffer des Torhüters doppelt und die Tore nach einem Kempa-Trick. „Die Schwierigkeit besteht hier im Anspiel“, weiß Hörr, aktuell mit 71 Treffern in neun Spielen bester Torschütze der B-Jugend-Oberliga.
Die Erbacher C-Jugend wurde von Manuels Vater Steffen trainiert. Carsten Bengs hat die Jungs 2019 übernommen, nachdem sie in die Oberliga aufgestiegen waren. „Ich bin schon sehr froh, dass wir in Erbach so hochklassig spielen, und durch unseren Trainer haben wir alle noch einmal einen Riesenschritt gemacht“, weiß Hörr die Arbeit von Carsten Bengs, der auch Trainer der Hessenauswahl ist, zu schätzen: „Unser Spiel wurde noch einmal auf ein ganz anderes Niveau hochgezogen“, so der Fünfzehnjährige. Dies zeige sich auch an der Tabelle: Die B-Jugend des SVE steht im gesicherten Mittelfeld.
Am Freitag (14., 19 Uhr) empfangen die Erbacher den aktuellen deutschen Meister MT Melsungen. Das Hinspiel hatte der SVE mit zwei Toren Unterschied verloren. „Ich würde mich schon sehr freuen, wenn wir gewinnen“, sagt Manuel Hörr. Einzig die Tatsache, dass das Spiel nicht in der Erbacher Mehrzweckhalle, sondern in der Sporthalle am Starkenburggymnasium ausgetragen wird, bereitet ihm Kummer: „Ich hoffe, dass die Erbacher Fans trotz Fastnacht nach Heppenheim zur Unterstützung kommen.“
Manuel Hörr besucht die neunte Klasse des Starkenburggymnasiums. Lernen würde er dann schon auch mal auf der Fahrt nach Wetzlar zu den Hessenauswahl-Lehrgängen. Hier wechseln sich die Eltern dreier Erbacher ab. Dann wäre da noch die Handball-AG an der Schule, die Hörr mit drei Mitschülern leitet. Für das Treffen mit Freunden bliebe nur wenig Zeit. Denn auch im klassischen Hallenhandball hat Manuel Hörr noch einiges vor: Im März steht eine weitere Sichtung für die Nationalmannschaft an – dann aber ohne Pirouetten.

Der SV Erbach ist beim TV Siedelsbrunn gefordert

Vor einem weiteren wichtigen Auswärtsspiel steht am Samstag (19 Uhr) der SV Erbach. Der Tabellenelfte tritt beim Zwölften TV Siedelsbrunn an. Die jüngste Niederlage gegen Bensheim (25:30) ärgerte Spieler und Verantwortliche des SV Erbach. Dabei war es nicht die Niederlage an sich, die die Mannschaft von Trainer Jens Becker einstecken musste. Vielmehr waren es die Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff, die es aufzuarbeiten galt. „Natürlich geht es auch für den TVS um viel. Für beide Mannschaften ist das ein wichtiges Spiel“, betont Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath, der sich an die bisherigen Spiele in Siedelsbrunn nur ungern zurückerinnert. „Dort haben wir in den vergangenen Jahren nur selten gut ausgesehen. Wir müssen über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung bringen, um Zählbares mit nach Hause nehmen zu können“, fordert Flath, der hofft, dass vor allem die Erbacher Abwehr besseren Zugriff auf die gegnerische Offensive bekommt, als es zuletzt gegen Bensheim der Fall war.

Quelle: Echo Online 06.02.2020

Erbachs Aufgabe im mentalen Bereich

Nach der Übernahme der Tabellenführung wartet der abstiegsbedrohte Drittletzte in der Frauenhandball-Bezirksoberliga. Die HSG Fürth/Krumbach hat ebenfalls viel Selbstvertrauen.


Spielerisch ist es sicherlich die leichtere Aufgabe für die Handballerinnen des SV Erbach, aber mental ungleich schwerer: Nach der überragenden Vorstellung im Spitzenspiel der Bezirksoberliga gegen Walldorf, dem 28:21-Sieg und der Übernahme der Tabellenführung, kommt nun der abstiegsbedrohte Drittletzte HSG Langen am Sonntag (18 Uhr) in die Mehrzweckhalle. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Das musste Walldorf gegen Langen ja auch schon erleben“, erinnert SVE-Trainer Jozef Skandik an die 18:22-Pleite des damaligen Tabellenführers. Doch die Erbacherinnen nehmen die für sie neue Favoritenrolle selbstbewusst an, wollen mit einer stabilen Deckung und viel Tempo den 31:26-Hinspielsieg wiederholen. Der Erfolg war damals an zwei Namen festzumachen: Selin Schneider traf zwölfmal, Anna Jordan neunmal, verwandelte alle fünf Strafwürfe sicher.

MJB II siegt wieder

Männliche B-Jugend II: TV Groß-Rohrheim – SV Erbach 24:39 (7:18)

Bis zur zehnten Minute war das Spiel noch ausgeglichen. Doch bereits fünf Minuten später konnten die Gäste bis auf fünf Tore davonziehen. Ab diesem Zeitpunkt gelang es den Gastgebern nicht mehr den Rückstand zu verkürzen. Viel mehr baute das Team aus Erbach den Vorsprung immer weiter aus. Dabei klappte in diesem Spiel sowohl im Angriff als auch in der Abwehr nahezu alles. Nach dem Seitenwechsel hatte man bereits einen Vorsprung von 12 Toren, den man bis zum Schlusspfiff auf 15 erhöhen konnte. Die Chance für das 40. Tor in der letzten Spielminute nutzten die Gäste allerdings nicht.

Tore: Bastian Seitz (9), Maximilian Diesterweg (9/4), Rion Lather (8/1), Luis Meffert (6), Louis Maurer (5), Keno Kochendörfer (2)


Männliche D-Jugend: TV Seeheim – SV Erbach 17:14 (6:3)

Es war ein Spiel auf Augenhöhe und abgesehen von den ersten Minuten des Spiels wäre ein Ausgleich wohl gerecht gewesen. Doch die Gäste verpassten den Start und gerieten dadurch mit zwei Toren ins Hintertreffen. In Hälfte zwei erhöhte sich der Vorsprung der Gastgeber dann Phasenweise sogar auf drei Tore, doch 2 Minuten vor Schluss waren die Erbacher wieder auf 15:14 dran. Statt dem Ausgleich folgte dann jedoch der doppelte Torerfolg für die Gastgeber und damit die unglückliche Niederlage für die Erbacher.

Tore: Benjamin Stocks (6), Tom Rossmann (2), Piet Molitor (2), Ben Kersjes (2), Simon Zundel (1), Lars Lulay (1)


Weibliche E-Jugend: SV Erbach – JSG Zwingenberg/Alsbach 20:7 (11:2)

Die ersten Punkte der Rückrunde erkämpften sich die Gastgeber mit viel Kampfgeist und Einsatz. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr konnte sich die Mannschaft gut durchsetzen. Dabei gab es vor allem in der Abwehr eine Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Spielen, wodurch viele Torchancen der Gäste verhindert werden konnten. Von Beginn an setzte sich das Team deshalb Tor für Tor ab und bauten während dem Spielverlauf den Spielstand immer weiter aus.

Tore: Malena Bickel (7), Frida Molsberger (5), Lina Stilgenbauer (3), Mia Lies (2), Luisa Preßler, Hannah Guthier (2)

Quelle: LS

Die HSG gewinnt das Derby der Handball-Bezirksoberliga beim SV Erbach, auch weil die Hausherren in den ersten 20 Minuten fast gar nicht stattfinden.


Einen hochverdienten Sieg feierte am Samstagabend die HSG Bensheim/Auerbach in der Handball-Bezirksoberliga. Beim SV Erbach setzte sich die Mannschaft von Trainer Moritz Brandt mit 30:25 (17:13) durch.
Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath hatte unter der Woche seine Mannschaft noch gewarnt. Flath forderte eine konzentrierte Leistung in Abwehr und Angriff. Gerade Fehler in der Offensive würden die Bensheimer mit ihrem Tempospiel gnadenlos bestrafen, war sich Flath sicher. Und genau so kam es am Samstagabend in der Mehrzweckhalle. Vor allem in der ersten Halbzeit leisteten sich die Gastgeber reihenweise Missgeschicke. So legten die Gäste schnell eine deutliche Führung vor. 7:3 hieß es nach zehn Minuten, 10:5 nach 14. „Die Anfangsphase war ganz sicher der Knackpunkt. Wenn man schnell einem deutlichen Rückstand hinterher läuft, wird es natürlich schwer“, kritisierte Flath, der registrierte, dass seine Mannschaft nur schwer Zugriff auf das Positionsspiel des Gegners bekam. „Uns war klar, dass an diesem Abend bei uns alles passen muss, um eine Chance zu haben. Bensheim spielt schon einen starken Tempohandball und gehört eigentlich zu den Top-Mannschaften der Liga“, lobte der Abteilungsleiter, der zur Pause einen Vier-Tore-Rückstand seines Teams sah.
Die zweite Halbzeit begann aus Erbacher Sicht auch nicht optimal. In der 36. Minute lag der SVE mit sieben Toren in Rückstand; das Spiel war gegen souverän aufspielende Bensheimer zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen.

STIMMEN ZUM DERBY

Jens Becker (Trainer SV Erbach): „Es war ein verdienter Sieg der HSG. Wir waren am Ende mit den fünf Toren noch gut bedient. Knackpunkt des Spiels waren die ersten 20 Minuten, in denen wir körperlich nicht auf der Höhe waren.“

Moritz Brandt (Trainer HSG Bensheim/Auerbach): „In den letzten zehn Minuten haben wir das Tempo rausgenommen. Letztlich haben wir hier auch dank unserer starken Abwehr einen verdienten Sieg eingefahren.“


Für die Erbacher sprach an diesem Abend, dass sie sich trotz des deutlichen Rückstands nicht aufgaben. Freilich: Die HSG schaltete in der Schlussphase merklich zurück, so dass die Gastgeber die Niederlage in Grenzen halten konnten.
Dass der Erfolg der HSG verdient war, daran gab es keinen Zweifel. „Natürlich geht der Sieg in Ordnung. Das Tempospiel und die Passgenauigkeit sind schon beeindruckend“, zollte Thomas Flath dem Gegner Respekt. „Hochzufrieden“ mit der Leistung seiner Mannschaft war HSG-Trainer Moritz Brandt, während Erbachs Coach Jens Becker eine Leistungssteigerung seiner Mannen in der zweiten Halbzeit sah, die vielen vergebenen freien Bälle hingegen kritisierte.
Tore: Röder (9), Buschendorff (4), Lukas Müller (3/3), Schwiersch (3), Grebe, Moritz Lulay (je 2), Fabian Jordan, Vincenz Lulay (je 1)

Erbach ist die Nummer eins

Der SVE stürzt Tabellenführer TGS Walldorf II vom Thron und übernimmt selbst die Spitzenposition. Im Spitzenspiel zeigt die Mannschaft eine klasse Leistung.

Grenzenloser Jubel herrschte am Samstagabend bei den Handballerinnen des SV Erbach: Das Team von Trainer Jozef Skandik stürzte durch einen 28:21 (14:12)-Heimsieg Tabellenführer TGS Walldorf II und übernahm selbst die Spitzenposition der Bezirksoberliga. Dabei legten die Erbacherinnen von Beginn an vor und gaben ihre Führung über die gesamte Spielzeit nicht ab.

„Heute haben wir das gezeigt, was wir abrufen wollten“, lobte Skandik seine Mannschaft, die dem Primus keine Chance ließ. „Das war heute eine völlig andere Leistung als noch im Hinspiel“, erinnerte der Coach an das 18:27, als die Erbacherinnen kein Bein auf den Boden bekamen. Diesmal jedoch fand die TGS in der Offensive nur selten eine Lösung. „Das war eine geschlossene Teamleistung, jede Spielerin hat ihren Teil zum Sieg beigetragen“, war Skandik „sehr zufrieden“.
Selbst in Unterzahlsituationen behielt der SVE kühlen Kopf. Über 3:0 (4.) und 9:6 (15.) lagen die Gastgeberinnen immer vorne. Dabei durfte sich die Mannschaft auch über große Zuschauer-Unterstützung in der Mehrzweckhalle freuen. Im zweiten Abschnitt ließ Erbach nichts mehr anbrennen, schaffte es sogar, über 19:15 und 22:15 (49.) den Vorsprung kontinuierlich auszubauen.
Die Erbacherinnen haben nun einen Punkt Vorsprung auf Walldorf, und bei nur noch sieben Spielen stellt sich eine Frage. „Wenn wir am Ende oben stehen, dann steigen wir auch auf“, erklärt Skandik. Dabei betont er, dass mit solch einer Entwicklung keineswegs zu rechnen war. Zur Erinnerung: Das Saisonziel lautete, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Aber auch jetzt warnt der erfahrene Trainer vor allzu viel Euphorie: „Wir haben noch einige schwere Spiele, und es ist eine extrem ausgeglichene Liga.“ Doch damit wollte sich das SVE-Team nach dem Coup nicht weiter beschäftigen, sondern genoss erst mal den Erfolg und die Tabellenführung.
Tore: Anna Jordan (11/4), Desiree Bock, Hanna Lambert (je 5), Selin Schneider (2), Julia Büttel, Anne Meffert, Lilly Antes, Alina Gramlich, Sophie Ballmann (je 1)

Dieses Spitzenspiel ist absolut verdient für den SV Erbach

Der Tabellenzweite der Frauenhandball-Bezirksoberliga kann an Primus TSG Walldorf II vorbeiziehen. Biblis-Trainer Seiberth erwartet eine Reaktion. Ein Derby gibt es in Fürth.


Dieses Spitzenspiel haben sich die Handballerinnen des SV Erbach verdient: Mit einer bislang überragenden Saison hat sich das Bezirksoberliga-Team von Trainer Jozef Skandik in der Spitzengruppe festgesetzt, und jetzt winkt sogar die Übernahme der Tabellenführung: Am Samstag um 17 Uhr kommt der aktuelle Primus TSG Walldorf II in die Mehrzweckhalle, der mit 22:6 Punkten nur einen Zähler mehr hat als der SVE (21:7).

„Wir nehmen die Aufgabe an und wollen uns an die Tabellenspitze setzen“, gibt sich Skandik kämpferisch. „Dabei setzen wir natürlich auch auf den Heimvorteil und hoffen auf die Unterstützung unserer Fans“, so der erfahrene Trainer, der inzwischen auch ein Zeichen gesetzt hat: Er wird die Erbacherinnen auch in der kommenden Saison – unabhängig von der Spielklasse – coachen. Ebenfalls positiv sieht es im Kader aus: Einzig Desiree Bock, die bereits vor der Saison mitgeteilt hatte, dass es ihre letzte werden wird, hört auf, alle anderen bleiben wohl an Bord und dazu rücken Spielerinnen aus der A-Jugend nach.
„Wir werden sicherlich nicht Fehler machen, Walldorfs jüngster Niederlage Beachtung zu schenken“, erklärt der Trainer mit Blick auf das 18:22 gegen Schlusslicht Langen. „Da haben bei Walldorf zwei Leistungsträger gefehlt und dann ist das natürlich auch eine Kopfsache“, rechnet der Coach nun wieder mit einer bärenstarken TGS. Fehlen wird den Erbacherinnen wahrscheinlich Kim Schneider (Handverletzung).

Aufs Derby folgen noch mehr Derbys in der Bezirksoberliga

Vor einem weiteren Derby steht am Samstag (19.15 Uhr) der SV Erbach. Die Bezirksoberliga-Handballer empfangen die HSG Bensheim/Auerbach in der heimischen Mehrzweckhalle.

Nein, lange haben die Erbacher nicht gebraucht, um die heftige 23:36-Niederlage beim Stadtrivalen HC VfL Heppenheim zu verdauen. Denn trotz der am Ende ärgerlichen Pleite gab es aus Sicht des SVE durchaus auch positive Aspekte, die die junge Mannschaft von Trainer Jens Becker mit in die nächsten Wochen nehmen kann. „In der ersten Halbzeit haben wir das lange Zeit richtig gut gemacht und auch wirklich ansehnlichen Handball gespielt. Erst zwei Minuten vor der Pause hat sich das Blatt gewendet“, erinnert sich Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath. „Wir müssen uns in solchen Situationen cleverer anstellen und nicht zu schnell die Abschlüsse suchen. Da fehlt der jungen Mannschaft ganz sicher auch ein Spieler, der das Heft in die Hand nimmt und auch das Tempo rausnehmen kann.“ Hinter den Einsätzen von Lennart Grabisch und Luca Jordan stehen Fragezeichen.

Fast alle Jugendmannschaften erfolgreich

Männliche A-Jugend: HSG Fürth/Krumbach – SV Erbach 28:29 (12:14)

Den zweiten Sieg in Folge sicherte sich am vergangenen Sonntag die männliche A-Jugend und bleibt deshalb im Jahr 2020 noch verlustpunktfrei. Bereits im Hinspiel gelang den Gästen ein Sieg gegen die HSG. Aufbauend auf einer stabilen Abwehr mit einem stark aufgelegten Jonas Stilgenbauer im Tor, machte man es dem Angriff der Gegner schwer. Die offensive Abwehr der Erbacher legte dabei den Grundstein für den knappen Sieg, denn mit Ballgewinnen konnte man durch Kontertore immer wieder vorlegen.

Tore: Manuel Hörr (15/6), Moritz Rougelis (4), Maximilian Bänsch (3), Jonas Helfrich (3), Marvin Greene (2), Luca Jordan (1), Jacob Lulay (1)


Weibliche A-Jugend: SV Erbach – HSG Rodenstein 39:23 (16:10)

Vor heimischen Publikum gelang der weiblichen A-Jugend ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Tabellennachbarn. Mit einer starken Abwehrleistung ging das Team von Beginn an in Führung und gab diese auch im weiteren Spielverlauf nicht mehr her. Im Angriff kam man mit viel Tempo und sicheren Torabschlüssen zum Erfolg. Doch mit einem solch deutlichen Ergebnis hatte wohl keiner aus der Mannschaft gerechnet. Da die Torhüterin Melina Guthier verhindert war mussten sich auf dieser Position die Feldspielerinnen abwechseln. Besonders Julia Büttel machte ihre Aufgabe hier sehr gut, konnte im Tor sogar einige 7m-Tore verhindern und trug in der Schlussviertelstunde im Feld sogar noch mit fünf Toren zum deutlichen Sieg bei. Trainerin Anne Meffert war nach dem Spiel sehr erfreut über die Teamleistung der Mannschaft und hob vor allem hervor, dass sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

Tore: Julia Bernhardt (8/1), Carla Gramlich (7), Julia Büttel (5), Samira Lampert (4), Lilly Antes (4/1), Ira Sticksel (3), Franca Helfert (3), Bianca Rothermel (2), Lina Mayer (2), Esther Berg (1)


Männliche B-Jugend I: SV Erbach – HSG Dutenh./Münchholzh. 29:28 (15:14)

SVE-Talente starten erfolgreich nach der Winterpause!

Carsten Bengs musste vor dem Spiel gegen den Nachwuchs des Bundesligisten HSG Wetzlar (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen) auf der halbrechten Position umbauen, da Bastian Seitz weiterhin verletzt passen musste und der etatmäßige Vertreter auf der Position Lukas Klenk wg. einer Schulfreizeit verhindert war. Somit war die Ausgangssituation für die Mannschaft von Carsten Bengs klar, noch enger als Mannschaft auf der Platte zusammen zu rücken und in der Offensive sowie Defensive flexibel zu agieren.

Zu Beginn des Spiels konnte man dem SVE anmerken, dass durch die Umstellungen noch nicht alle Automatismen griffen und es sowohl im Angriff als auch in der Abwehr noch nicht wirklich rund lief. Somit liefen die SVE Talente immer einem Rückstand von 2-3 Toren hinterher, da auch die Torhüterleistung in der ersten Viertelstunde des Spiels nur bedingt da war. Nichts desto trotz konnte man merken, die Mannschaft will und die Moral ist da. Man konnte also dranbleiben und den Abstand bis zur 18. Min. auf ein Tor verkürzen. Zudem zahlte sich die Umstellung auf Seiten des SVE auf der Torhüterposition sowie Halbrechts und Rechtsaußen aus. Die Mannschaft von Carsten Bengs konnte nicht nur bis zur Halbzeit ausgleichen, denn mehr mit einer 15:14 Führung in die Pause gehen. 

Und diese Führung hatten sich die SVE Talente wirklich hart erarbeitet und verdient. 

So kam der SVE extrem motiviert aus der Pause und konnte sich innerhalb von 7 Min. auf 4 Tore von der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen absetzen. Man merkte dem Gegner an, dass er in seinen Offensivaktionen deutlich mehr investieren musste, um zu einem Torerfolg zu gelangen. Die Defensive des SVE hatte an diesem Tag im Abwehrverbund schnelle Beine und konnte in vielen Abwehraktionen sehr kompakt dagegenhalten. Carsten Bengs stellte auch in einigen Phasen des Spiels auf eine 6:0 Deckung sowie eine 5:1 mit vorgezogener Manndeckung auf die Halbposition des Gegners um, was den Nachwuchs des Bundesligisten HSG Wetzlar immer vor neue Aufgaben stellte.

Zwar konnte sich der Gegner in der Folge nochmals aufbäumen und den Abstand auf ein Tor verkürzen (40.), aber ab diesem Zeitpunkt stellten die SVE Talente sukzessive wieder einen 3-4 Tore Abstand her (48.).
Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen versuchte nun alles und agierte in einer kompletten offensiven Formation mit dem Ziel auf schnelle Ballgewinne. Leider stellte sich auf Seiten SVE unerklärlicherweise eine gewisse Nervosität ein, was in den letzten beiden Spielminuten noch zu einem 3:0 Lauf des Gegners führte, mehr aber auch nicht. Mit dem SVE stand am Ende der verdiente Sieger fest (Endergebnis 29:28).

Ich muss meiner kompletten Mannschaft ein großes Lob aussprechen, wie sie das heute wieder gemeinsam umgesetzt haben und in kritischen Phasen immer wieder mit den richtigen Lösungen antworten konnten, war richtig gut. Die Mannschaft war auch in den letzten Trainingswochen extrem engagiert und motiviert, was man auch heute auf der Platte sehen konnte. Es macht mir richtig Spaß mit den Jungs und die Weiterentwicklung(en) sehen wir mittlerweile Spiel für Spiel.

Tore: Manuel Hörr (9/3), Daniel Hülsen (5), Jonas Helfrich (4), Louis Maurer (4), Marvin Greene (4), Jacob Lulay (2), Maximilian Bänsch (1)


Männliche B-Jugend II: HSG Fürth/Krumbach II – SV Erbach 38:30 (21:12)

Bereits bis zur 5. Minute gerieten die Gäste mit 4:0 ins Hintertreffen und bis zur Halbzeit bauten die Gastgeber die Führung immer weiter aus. So waren es nach dem Seitenwechsel bereits neun Tore die man bis zum Spielende aufholen wollte. Doch gegen die Reserve der Bezirksoberligamannschaft sollte die Aufholjagd in diesem Spiel nicht gelingen. Dennoch kämpfte das Team weiter und konnte somit immerhin den Abstand zum Gegner konstant auf acht Toren halten. Im Kampf um die Meisterschaft war dieses Spiel nicht relevant, da die verlorenen Punkte gegen die Mannschaft, die außer Konkurrenz spielt, nicht gewertet werden.

Tore: Maximilian Diesterweg (9/4), Rion Lather (8), Luis Meffert (7), Keno Kochendörfer (3), Louis Greifenberg (2), Jonathan Müller (1)


Männliche C-Jugend I: SV Erbach – SG Egelsbach 27:29 (15:14)

Im zweiten Spiel der Rückrunde in der Oberliga Süd, gab es für die Jungs des SVE leider eine unglückliche Niederlage. Denn bis fünf Minuten vor Spielende war es ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gäste zeigten hierbei hauptsächlich im Angriff eine über weite Strecken sehr ordentliche und konzentrierte Leistung. Ausgerechnet die Konzentration lies bei den Erbachern in den Schlussminuten nach, sodass man die Führung aus der Hand gab. Maurer und Bernhardt nach dem Spiel: „Im entscheidenden Moment hat uns mal wieder die Kraft gefehlt, da die meisten Spieler 50 Minuten durchspielen mussten. Außerdem waren wir heute auch leider in der Abwehr nicht aggressiv genug. Nichts desto trotz kann man mit der Leistung der Mannschaft zufrieden sein, auch wenn man die Niederlage aus dem Hinspiel in diesem Spiel gerne revidiert hätte.“

Tore: Louis Maurer (16/1), Maximilian Diesterweg (7), Christian Waldi (2), Leon Bernhardt (1), Konstantin Bänsch (1)


Männliche C-Jugend II: HSG Dornh./Gr.-Gerau – SV Erbach 28:28 (12:12)

Es war von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel, da beide Teams mit einem großen Kampfgeist in dieses Spiel gingen. Demnach war auch der Spielstand zur Halbzeit ausgeglichen. In Hälfte zwei konnten dann die Gastgeber sogar zweimal eine Vier-Tore-Führung vorlegen. Doch die Gäste schafften es jedesmal wieder sich heranzukämpfen und konnten sich so am Ende des Spiels über den verdienten Punktgewinn freuen. In einem Spiel in dem beide Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel zeigten, war die Punkteteilung gerecht.

Tore: Konstantin Bänsch (10/3), Nicolas Lulay (8/1), Philipp Preßler (6), Leon Bernhardt (3), Lukas Fehr (1)


Männliche E-Jugend: SV Erbach – JSG Zwingenberg/Alsbach 28:17 (15:8)

Bis zum 6:0 legten die Gastgeber ohne Gegentor vor. Auch in der laufenden Partie konnte man diesen Vorsprung halten und immer weiter ausbauen. So stand bereits zur Halbzeit eine beachtliche Führung auf dem Tableau. Basis für den später deutlichen Sieg war eine gute Deckungsarbeit, sowie die hohe Treffsicherheit im Angriff. Erfreulich für die beiden Trainer Bock und Rossmann war zudem, dass sich fast alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Die Mannschaft hat eine geschlossene Teamleistung gezeigt und dadurch die ersten beiden Punkte in der Rückrunde geholt.

Tore: Tom Rossmann (10), David Gipp (6), David Weis (5), David Bock (3), Simon Zundel (2), Janosch Groh (1), Moritz Arnold (1)

Quelle: LS