SV Erbach teilt die zwei Punkte Abzug gerecht auf

Wegen fehlender Schiedsrichter bekommen Männer- und Frauenmannschaft in der Bezirksoberliga je einen Punkt abgezogen. In der Runde 2018/19 werden die Erbacher das Soll erfüllen.

Alle Jahre wieder flattern vielen Handball-Vereinen unangenehme Briefe ins Haus: die Bescheide der Sportinstanz des Handball-Bezirks zum Schiedsrichtersoll. Auch in diesen Tagen mussten wieder Strafen wegen insgesamt 42 fehlender Unparteiischer im Bereich des Bezirks Darmstadt ausgesprochen werden. Damit erhöht sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr (38) wieder leicht.
Dass die Geldstrafen von 15 000 Euro in der vergangenen Saison auf 13 800 Euro sanken und die Punktabzüge in der Summe sogar von 19 auf 13, lag daran, dass viele Vereine Ersttäter sind. Die Höhe der Strafe bis hin zum Punktabzug steigt von Jahr zu Jahr. Entsprechend ist zu befürchten, dass die Teams, die dieses Jahr eine Geldstrafe haben, in den nächsten Jahren wieder Kandidaten für Punktabzüge werden.
Der Beauftragte für die Organisation des Handball-Bezirks und frühere Bezirksvorsitzende Klaus Amend will daher auch nicht von einem Positivtrend sprechen: „Dieser ist nicht erkennbar. Die Zahl der fehlenden Spielleiter hat leicht zugenommen, verteilt auf 15 Vereine oder Spielgemeinschaften.“
Gadernheim erwischt‘s besonders heftig
Besonders heftig erwischt es den TSV Gadernheim. Das Team in der Frauen-Bezirksliga B bekommt vier Punkte abgezogen, rutscht damit auf den letzten Rang in der untersten Klasse. Gadernheim stellt keinen Schiedsrichter, müsste aber zwei für die Jugend und zwei für die Frauenmannschaft stellen – und dies schon seit drei Jahren.
Zwei Punkte bekommt der SV Erbach abgezogen. Der SVE hat sich wie im vergangenen Jahr entschlossen, diese Strafe zwischen Frauen und Männern aufzuteilen. Das ist möglich, da beide Mannschaften in der Bezirksoberliga am Ball sind. „Es wäre völlig ungerecht, eine Mannschaft mit zwei Punkten Abzug zu belasten“, erklärt Erbachs Vorsitzender Thomas Lulay die Vorgehensweise. Lulay hofft, dass das Thema Schiedsrichtersoll für seinen Verein in dieser Runde zum letzten Mal negative Auswirkungen hat – „wenn nichts Unvorhergesehenes passiert“. Der SVE hat zwei Neulinge, die bereits A- und B-Jugendspiele bis zur Bezirksoberliga leiten. Wenn diese, begleitet von einem so genannten Paten, eine gewisse Anzahl an Partien pfeifen, die Zwischenprüfung bestehen und den Verein nicht verlassen, werden sie auf das Soll angerechnet. 2018/19 würde der SV Erbach dann über die von ihm geforderte Zahl von neun Unparteiischen verfügen.
Wichtig könnte der Zwei-Punkte-Abzug für die HSG Langen in der Frauen-Bezirksoberliga sein, die damit nur noch zwei Zähler vor Schlusslicht Tvgg Lorsch liegt. Die weiteren Abzüge sollten keine Auswirkungen auf Abstiegs- oder Titelkampf haben: Die ESG Crumstadt verliert einen Zähler in der Bezirksoberliga ebenso wie die MSG Rüsselsheim. In der Landesliga bekommt der TSV Pfungstadt einen Punkt abgezogen, der TV Seeheim in der Bezirksliga C zwei.

SV Erbach hofft auch frühzeitigen Klassenerhalt

Bezirksoberliga-Handballer sehen sich nach den jüngsten Ergebnissen auf dem richtigen Weg. Die jungen Spieler entwickeln sich stetig weiter und übernehmen mehr Verantwortung.

Auf ein bewegtes Handballjahr 2018 blickt der SV Erbach zurück. Anfang Mai gelang dem Bezirksoberligisten mit einem starken Endspurt der Klassenerhalt, auf dem vorletzten Tabellenplatz beendeten die Erbacher schließlich die vergangene Spielzeit.
Mit dem Ziel, im Endklassement einen Mittelfeldplatz zu belegen, war der SVE in die aktuelle Saison gestartet. Zum Jahresende rangiert die Mannschaft des Trainergespanns Andreas Lulay/Nemanja Skrobic mit 8:20 Punkten auf Rang zwölf. Eine Platzierung, mit der sie in Erbach ganz gut leben können. „Es sah bei uns schon schlechter aus. Vor allem die Ergebnisse im Dezember stimmen uns doch zufrieden“, sagt Abteilungsleiter Thomas Flath, der kurz vor der Winterpause trotz der 25:28-Niederlage seines Teams ein gutes Derby gegen den HC VfL Heppenheim sah. Was Flath besonders positiv stimmt: „Wir profitieren von einer guten Vorbereitung. In körperlicher Hinsicht sind wir in der Lage, auch in der Schlussphase eines Spiels noch zuzulegen.“ Auch Ausfälle von Leistungsträgern scheint die junge Erbacher Mannschaft mittlerweile gut zu kompensieren.
In diesem Zusammenhang vergisst Thomas Flath nicht, die Arbeit von Jozef Skandik zu loben. Der Trainer, der zugleich die Erbacher Bezirksoberliga-Frauen trainiert, übernahm vor der Saison zunächst auch das Traineramt der ersten Männermannschaft und leistete dabei, so die einhellige Meinung in Erbach, hervorragende Arbeit. Im November kamen dann aber Vereinsführung und Übungsleiter überein, aufgrund der Doppelbelastung einen Schlussstrich zu ziehen. Skandik ist seitdem nur noch für das Erbacher Frauenteam zuständig, Andreas Lulay und Spielmacher Nemanja Skrobic übernahmen.
Der junge Spieler, der auch noch für das A-Jugendteam des SVE zum Einsatz kommen kann, hat unter Skrobic und auch Lulay nochmals einen Sprung nach vorne gemacht. „Er profitiert auch von Nemanjas Erfahrung auf dem Parkett“, so Flath, der zudem die Leistung von Moritz Lulay, eigentlich Torhüter, am Kreis hervorhebt: „Er bringt auch die nötige Körperlichkeit für diese Position mit, die er bestens ausfüllt.“ Coach Andreas Lulay äußerte sich nach dem Erfolg in Arheilgen ob der Mannschaftsleistung ebenfalls lobend: „Aus den Jungs werden gerade Männer.“
Zu verbessern gibt es trotz der Erfolgserlebnisse zuletzt noch eine Menge. „Wenn wir es schaffen, von der ersten Spielminute an unser Leistungsvermögen abzurufen, würde uns das auch weiterhelfen und unser Spiel beruhigen“, sagt Flath, der die Zielsetzung für die restliche Rückrunde klar formuliert: „Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.“

SV Erbach will robust dagegenhalten

In der Bezirksoberliga der Handballer kommt es zum Bergstraßen-Derby zwischen SVE und TV Lampertheim. Die Erbacher haben vor allem vor der kompromisslosen zweiten Welle Respekt.

Die 18:19-Niederlage in Erfelden sorgte für Ernüchterung im Lager der Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach. Dabei war es nicht die Niederlage an sich, die die Mannschaft aus dem Heppenheimer Stadtteil so enttäuschte. Vielmehr war es die Art und Weise der Pleite, die Fragen aufwarf. Nun steht am Samstag (19.15 Uhr) gegen den TV Lampertheim ein schweres Heimspiel an.
Gegen den TVL bedarf es einer enormen Leistungssteigerung. Die Mannschaft aus dem Ried beeindruckte jüngst beim 25:24-Heimerfolg gegen den Tabellenführer und Titelaspiranten HSG Langen. „Ich habe den TVL schon beim 27:27 in Heppenheim gesehen. Dieses Spiel hätten sie eigentlich gewinnen müssen. Die Mannschaft ist mit erfahrenen, aber auch jungen Spielern, hervorragend besetzt. Sie strotzen derzeit vor Selbstbewusstsein“, sagt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath. Von seiner Mannschaft fordert er, aus den Fehlern des Erfelden-Spiels zu lernen: „Wir müssen versuchen, die technischen Fehler zu minimieren und müssen im Angriff entsprechend konzentriert zur Sache gehen.“
Beim Spiel des Gegners lobt Flath die kompromisslose zweite Welle. „Sie gehen keinem Zweikampf aus dem Weg. Wir müssen robust dagegenhalten“, betont der Abteilungsleiter, der auf eine volle Mehrzweckhalle in dem Bergstraßen-Derby hofft.
In personeller Hinsicht dürften dem Trainergespann Andreas Lulay und Nemanja Skrobic bis auf die Langzeitverletzten alle Mann zur Verfügung stehen.

Erbach nach 18:19 bedient

Für den SVE wäre in der Partie bei Erfelden viel mehr möglich gewesen. Der Letzte der Bezirksoberliga macht aber zu wenig aus den Fehlern des Kontrahenten.

Eine ärgerliche Auswärtsniederlage musste am Sonntagabend der SV Erbach einstecken. Die Bezirksoberliga-Handballer verloren bei der ESG Erfelden mit 18:19 (10:8).
Thomas Flath war nach dem Spiel bedient. Der Erbacher Abteilungsleiter ärgerte sich zum einen über ein von beiden Seiten schwach geführtes Spiel. Was ihn aber noch mehr erzürnte, waren die liegengelassenen Punkte seines Teams. Denn – und darüber waren sich wohl die meisten im Lager des SVE einig – es war für den Tabellenletzten deutlich mehr möglich in dieser Partie. „Wir haben uns viele technische Fehler und Fehlabgaben erlaubt. Die ESG hat für eine Heimmannschaft schlecht gespielt. Das hätten wir ausnützen müssen“, ärgerte sich Flath.
Das Spiel gestaltete sich von der ersten Sekunde an zäh. Lagen die Erbacher nach einer Viertelstunde mit 5:3 vorne, waren es drei Minuten vor der Pause die Gastgeber, die mit 8:7 führten. Bis zur Halbzeitsirene hatten die Erbacher das Spiel wieder zu ihren Gunsten gedreht. Ähnlich träge wie im ersten Durchgang verlief das Spiel auch nach dem Seitenwechsel. Beide Mannschaften überboten sich mit Unzulänglichkeiten, Höhepunkte waren Mangelware.
„Das war heute in der Tat keine Werbung für den Handballsport. Wir hätten allerdings aus den Fehlern der ESG mehr Profit schlagen müssen“, betonte Thomas Flath, dessen Mannschaft kurzfristig auf Paul Buschendorff verzichten musste. Sehr zum Ärger des Erbacher Abteilungsleiters: „Natürlich spielen wir auf Amateurniveau, und da kann immer etwas Privates dazwischen kommen. Uns hat aber eine wichtige Option im Rückraum gefehlt, die wir zusammen mit den Langzeitverletzten nicht kompensieren können.“ Da half auch der erneute Einsatz von Oldie Mladen Radisic nichts, der sechs Minuten vor Schluss nach der dritten Zeitstrafe mit Rot vorzeitig vom Feld geschickt wurde.
Tore: Skrobic (6), Lukas Müller (4/3), Schwiersch (3), Grebe, Lies, Röder, Jonas Müller, Radisic (je 1)

Erbach will nachlegen

Bezirksoberliga-Handballer wollen bei Erfelden den Schwung aus dem 24:24 gegen Bonsweiher mitnehmen. Eine aggressive Deckungsarbeit ist die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis.

Abteilungsleiter Thomas Flath hat bei dem Remis gegen Bonsweiher einige gute Ansätze gesehen, auf die es nun in den nächsten Wochen aufzubauen gilt. Denn auch bei der ESG dürfte vor allem eines gefordert sein: eine konzentrierte Abwehrleistung. „Das wird für uns immer wichtig sein. In Erfelden erwartet uns eine schwere Aufgabe, die wir nur meistern können, wenn wir in der Defensive aggressiv zur Sache gehen“, weiß Flath. Die ESG schätzt er dabei als unangenehmen Gegner ein, die Erinnerungen der vergangenen Jahre sind dabei nicht die besten.
„Wir haben uns in Erfelden immer schwergetan. Mit dem Schwung aus dem Bonsweiher-Spiel bin ich aber zuversichtlich, dass wir auch dort etwas mitnehmen können“, erklärt der Erbacher Abteilungsleiter, der einen guten Saisonstart der Erfeldener beobachtete, die zuletzt aber etwas schwächelten. In Langen kassierte die ESG am vergangenen Wochenende eine deutliche 23:39-Niederlage. „Dort kann man aber auch in der Höhe durchaus verlieren. Langen dürfte in dieser Saison der Topfavorit auf die Meisterschaft sein“, so Thomas Flath.
Personell wird sich für das Trainergespann Andreas Lulay/Nemanja Skrobic im Vergleich zum vergangenen Wochenende nicht viel ändern. Ob Mladen Radisic wieder aushelfen kann, steht noch nicht fest.
Art und Weise der Pleiten ärgert Trainer Jozef Skandik
Die Erbacher Bezirksoberliga-Handballerinnen von Trainer Jozef Skandik stecken mit 3:9 Punkten weiter im hinteren Drittel der Tabelle fest. Das alleine ist kein Beinbruch, wurde vor der Saison sogar erwartet. Aber die Art und Weise, wie die Erbacherinnen ihre Spiele verlieren, ärgert den erfahrenen Coach. „Wir können derzeit nicht umsetzen, was wir uns vornehmen“, hadert er. Das jüngste 22:26 gegen den direkten Konkurrenten Arheilgen ist ein klares Indiz hierfür. „Da konnten wir zu keinem Zeitpunkt unsere Leistung abrufen.“

Mit der HSG Langen erwartet den SVE am Sonntag (18 Uhr) eine Mannschaft, die mit 4:8 Punkten und Tabellenplatz sieben dort steht, wo sie erwartet wurde, nachdem in der Vorsaison erst auf den letzten Drücker der Klassenerhalt geschafft wurde. Aber gerade zu Hause ist die HSG nicht zu unterschätzen und kann mit ihrer Tempoverschleppung einen Gegner zermürben. Entsprechend fordert Skandik von seinen Spielerinnen ein Höchstmaß an Konzentration – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Wenn man lange in der Defensive Aufmerksam gearbeitet und sich den Ball erkämpft hat, soll nicht überhastet und hektisch agiert werden.

SV Erbach sichert 24:24 gegen SKG Bonsweiher

Im Derby sichert Paul Buschendorff mit seinem Treffer 29 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich. 300 Zuschauer sehen das über weite Strecken emotionale und ruppig geführte Handballderby.

In einem über weite Strecken emotionalen und ruppig geführten Derby trennten sich die Handball-Bezirksoberligisten SV Erbach und SKG Bonsweiher am Samstag letztlich leistungsgerecht 24:24 (12:10). „In diesem Spiel war alles möglich. Am Ende geht die Punkteteilung aber in Ordnung“, bilanzierte Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath.
Die Schlussphase hatte es in sich. Lagen die Gastgeber, erstmals vom Duo Lulay/Skrobic betreut, eine Viertelstunde vor dem Ende noch mit drei Toren vorne (19:16), berappelten sich die Bonsweiherer wieder: Markus Wiegand sorgte 42 Sekunden vor Schluss für die 24:23-Führung. 13 Sekunden später traf Paul Buschendorff zum 24:24. Und es waren immer noch 29 Sekunden zu spielen. Schneller Anwurf, Benedikt Brehm traf ins Erbacher Tor, doch die beiden Schiedsrichter hatten zuvor auf Freiwurf entschieden. So blieb es beim Remis.
„Das war eine unglückliche Entscheidung. Wenn man auf Foulspiel entscheidet, müsste es in dieser Situation eigentlich Siebenmeter geben“, erklärte Gästetrainer Frank Schmiedel, der sich damit aber nicht weiter beschäftigen mochte. Am Ende stand ein Ergebnis, das auch aus seiner Sicht „absolut in Ordnung“ ging.
Zuvor hatten die knapp 300 Zuschauer ein Derby mit vielen Nickligkeiten gesehen. Der SVE zeigte sich vor allem in der Abwehr deutlich verbessert. „Wir sind aggressiv zu Werke gegangen und haben mit viel Engagement gespielt“, lobte Flath, der auf eine weniger üppig ausgefallene eigene Torausbeute an diesem Abend gut verzichten konnte. Vor allem Mladen Radisic brachte die nötige Körperlichkeit in das Spiel der Erbacher, die in Lukas Müller ihren treffsichersten Torschützen hatten. „Vor dem Spiel hätte ich einen Punktgewinn gegen Bonsweiher auf alle Fälle unterschrieben. Auch nach dem Spiel bin ich mit Leistung und Resultat zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen“, sagte Flath.
Nicht ganz einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft war hingegen Frank Schmiedel vor allem in der ersten Halbzeit. „In dieser Phase waren wir zu nervös und haben viele Chancen liegenlassen. Zwar sind wir auch nicht gut in den zweiten Durchgang gekommen, haben uns dann aber wieder gut zurückgekämpft“, erklärte der SKG-Trainer, der neben Kevin Urban einmal mehr auf seine beiden Torhüter Fabian Kirst und Michael Herle verzichten musste. Dafür sprang wieder Nebi Yaman ein und bot erneut eine überzeugende Leistung.
Tore: Lukas Müller (8/7), Schwiersch (5), Grebe, Skrobic (je 4), Buschendorff (2), Radisic (1)

Trainerwechsel beim SV Erbach

Jozef Skandik betreut ab sofort nur noch die Frauenmannschaft. Für ihn übernehmen bei den Bezirksoberliga-Männern Andreas Lulay und Leistungsträger Nermanja Skrobic.

Wechsel auf der Erbacher Trainerbank: Für Jozef Skandik (links) übernimmt Andreas Lulay (Zweiter von links) im Verbund mit Rückraumspieler Nemanja Skrobic die Bezirksoberliga-Männermannschaft.Foto: Dagmar Jährling

Zwar steht am Samstag (19.15 Uhr) für den SV Erbach in der Handball-Bezirksoberliga das Derby gegen die SKG Bonsweiher in der Mehrzweckhalle auf dem Programm. Die wichtigste Info gab es von den Erbachern aber schon am Dienstagvormittag. Jozef Skandik ist nicht mehr Trainer der ersten Männermannschaft.
Wie Abteilungsleiter Thomas Flath bestätigte, konzentriert sich Skandik nur noch auf die Bezirksoberliga-Frauen des SVE. „Uns war von vornherein klar, dass diese Doppelbelastung nicht von Dauer sein wird. Wir sind Jozef sehr dankbar, dass er unsere Männermannschaft in einer schwierigen Situation übernommen hat und nach dem Klassenerhalt in der vergangenen Saison auch für die aktuelle Spielzeit zur Verfügung stand“, sagt Flath, der aber auch stets betonte, dass die Priorität in der Arbeit von Jozef Skandik bei den Damen lag. „Wir haben ihm sehr viel zu verdanken. Es war keineswegs selbstverständlich, dass Jozef diese Doppelbelastung auf sich genommen hat“, so der Abteilungsleiter.
Das Training übernehmen nun Andreas Lulay und Nemanja Skrobic. Vor allem auf dem torgefährlichen Rückraumspieler ruhen dabei die Hoffnungen der Erbacher. „Nemanja hat sich in den vergangenen Wochen als Führungspersönlichkeit etabliert. Natürlich trägt er nun noch mehr Verantwortung. Wir sind uns aber sicher, dass er das gemeinsam mit Andreas hinbekommt“, so Thomas Flath. Die erste Herausforderung wartet auf die beiden Neu-Trainer am Samstag gegen Bonsweiher.
An der derzeitigen Tabellensituation des kommenden Gegners, die SKG ist Zwölfter, will Flath die Bonsweiherer nicht messen: „Trotz der personellen Probleme haben sie Qualität im Kader und Spieler, die eine Partie alleine entscheiden können.“ Die personelle Situation beim SVE ist weiter angespannt. Rene Weis und Fabian Jordan werden „mindestens bis Jahresende“ (Flath) ausfallen.
Auf der anderen Seite hofft SKG-Trainer Frank Schmiedel nach zuletzt vier Niederlagen in Folge auf die Trendwende: „Unsere Formkurve geht nach oben, und in Erbach müssen wir natürlich gewinnen. Das muss bei allem Respekt vor dem Gegner schon unser Anspruch sein.“ Nachdem die Bonsweiherer am vergangenen Wochenende dem Spitzenreiter HSG Langen mit 30:36 unterlagen, gab es viele Schulterklopfer für Schmiedel und seine Akteure: „Wir wurden gelobt für unsere spielerische Leistung, aber davon können wir uns nichts kaufen.“
Ganz wichtig ist für Bonsweiher, dass Neuzugang Alexander Schemenauer zuletzt auch wieder in Form kam. „Seine Tore brauchen wir unbedingt“, so Schmiedel. Bereits beendet ist indes die Runde für einen weiteren Neuzugang der SKG: Bei Kevin Urban wurde ein Kreuzbandanriss und ein Meniskusriss diagnostiziert. In Erbach wieder mit dabei sein werden wohl die beiden etatmäßigen Torhüter Michael Herle und Fabian Kirst, womit Oldie Nebi Yaman sich wieder (vorerst) verabschieden kann. „Aber es ist natürlich grandios zu wissen, dass man so jemanden wie Nebi in der Hinterhand hat“, so Schmiedel.

20 Treffer in einer Halbzeit gegen den SV Erbach

Einmal mehr ist es eine schwache Defensivleistung, die dem Handball-Bezirksoberligisten zum Verhängnis wird. Bei der 31:39-Pleite stimmt es aber zumindest im Angriff.

Eine deutliche Niederlage kassierte am Sonntagnachmittag der SV Erbach. Beim Tabellennachbarn MSG Roßdorf/Reinheim II verlor der Handball-Bezirksoberligist mit 31:39 (15:20).
Einmal mehr war es die schwache Defensivleistung, die den Erbachern zum Verhängnis wurde. Bereits zur Pause hatte die Mannschaft 20 Treffer gefangen. „Das ist natürlich zu viel. Aber auch im zweiten Durchgang lief es hinten nicht viel besser“, sagte SVE-Betreuer Andreas Lulay.
Nemanja Skrobic Lichtblick in der Offensive
Die personell angespannte Situation wollte Lulay nicht als alleinige Ausrede gelten lassen. „Uns fehlt in der Abwehr einfach die Körperlichkeit. Vorne sah unser Spiel hingegen ordentlich aus“, erklärte der Erbacher Betreuer, der aber eingestand, dass ohne Nemanja Skrobic auch in der Offensive nicht viel zusammenlaufen würde. Die ersten vier SVE-Treffer gingen auf Skrobics Konto, insgesamt war er 14 mal erfolgreich.
„Wir haben im Rückraum im Moment keine Wechselmöglichkeiten, sodass drei Spieler quasi durchspielen müssen“, betonte Andreas Lulay, der trotz der ärgerlichen Pleite in Roßdorf zuversichtlich nach vorne blickt: „Wir werden ruhig und konzentriert weiterarbeiten und ganz sicher nicht in Hektik verfallen. Unsere Angriffsleistung stimmt mich zuversichtlich, dass wir bald auch wieder punkten.“
Den Anfang könnte der SV Erbach schon am Samstag machen, wenn er die SKG Bonsweiher zum Derby in der Mehrzweckhalle empfängt.
SVE-Tore: Skrobic (14/5), Buschendorff (7), Lies, Röder, Lukas Müller (je 2), Kleinbauer, Jonas Müller, Fischer, Schwiersch (je 1)

SV Erbach: vorne hui, hinten pfui

37 Gegentreffer sind viel zu viel, befindet Abteilungsleiter Thomas Flath, der aber trotz des 30:37 gegen Rüsselsheim seiner Sieben eine klare Leistungssteigerung bescheinigt.


Vorne hui, hinten pfui – die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach kassierten am Samstag die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel mit dem 30:37 (12:17) gegen die MSG Rüsselsheim.

Thomas Flath sieht klare Leistungssteigerung
Während die Mannschaft in der Offensive eine durchaus ordentliche Vorstellung bot, passte in der Abwehr wenig zusammen. „Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. 37 Gegentreffer sind viel zu viel“, kritisierte Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath nach einer Partie, in der den Gastgebern durch Paul Buschendorff zwar das erste Tor der Partie gelang (2.), die dann aber einem Vier-Tore-Rückstand hinterherliefen (1:5, 8.). „Gegen eine körperlich so starke und auch erfahrene Mannschaft wie Rüsselsheim ist es nicht leicht, einen solchen Rückstand aufzuholen“, erklärte Flath, der mit Einstellung und Körpersprache durchaus einverstanden war: „Das war eine klare Leistungssteigerung gegenüber den vergangenen Spielen.“
Erneut fehlten Rene Weis, Fabian Jordan und Lennart Grabisch verletzt; Weis und Jordan drohen gar länger auszufallen. „Das ist natürlich alles andere als optimal. Trotzdem lassen wir die Köpfe nicht hängen. Dann werden wir sicher bald wieder Punkte holen“, so Flath.
Tore: Skrobic (12), Lukas Müller (5), Buschendorff (4), Röder, Schwiersch (je 3), Grebe, Kleinbauer, Fischer (je 1)

Steigerung ist nötig

SV Erbach muss vor allem in der Abwehr aggressiver zu Werke gehen. SVE-Frauen bekommen es im Kellerduell der Bezirksoberliga im Duell zweier siegloser Teams mit Lorsch zu tun.

Die Enttäuschung bei den Bezirksoberliga-Handballern des SV Erbach war groß nach der deutlichen 21:37-Niederlage bei Aufsteiger Tvgg Lorsch. Vor allem im Defensivverhalten offenbarte der SVE große Probleme, ließ jegliche Aggressivität vermissen. Das soll am Samstag (19.15 Uhr) im Heimspiel gegen die die MSG Rüsselsheim anders werden.
Allerdings kommt mit Rüsselsheim ein echter Brocken. „Wir wissen, dass die MSG nur schwer einzuschätzen ist“, so Abteilungsleiter Thomas Flath. Er erinnert sich ungern an das Hinspiel der vergangenen Saison, in dem die Erbacher mit 24:41 unter die Räder kamen. Ganz anders damals jedoch das Rückspiel: Hier behielt der SVE mit 27:23 die Oberhand. „Trotz allem haben die Rüsselsheimer eine gut ausgebildete Mannschaft mit wirklich guten Einzelspielern. „Wir müssen uns im Vergleich zu den letzten Spielen deutlich steigern, wollen wir Zählbares behalten“, fordert Flath vor allem in der Abwehr ein engagierteres Auftreten.
In personeller Hinsicht steht Trainer Jozef Skandik noch vor einigen Ungewissheiten. Dario Schwiersch ist zwar wieder ins Training eingestiegen, ein Einsatz dürfte aber noch zu früh kommen. Fabian Jordan droht erneut auszufallen. Auch die Einsätze von Rene Weis und Torhüter Moritz Lulay sind noch längst nicht sicher.

Das Derby in der Frauen-Bezirksoberliga zwischen dem SV Erbach und der Tvgg Lorsch ist am Samstag (17 Uhr) ein Duell zweier siegloser Teams. Allerdings haben beide Mannschaften im Vorfeld der Saison auch schon Probleme gesehen, die Zielsetzung lautet mit „Klassenerhalt“ bei beiden identisch.

Im direkten Aufeinandertreffen in der Mehrzweckhalle scheinen die Schützlinge von SVE-Coach Jozef Skandik im Vorteil. Schließlich haben sie aufsteigende Form bewiesen, wollen nun unbedingt den ersten Sieg einfahren.
Lorschs Trainer Frank Rupp hatte im Training Gesprächsbedarf: „Wir müssen uns deutlich steigern, besonders im Angriff“, fordert Rupp. Dass mit Nadine Remza (Kreuzbandriss) eine verlässliche Größe langfristig ausfällt, macht die Sache noch schwerer.