Bunter Abend 2010: Olympische Gäste, Größen des Schowbiz und exotische Schönheiten
Saalfastnacht 2010 beim SV Erbach in ausverkaufter Mehrzweckhalle



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Die größte Saalfastnacht in Heppenheim bieten seit Jahren die Sportler vom SV Erbach. Denn auch in der Fastnacht gehen sie mit viel Engagement an ihre Aufgaben. Schon seit November wurde unter der Leitung von Frank Lies geplant und geprobt, und die umwerfenden Ergebnisse konnte man am Samstag beim „Bunten Abend“ in der ausverkauften Erbacher Mehrzweckhalle bewundern.
Jede vollwertige Saalfastnacht braucht einen Elferrat und so machten die deutschen Oylmpia Hoffnungen auf ihrem Weg nach Vancouver einen Zwischenstopp in Erbach, und zogen um Punkt 19:33 durch die Reihen angeführt von einem großen Bobgefährt. Da aller guten Dinge drei sind wurde das Spektakel gleich von drei Präsidenten geleitet, als (getrennt auftretende) Große Koalition führten nacheinander Steffen Maurer(Groß), Manfred Schäfer (Koalition) und Thomas Lulay (noch Größer) durch den Abend.

Die sportlichen Wurzeln des Vereins zeigten sich in den zahlreichen Balettdarbietungen. Als erste trat das Damenbalett auf. In Karo-Röcken tanzten sie zu „Man müsste nochmal zwanzig sein“ und „Super jeile Zick“(Brings), und selbst die Köll‘sche Funkenmariechen hätten die Halle nicht besser in Stimmung bringen können.

Die erste Büttenrede am Abend absolvierte die souveräne Linda Schneider. Ein „Traumboy“ wurde gesucht. Versucht hat sie es zunächst mit dem Nachbarsjungen („Er is ja net scheen, aber zum probieren wird’s geh’n“), was sich dann als Reinfall entpuppte. Und so wandte sie sich vom Publikum gefeiert wieder ihren Barbie-Puppen zu.

Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins zeigte sich beim Kinderbalett. 31 Kinder bevölkerten die schon fast zu kleine Bühne. Und zeigten was sie später so im Berufsleben erwartet. Ein Flugzeug mit Pilot und unzählige Stewardessen, „flogen“ über die Bühne. Welche im Anschluss von Schornsteinfeger mit eigenem Schornstein und kehrenden Straßenfegern geradezu überschwemmt wurde.

Was vor der Berufswahl kommt, erzählte der gut gelaunte Daniel Kreicha in der Bütt. Als Berufsschüler hatte er so einiges zu erzählen. So beantwortete er die lange gehegte Frage was der Unterschied zwischen der Berufsschule und der Anstalt sei: “ Die Berufsschule is in Bensem und die Anstalt in Hepbrum.“

In diesem Jahr unvermeidbar war die folgende Michael Jackson Retroperspektive. An den schweren Schritten und extravaganten Tanzstilen des „King of Pop“ versuchte sich äußerst erfolgreich das Jugendbalett unter Leitung von Melanie Eibner und Selina Weiss. Die Jackson Five betraten die Bühne, und brachten im Afro Look den Saal zum kochen. Im Anschluss erklangen die bekanntesten Lieder Jacksons wie z.B. Thriller. Mit weißen Glitzerhandschuhen an der rechten Hand und auf teilweise eingenebelter Bühne zeigte nun der Rest der Mädels die sorgsam einstudierten Schritte.

Da der Schirmherr der Straßenfastnacht an diesem Abend durch Abwesenheit glänzte, musste ein anderer Bensheimer her. Als hyperaktiver Beamter in der Bensheimer Stadtverwaltung „betrat“ also Armin Silber schlafend im Bürostuhl die Bühne, und klagte köstlich sein Leid: Sein Amtsherr möchte ihn gerne nach Leistung bezahlen, „aber wie bring ich meiner Frau bei, dass wir jetzt in Armut leben?“.

Wer regelmäßig auf die Erbacher Fastnacht kommt, der wusste was ihn am Ende der ersten „Halbzeit“ erwartet. Die Ludwigshafener Guggenmusik „Die Huddeschnudler“ bauten sich zwischen den Reihen und auf der Bühne auf, und brachten den Hallenboden zum beben.

Nach der Pause zollten die Erbacher einer weiteren verstorbenen Größe des Pop-Business ihre Achtung. Steffen Maurer stellte sein Gesangstalent unter B eweis und interpretierte Patrick Swayze‘s „She’s like the wind“, und damit begann eine Hommage an den Sänger und Schauspieler. Maurer und Melanie Eibner zeigten ihre Interpretation der schönsten Tanz Szenen aus „Dirty Dancing“. Elegant flogen sie über das Parkett um dann per Sprung die Bühne zu verlassen und in der Saalmitte die bekannte Hebefigur zum Besten zu geben. So schwebte Melanie Eibner mehrere Sekunden über den Köpfen des Publikums, welches sogleich die Zugabe verlangte.

Dass die Erbacher keine Nachwuchssorgen haben zeigte sich ja schon beim Auftritt des Kinderbaletts, doch nun kamen die „jüngsten“ zum Einsatz. In Windeln und mit Bobbycar und Spieltraktor bewaffnet enterten zwei Babys (Michael Helfert und Michael Endres) die Bühne. Und so freuten sie sich das ihr Vater jeden Abend für sie betet: „Ei was betet er denn? –Gott sei Dank wenn se im Bett sin!“

Mehr Showlastig ging es weiter. Eine wie gewohnt Musical hafte Nummer zeigte das Damenbalett bei ihrem zweiten Auftritt. Sie gaben eine perfekt choreografierte und einstudierte teuflische Revue zum Besten. Während zu Beginn ein Engelchen(Yusleidy Castro Garcia) alleine auf der Bühne saß, so wurde es doch recht schnell von den aus der Höllenpforte tretenden Teufelchen verführt und auf ihre Seite gezogen. Ohne ein Lob für die Kostüme(Alina Lies und Elicer Gonzales) und eine Zugabe wurden auch sie nicht von der Bühne gelassen.

Die folgende letzte Büttenrede war Steffen Maurer vorbehalten, als Jäger erzählte er hinter den gereimten Zeilen nicht nur vom Leben im Wald. Gewohnt locker flocht er auch den ein oder anderen Kalauer ein, so sei das Motto seines Jagdvereins „Lerne schießen und treffe neue Leute“.

Der Abend neigte sich zu Ende, doch ein Höhepunkt wartete noch auf die prall gefüllte Mehrzweckhalle. Lulay, der inzwischen als letzter der drei den Präsidentensitz übernommen hatte, kündigte eine letzte Schunkelrunde an. Zu „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ betrat Michael Endres mit Kasten und einem Bild seiner Angebeteten die Bühne. Nach dem das Publikum angeheizt war, begann nun eine burleske Reise durch die Südsee. Auf einer Gummi-Banane schipperte er im Buster Keaton Look als Slapstick Einlage über die Bühne, um auf die eigentlichen Attraktionen zu treffen. Rassige Exotische Weiblichkeiten (Jens Rodenheber, Mladen Radisic, Andreas Wagner) und Betörende Südseeschönheiten (Eric Bauer, Thomas Endres, Tobias Goll), zeigten nun zu bekannten Südseeschlagern ihre zierliche Beweglichkeit. Der Saal tobte und am Höhepunkt der Stimmung betrat nun Steffen Maurer als Mexikanische Schönheit mit „Zwei Apfelsinen im Haar“ die Bühne. Nach dem furiosen Finale des Männerbaletts wurden die „zarten Schönheiten“ auch nicht ohne Zugabe entlassen.

Zum anschließenden Finale stürmten alle Beteiligten die Bühne und Spät-Sitzungspräsident Lulay verabschiedete die gut amüsierten Gäste, nicht ohne darauf hinzuweisen das die Fastnacht in Erbach gerade erst begonnen hat. Am kommenden Wochenende laden die Erbach samstags zu Walpurgisnacht, und an Fastnachtsdienstag zum Kindermaskenball.


Beteiligte:
Sitzungspräsidenten: Steffen Maurer, Manfred Heinrich Schäfer, Thomas Lulay
Der Eleferrat: Horst Schmitt, Dieter Lulay, Reinhard Wagner, Stefan Lambert, Markus Bauer, Uwe Jordan, Harald Jordan, Christian Gölz, Bernd Lies.


Damenbalett „Man müsste noch mal 20 sein“:
Angelika Matecki, Conny Osterloh, Jutta Haaf, Marion Kreicha, Silke Vaughan, Simone Geisler, Yusleidy Castro Garcia, Yvonne Helfert
Choreografie und Einstudierung: Simone Geisler, Yvonne Helfert,Jutta Haaf.


Kinderbalett „Arbeitswelt“
Alexandra Streblau, Alicijja Streblau, Alina Gramlich, Annika Jordan, Christin Bader, Elena Coban, Franziska Lulay, Hanna Lambert, Hanna Stilgenbauer, Jana Gölz, Jessica Friedel, Johanna Lapp, Johanna Mink, Katrin Lambert, Kim Krenkel, Kim Schneider, Laura Brüning, Laura Schäfer, Lea Büchner, Lea Silber, Lisa Pfeifer, Luisa Jordan, Meike Jordan, Melanie Klein, Natascha Bader, Patricia Jäger, Samira Silber, Selin Schneider, Sophia Horstmann, Sophie Ballmann, Xena Rodenheber.
Einstudierung, Choreografie Kostüme und Leitung: Maritta Schneider, Martina Lambert

Jugendbalett „Michael Jackson „
Alexandra Bauer, Andrea Bauer, Ann Katrin Lies, Anna Jordan, Anne Schneider, Fransiska Kremmin, Heike Dumm, Julia Brunnengräber, Lena Reimann, Lena Rothermel, Linda Schneider, Mara Rothfus, Melanie Eibner, Nicole Kessler, Nina Sauer, Selina Weis, Vanesa Werner, Vivian Petermann.
Einstudierung, Choreografie, Leitung und Kostüme Melanie Eibner unterstützt von Selina Weis

Damenbalett „Teufel“
Anette Blessing, Angelika Matecki, Christine Bender, Conny Osterloh, Jutta Haaf, Kerstin Fuhrmann, Marion Kreicha, Simone Geisler, Yusleidy Castro Garcia, Yvonne Helfert.
Choreografie Carolin Kotzur. Einstudierung: Angelika Matecki, Jutta Haaf
Kostüme: Alina Lies, Elicer Gonzales

Männerbalett „Südsee“
Andreas Wagner, Eric Bauer, Jens Rodenheber, Maladen Radisic, Thomas Endres, Michael Endres, Tobias Goll, Steffen Maurer.
Choreografie und Einstudierung: Yusleidy Castro Garcia
Sprecher der Gruppe: Jens Rodenheber
Kostüme: Alina Lies, Elicer Gonzaels



Büttenredner
Traumboy gesucht: Linda Schneider
Beamter: Armin Silber
Berufsschüler: Daniel Kreicha
Babys: Michael Endres und Michael Helfert
Jäger: Steffen Maurer

Huddelschnuddler 1. Ludwigshafener Guggemusik

Helfer:
Licht / Musik: Holger Rothermel
LMS-Musikanlage: Klaus-Jürgen Mitsch
Tech. Leitung: Armin Silber
Bühnentechnik: Bastian Nischwitz, Dominik Lies, Ingo Rothermel, Volker Kriz
Videoaufnahmen: Helmuth Endres
Schminke: Ruth Bauer, Annemarie Scholz
Dekoration: Anita Weis, Bernd Lies, Dieter Emmler, Dieter Lulay, Georg Baureis, Hans Mang, Heiko Roschig, Helmut Lulay, Jens Rodenheber, Jürgen Schneider, Martin Lies, Michael Lizinger, Norbert Weis, Ralf Lies, Sascha Pelegrini, Thomas Lulay, Wolfgang Berbner, männliche+ weiblich A+B-Jugend.
Bühnendeko: Uwe Jordan, AnnKathrin Lies, Anne Schneider, Christian Meffert
Musik: RiCHiES TWiNS



ME 7.2.10



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