Deutlicher Sieg der MJA

Männliche A-Jugend: SV Erbach – HSG Fürth/Krumbach 35:25 (16:14)

Im Derby gegen die Handballspielgemeinschaft aus dem Odenwald, bekamen die Zuschauer zu Beginn eine recht ausgeglichene Partie zu sehen. So gingen die Gastgeber mit nur zwei Toren Vorsprung in die Kabine. In Halbzeit zwei steigerte sich das Team der Erbacher jedoch und setzte sich dadurch immer weiter ab. Die Gäste konnten dem Tempo nichts mehr entgegensetzen. Der SV feierte somit nach 60 min den ersten Sieg der Saison.

Tore: Lukas Klenk (7), Bastian Seitz (6), Jonas Helfrich (6), Luca Jordan (6/2), Jacob Lulay (4), Manuel Hörr (3), Marvin Greene (1), Leo Rougelis (1), Moritz Rougelis (1)


Weibliche A-Jugend: HSG Rodenstein – SV Erbach 24:16 (12:8)

Im Auswärtsspiel bei der HSG Rodenstein, wurden die Gäste bereits am Anfang vom Gegner überrascht und mussten ab diesem Zeitpunkt einem Rückstand hinterherlaufen. Nach ein paar Minuten kam das Team allerdings ins Spiel und zeigte ab diesem Zeitpunkt eine gute Abwehrleistung mit einem guten Rückhalt von Melina Guthier im Tor. Nach einem vier Tore Rückstand zur Halbzeit konnten die Erbacher in der zweiten Halbzeit nochmal verkürzen, waren dann aber in doppelter Unterzahl und mussten den Gegner ab diesem Zeitpunkt ziehen lassen. Im nächsten Spiel gilt es die unnötigen technischen Fehler durch Unkonzentriertheiten zu entschärfen und ein höheres Tempo zu machen.

Tore: Julia Bernhardt (6/3), Lina Mayer (4), Carla Gramlich (2), Samira Lampert (2), Esther Berg (1), Franca Helfert (1)


Männliche B-Jugend I: SV Erbach – TSG Münster 36:28 (19:11)

Die Mannschaft von Trainer Carsten Bengs hatte am vierten Spieltag ein richtungsweisendes Heimspiel gegen den Nachwuchs der TSG Münster zu absolvieren. Zudem wollte man das Punktekonto nach der längeren Spielpause (bedingt durch die Herbstferien) ausgleichen, das war das ausgegeben Ziel. Zu Beginn war die Begegnung sehr ausgeglichen, bei der auf beiden Seiten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr sehr konzentriert agiert wurde. Ab der elften Minute setzte sich jedoch die Mannschaft von Trainer Bengs sukzessive von der TSG Münster ab. Entscheidender Faktor waren die geringe Fehlerquote in der Offensive und Defensive sowie eine hohe Effektivität im Angriff.  Auch eine Auszeit der TSG Münster, in Minute 13, konnte den Spielfluss der SVE Talente nicht beeinflussen. Die Spielanlage des SVE war weiterhin breit angelegt und mit sehr viel Zug zum Tor, was für die Defensive der TSG Münster bis zur Halbzeit nur schwer zu verteidigen war. Somit ging die Mannschaft von Trainer Bengs verdient mit 19:11 und einem 8 Tore Vorsprung in die Pause. Eigentlich war klar, dass wir die zweite Halbzeit so engagiert und konzentriert weiter bestreiten wollten, so Carsten Bengs zur Halbzeitansprache an seine Mannschaft. Dies gelang dem Team von Carsten Bengs. Die Defensive der TSG Münster tat sich weiter schwer und auch die Torhüter der TSG Münster waren zu diesem Zeitpunkt kein Faktor.

Konsequent konnte der Vorsprung bis Minute 33 auf 10 Tore ausgebaut werden.

Es hatte aber nun den Anschein, dass der hohe Vorsprung zur Nachlässigkeit verleitete. Für ein lockeres nach Hause spielen war noch zu viel Zeit auf der Uhr. Man hatte aber den Eindruck, dass man in der Abwehr und im Angriff kollektiv einen Gang zurückschaltete. Zum Glück dauerte diese Phase nur ca. 8 Minuten an und konnte durch die Neuformierung auf nahezu allen Positionen sowie energische Ansprache von Trainer Bengs auf Seiten des SVE zum Positiven korrigiert werden. Nichts desto trotz holte man dadurch die TSG Münster in dieser Phase zurück in die Partie und die TSG war zwischenzeitlich mit 4 Toren an den SVE Talenten dran. Ab Minute 45 konnte die Mannschaft von Trainer Bengs die Konzentration wieder steigern und sich Tor um Tor von der TSG Münster absetzen. Die Jungs des SVE hatten an diesem Tag immer eine Antwort auf den Spielverlauf parat. Am Ende konnte man das Spiel verdient mit 36:28 gewinnen und das Punktekonto nach dem vierten Spieltag auf 4:4 Punkte ausgleichen. Die Mannschaft hat sich heute erneut für Ihren Einsatz und auch die Moral in der kritischen Phase des Spiels belohnt, was mich sehr freut, so Carsten Bengs am Ende. Zwei Dinge habe ich zudem gesehen, die Mannschaft hat sich bisher durchweg sehr gut weiter entwickelt aber man kann jedoch in keinem Spiel und gegen keinen Gegner einen Gang zurückschalten. Das werden wir in den nächsten Trainingseinheiten auch nochmals ansprechen, so Trainer Bengs.

Tore: Manuel Hörr (10/3), Bastian Seitz (6), Jonas Helfrich (6), Lukas Klenk (6), Leo Rougelis (3), Marvin Greene (2), Maximilian Bänsch (2), Daniel Hülsen (1)


Männliche B-Jugend II: SV Erbach II – HSG Fürth/Krumbach II (aK) 27:29 (15:16)

Die mit Bezirksoberligaspielern aufgefüllte Reserve der HSG machte es den Gastgebern von Beginn an schwer. Auf beiden Seiten leisteten die Teams ein gutes Angriffsspiel, indem man immer wieder durch schöne Passkombinationen zum Torerfolg kam. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn die Gäste nie die Führung hergaben und beim Ausgleich immer wieder vorlegen konnten. In den letzten Minuten der Partie konnten die Erbacher zudem nochmal die letzten Kräfte mobilisieren und setzen alles daran den Ausgleich zu erzielen. Doch dafür war am Ende keine Zeit mehr und den Gästen gelang zudem erneut eine zwei Tore Führung, die letztendlich zum Sieg führte. Eine deutliche Leistungssteigerung während des Spiels machte Clemens Bartke im Tor, der sein Team vor allem in der zweiten Halbzeit im Spiel hielt.

Tore: Rion Lather (10/2), Maximilian Diesterweg (6/1), Keno Kochendörfer (3), Simon Stadler (3), Lennart Würsching (2), Luis Meffert (2), Nils Wuchert (1)


Männliche C-Jugend I: SV Erbach – HSG Hochh./Wicker 20:30 (4:13)

Beim ersten Heimspiel der Saison, mussten die Gastgeber durch den Ausfall des Torhüters Steffen Sommer ersatzgeschwächt antreten und kassierten dadurch eine herbe Niederlage. Besonders die erste Hälfte war ausschlaggebend für die deutliche Niederlage. Durch viele technische Fehler, schlechte Torabschlüsse und zu wenig Dynamik lagen die Gäste bereits zur Halbzeit mit 9 Toren in Führung. Ein ganz anders Auftreten zeigte das Team des SV Erbach in der zweiten Hälfte. Zwar konnte der Vorsprung des Gegners nicht mehr aufgeholt werden, doch einige schöne Aktionen sorgen dafür, dass man den Torabstand halten konnte. Die Trainer Maurer und Bernhardt nach dem Spiel: ‚Es ist durchaus in Ordnung gegen einen solchen Gegner zu verlegen, doch die Art und Weise vor allem in der ersten Halbzeit entsprach nicht der geforderten Leistung.‘

Tore: Louis Maurer (12), Maximilian Diesterweg (2), Nicolas Lulay (2), Arne Buschendorff (1), Konstantin Bänsch (1), Lennart Würsching (1), Philipp Preßler (1)


Männliche C-Jugend II: SV Erbach II – TV Seeheim 26:15 (11:6)

Nach einem 10 minütigen Startschwierigkeiten zeichnete sich der SV Erbach als die überlegene Mannschaft aus und spielte sich bereits zur Halbzeit einen Vorsprung raus. Dabei zeigten die Schützlinge von Thomas Bernhardt vor allem im Angriff eine geschlossene Mannschaftsleistung, da durch ordentliche Passkombinationen immer wieder Nicolas Lulay, der Haupttorschütze, freigespielt werden konnte. Durch eine gute Abwehrarbeit und dem Rückhalt der beiden Torhüter Johannes Straub und Moritz Leisler, konnten die Gegentore gering gehalten und am Ende ein deutlicher Sieg gefeiert werden.

Tore: Nicolas Lulay (13/2), Leon Bernhardt (5/1), Philipp Preßler (4), Christian Waldi (2), Arne Buschendorff (1), Max Mustermann (1)


Männliche D-Jugend: SV Erbach – TV Seeheim 16:15 (9:6)

Nur einmal gaben die Gastgeber in diesem Spiel der Führung aus der Hand, doch so schnell wie sie hergegeben war, konnte man auch schon wieder aufholen und fortan das gesamte Spiel den Abstand zum Gegner ausbauen. Bereits zur Halbzeit lag das Team des SVE mit drei Toren in Führung und nach dem Seitenwechsel wurde dieser weiter ausgebaut. Fünf Minuten vor Spielende wurde es dann nochmal knapp und die Gäste konnten in der 39. Minute auf 16:15 verkürzen. Die letzte Minute musste man deshalb mit den Gastgebern mitfiebern, doch am Ende retteten die Jungs die knappe Führung über die Zeit und konnten dadurch den zweiten Saisonsieg feiern.

Tore: Benjamin Stocks (9/1), Piet Molitor (3), Tom Rossmann (2), David Bock (1), Lars Lulay (1)

Quelle: LS

Männer und Frauen vor Auswärtsaufgaben

Männer I

Derbyzeit ist auch beim SV Erbach: Die Handballer aus dem Heppenheimer Stadtteil fahren am Sonntagabend (18 Uhr) zum Tabellenführer Tvgg Lorsch. Keine Frage, die Mannschaft aus der Klosterstadt ist bislang das Team der Stunde in der Bezirksoberliga. Vier Spiele und vier Siege katapultierten die Lorscher auf Tabellenplatz eins. Und das auch völlig zurecht und keineswegs überraschend, wie Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath betont: „Nein, das überrascht mich wirklich nicht. Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass ich die Tvgg am Ende der Runde ganz vorne erwarte.“ Auf seine Mannschaft, das weiß Flath ganz genau, warte am Sonntag eine „große Herausforderung“, bei der eine Topleistung nötig sein wird, um zu bestehen. Die Handballer der Tvgg Lorsch sind das einzige Team, das noch keine Minuspunkte auf dem Konto hat. „Wir haben die große Chance, uns vorerst weit vorne zu etablieren“, blickt Dennis Rybakov mit großer Freude auf die Tabelle, will den derzeitigen Höhenflug aber auch nicht überbewerten. Der Spielertrainer wird gegen Erbach auch wieder dabei sein, nachdem er zuletzt beim 25:23-Erfolg gegen Bensheim beruflich verhindert war. Rybakov wurde allerdings von Pascal Kärchner hervorragend vertreten, doch der Spielmacher ist froh, sich nun wieder einzig und alleine auf seinen Job auf dem Spielfeld konzentrieren zu können. „Etwas aufgeregt war ich vor dem Spiel schon“, gibt Kärchner zu. Aber das legte sich schnell, zumal seine Mitspieler ihm die Sache auch leicht machten: „Alle haben super mitgezogen. Keine Entscheidung wurde in irgendeiner Form in Frage gestellt. Die Jungs haben die Konstellation total akzeptiert“, freute sich der erfahrene Rückraum-Akteur. Dass seine Lorscher nun ganz oben stehen, ist für ihn aber auch eher eine Momentaufnahme: „Natürlich haben wir vier gute Spiele gemacht und dabei auch Mannschaften geschlagen, die durchaus gut sind. Aber die ganz dicken Brocken kommen noch.“
Eine tolle Momentaufnahme ist derweil der erste Platz im Klassement für die Handballerinnen des SV Erbach. „Tatsächlich stehen wir besser da, als wir selbst erwartet haben“, gibt SVE-Trainer Jozef Skandik vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr) bei der TGS Walldorf zu.

Derbyzeit in der Handball-BOL | Männer & Frauen

Derbyzeit ist auch beim SV Erbach: Die Handballer aus dem Heppenheimer Stadtteil fahren am Sonntagabend (18 Uhr) zum Tabellenführer Tvgg Lorsch. Keine Frage, die Mannschaft aus der Klosterstadt ist bislang das Team der Stunde in der Bezirksoberliga. Vier Spiele und vier Siege katapultierten die Lorscher auf Tabellenplatz eins. Und das auch völlig zurecht und keineswegs überraschend, wie Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath betont: „Nein, das überrascht mich wirklich nicht. Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass ich die Tvgg am Ende der Runde ganz vorne erwarte.“ Auf seine Mannschaft, das weiß Flath ganz genau, warte am Sonntag eine „große Herausforderung“, bei der eine Topleistung nötig sein wird, um zu bestehen. Die Handballer der Tvgg Lorsch sind das einzige Team, das noch keine Minuspunkte auf dem Konto hat. „Wir haben die große Chance, uns vorerst weit vorne zu etablieren“, blickt Dennis Rybakov mit großer Freude auf die Tabelle, will den derzeitigen Höhenflug aber auch nicht überbewerten. Der Spielertrainer wird gegen Erbach auch wieder dabei sein, nachdem er zuletzt beim 25:23-Erfolg gegen Bensheim beruflich verhindert war. Rybakov wurde allerdings von Pascal Kärchner hervorragend vertreten, doch der Spielmacher ist froh, sich nun wieder einzig und alleine auf seinen Job auf dem Spielfeld konzentrieren zu können. „Etwas aufgeregt war ich vor dem Spiel schon“, gibt Kärchner zu. Aber das legte sich schnell, zumal seine Mitspieler ihm die Sache auch leicht machten: „Alle haben super mitgezogen. Keine Entscheidung wurde in irgendeiner Form in Frage gestellt. Die Jungs haben die Konstellation total akzeptiert“, freute sich der erfahrene Rückraum-Akteur. Dass seine Lorscher nun ganz oben stehen, ist für ihn aber auch eher eine Momentaufnahme: „Natürlich haben wir vier gute Spiele gemacht und dabei auch Mannschaften geschlagen, die durchaus gut sind. Aber die ganz dicken Brocken kommen noch.“

Der SV Erbach schaut derweil gerne auf die Tabelle

Eine tolle Momentaufnahme ist derweil der erste Platz im Klassement für die Handballerinnen des SV Erbach. „Tatsächlich stehen wir besser da, als wir selbst erwartet haben“, gibt SVE-Trainer Jozef Skandik vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr) bei der TGS Walldorf zu.

Quelle: Echo Online 17.10.2019

Taktik von Becker geht fast auf

Eine knappe Heimniederlage musste am Sonntagabend der SV Erbach einstecken. Die Bezirksoberliga-Handballer unterlagen dem TV Siedelsbrunn 22:23 (9:14)


Für Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath stand kurz nach Spielende fest: „Die Partie haben wir in der ersten Halbzeit verloren.“ Nicht viel lief beim SVE in den ersten 30 Minuten zusammen. Nur neun eigene Treffer, dazu viele technische Fehler und Unzulänglichkeiten auch in der Defensive. „So ist es natürlich schwer zu gewinnen“, kritisierte Flath, der schon unter der Woche vor dem Siedelsbrunner Zusammenspiel am Kreis warnte. Und genau hier gelang den Gastgebern im ersten Durchgang nur selten ein Zugriff.

Besser lief es dann aber nach der Pause, begünstigt auch durch Umstellungen in der Abwehr. „Wir haben offensiver gedeckt und zwei Gegenspieler in Manndeckung genommen. Das hat ganz gut funktioniert“, lobte der Erbacher Abteilungsleiter, der sah, wie sich seine Mannschaft Tor um Tor herankämpfte. Lagen die Erbacher in der 46. Minute beim 13:19 noch mit sechs Toren hinten, kamen sie sechs Minuten später auf zwei Tore heran (17:19). Und auch die Chance auf den Ausgleich hatte der SVE, in den entscheidenden Situationen in den Schlussminuten fehlte der Mannschaft von Trainer-Rückkehrer Jens Becker aber auch das nötige Glück. So reichte es am Ende nur noch zum 22:23 durch Dario Schwiersch, mit neun Treffern erfolgreichster Erbacher Torschütze, sechs Sekunden vor der Schlusssirene. „In kämpferischer Hinsicht haben wir in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung geboten. Diese positiven Aspekte wollen wir mit in die nächsten Spiele nehmen“, erklärte Thomas Flath, wohl wissend, dass mit ein bisschen mehr Spielglück eine Punkteteilung im Bereich des Möglichen war. Die erste Hälfte gelte es hingegen aufzuarbeiten und Lehren daraus zu ziehen. Denn die nächste Aufgabe hat es für den SV Erbach wieder in sich: Am Sonntag gastiert nämlich die Mannschaft von Jens Becker beim erlustpunktfreien Spitzenreiter Tvgg Lorsch.
Tore: Schwiersch (9), Grabisch (5), Buschendorff (4/2), Röder (2), Lukas Müller (2/1)

Becker neuer Trainer in Erbach

Handball-Bezirksoberligist präsentiert alten Weggefährten als neuen Übungsleiter. Der war eigentlich schon in Ruhestand.


Positive Nachrichten vermeldet der SV Erbach vor dem Heimspiel gegen den TV Siedelsbrunn am Sonntagabend (18 Uhr). Der Handball-Bezirksoberligist präsentierte in diesen Tagen einen alten Bekannten als Nachfolger für den überraschenden Abgang seines Spielertrainers Nemanja Skrobic. Jens Becker wird ab sofort die Übungseinheiten leiten und an den Spieltagen auf der Bank sitzen.
Die Freude und Zufriedenheit bei den Verantwortlichen des SV Erbach war groß, als Jens Becker letztlich die Zusage gab. Wohl kaum ein anderer Trainer kennt Verein und Gegebenheiten im Heppenheimer Stadtteil so gut wie der Odenwälder, der zuletzt die HSG Fürth/Krumbach trainierte und nun eigentlich seinen sportlichen Ruhestand genießen wollte. Beim SV Erbach war Becker bereits zweimal als Trainer tätig. Zwischen 2003 und 2007 gelang ihm unter anderem der Landesliga-Aufstieg. Zuvor zeichnete er zwischen 1997 und 2001 als Übungsleiter verantwortlich. Umso überraschender nun das Comeback beim SVE. „Natürlich musste ich ein bisschen darüber nachdenken, schließlich hat die Zeit ohne Traineraufgaben auch seine Vorteile“, erklärt Becker, dem das freundschaftliche Verhältnis zum SV Erbach im Allgemeinen und zum Vorsitzenden Thomas Lulay im Speziellen dann doch wichtiger war. „Sie haben mich um Hilfe gebeten. Das konnte ich aufgrund dieser engen Beziehung nicht ablehnen“, gesteht Becker, der bereits die ersten Trainingseinheiten leitete und einen positiven Eindruck von seiner neuen Mannschaft bekommen konnte. „Die Jungs haben schon ordentlich mitgezogen und waren engagiert bei der Sache“, freut sich Jens Becker, der sein Engagement beim SV Erbach bislang noch nicht zeitlich fixiert hat. „Das hängt jetzt auch ein bisschen an den Jungs selbst. Wenn ich sehe, dass die Mannschaft nicht mitzieht und die Einheiten unter der Woche nur mäßig besucht sind, bin ich auch ganz schnell wieder weg“, sagt der neue Erbacher Trainer, der sich aber keine allzu großen Sorgen darüber macht, dass seine Spieler nicht entsprechend mitziehen werden. Für Thomas Flath, Abteilungsleiter des SV Erbach, ist das Comeback von Jens Becker ein Glücksfall: „Wir sind froh darüber, dass wir mit ihm so schnell einen kompetenten Trainer gewinnen konnten, der den Verein bestens kennt und zudem gut mit jungen Spielern arbeiten kann“, freut sich Flath.

Unverhofft guter Start des SV Erbach

Als Tabellenführer gehen die Bezirksoberliga-Handballerinnen des SV Erbach in die Pause. Mit 5:1 Punkten und dem besten Torverhältnis haben die Spielerinnen von Trainer Jozef Skandik die eigenen Erwartungen bislang übertroffen.


Der Coach will trotz des gelungenen Starts nicht in allzu große Euphorie verfallen, wie er nach dem 42:35 (22:14)-Erfolg gegen die SG Arheilgen betonte: „Wir nehmen diese Position gerne so hin. Das war aber definitiv zu Saisonbeginn nicht geplant. Der Start verlief besser, als wir das für diese Zeit geplant hatten“, so Jozef Skandik. Gegen Arheilgen entwickelte sich von Beginn an eine tempo- und torreiche Partie, die beiden jungen Mannschaften vernachlässigten etwas die Defensive, dafür fielen Treffer im Halbminuten-Takt. Besonders die Erbacherinnen fanden durch schnelle Passkombinationen und druckvolle Eins-gegen-Eins-Aktionen immer wieder die Lücken. Nach dem 6:5 setzte sich die Skandik-Mannschaft auf 12:8 (14.) ab und baute den Vorsprung auf 20:11 (25.) aus.
Obligatorischer Durchhänger, dann läuft es wieder
Nach der Pause leistete sich der SVE den fast schon obligatorischen Durchhänger, Arheilgen verkürzte mehrfach auf drei Tore und durfte letztmals beim 22:25 (39.) auf einen Punktgewinn hoffen. Danach lief das Erbacher Spiel wieder wie am Schnürchen und beim 29:23 (42.) waren die Verhältnisse wieder geradegerückt. „Insgesamt war das eine tolle Mannschaftsleistung mit vielen Torschützinnen und einer guten Stimmung innerhalb des Teams“, meinte Skandik danach. Mit der Zahl der erzielten Treffer war der Trainer natürlich sehr zufrieden, gab aber auch zu: „Es wäre schon schön gewesen, ein paar Gegentore weniger zu kassieren.“ Dies zeige aber auch die Qualität Arheilgens, doch an diesem Abend waren die Erbacherinnen den entscheidenden Tick besser.

SV Erbach gegen SG Arheilgen in Bestbesetzung

Der SV Erbach ist gut aus den Startlöchern gekommen. Nach dem Erfolg gegen Bieberau-Modau kann Trainer Jozef Skandik auch mit dem 24:24 vom vergangenen Wochenende gegen Siedelsbrunn sehr gut leben. Jetzt soll im Heimspiel gegen die SG Arheilgen (Sonntag, 18 Uhr) wieder ein Sieg eingefahren und damit der Platz in der vorderen Tabellenhälfte untermauert werden. Den Erbacherinnen spielt in die Karten, dass sie wieder in Bestbesetzung antreten können: Die zuletzt vermissten Leistungsträgerinnen Desiree Bock und Anna Jordan sind wieder dabei. Für Bock ist es das Saisondebüt, Jordan zeigte schon mit ihren zehn Treffern gegen Bieberau/Modau, wie wichtig sie für ihr Team ist. Mit den beiden ist das junge SVE-Team noch schwerer auszurechnen, und entsprechend steigen auch die Chancen im Spiel gegen Arheilgen, das aber schon mit einem 29:26-Sieg gegen Fürth/Krumbach aufhorchen ließ. „Die Mannschaft ist gut drauf und will zwei Punkte“, strahlt Skandik Zuversicht aus.

SV Erbach hat plötzlich ein Trainerproblem

Spielertrainer Nemanja Skrobic verabschiedet sich ohne Vorwarnung. Bei der 22:30-Niederlage in Bensheim zeigt sich die Mannschaft dennoch von ihrer kämpferischen Seite.


Eine klare Auswärtsniederlage gab es für den SV Erbach zu verkraften. Die Handballer verloren in der Bezirksoberliga beim Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach mit 22:30 (12:16). Deutlich schwerer als die Niederlage in Bensheim wog für die Erbacher aber eine personelle Entwicklung der vergangenen Woche. Völlig überraschend und ohne Vorwarnung verabschiedete sich Spielertrainer Nemanja Skrobic von Mannschaft und Verein aus dem Heppenheimer Stadtteil. Entgegen aufkommender Gerüchte handelte es sich aber keineswegs um eine „Flucht“ oder ähnlichem des Handballers. „Er hat mir seine persönlichen Gründe erklärt, und ich kann diese auch nachvollziehen“, erklärte Abteilungsleiter Thomas Flath auf Nachfrage dieser Zeitung, zeigte sich von Skrobics Entscheidung aber dennoch überrascht: „Natürlich waren wir auf eine solche Situation zu Beginn der Saison nicht vorbereitet. Nemanja hat aber seine Gründe vor der Mannschaft erklärt, und wir müssen diese akzeptieren“, betonte Flath, der sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger begeben muss. Und da sind die ersten Gespräche bereits am Laufen. Nur gut, dass das nächste Wochenende ein spielfreies ist und sich dem SV Erbach so die Möglichkeit bietet, einen neuen Coach zu präsentieren. Und der wird, so die Vorstellung des Abteilungsleiters, von außen zu den Erbachern stoßen. Bis dahin werden Andreas Lulay und Martin Guthier die Trainingseinheiten leiten.
Für das Spiel der Erbacher bei der HSG Bensheim/Auerbach war der Abgang Skrobics freilich alles andere als förderlich. Und dennoch zeigte sich die Mannschaft gewillt, auch beim starken Aufsteiger Zählbares mit nach Hause zu nehmen. „Mit ein bisschen Glück wäre für uns vielleicht etwas drin gewesen. Doch zahlreiche Latten- und Pfostentreffer haben verhindert, dass wir das Spiel enger gestalten konnten“, sagte Thomas Flath, der das Ergebnis letztlich als „zu deutlich ausgefallen“ bewertete. Gut gefallen hatte ihm, dass sich die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt aufgab und immer gegen die Auswärtsniederlage ankämpfte. Paul Buschendorff war dabei mit elf Treffern erfolgreichster Erbacher Werfer.

SV Erbach hat Respekt vor Göbel und Kuch

Zweites Derby in Folge in der Handball-Bezirksoberliga. TV Lampertheim muss ersatzgeschwächt antreten, während die HSG Weschnitztal die ersten Punkte einfahren will.


„Natürlich wollen wir gewinnen“, gibt sich derweil Moritz Brandt, Trainer der Bensheimer, selbstbewusst. „Wir sind zu Hause, haben Selbstvertrauen getankt und wollen gleich nachlegen“, erklärt der Coach rückblickend auf den 35:32-Erfolg gegen Siedelsbrunn. Gleichzeitig warnt Brandt aber auch vor dem Gegner: „Erbach hat eine gute Mannschaft und ist sicherlich stärker einzuschätzen als noch letzte Runde.“