Taktik von Becker geht fast auf

Eine knappe Heimniederlage musste am Sonntagabend der SV Erbach einstecken. Die Bezirksoberliga-Handballer unterlagen dem TV Siedelsbrunn 22:23 (9:14)


Für Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath stand kurz nach Spielende fest: „Die Partie haben wir in der ersten Halbzeit verloren.“ Nicht viel lief beim SVE in den ersten 30 Minuten zusammen. Nur neun eigene Treffer, dazu viele technische Fehler und Unzulänglichkeiten auch in der Defensive. „So ist es natürlich schwer zu gewinnen“, kritisierte Flath, der schon unter der Woche vor dem Siedelsbrunner Zusammenspiel am Kreis warnte. Und genau hier gelang den Gastgebern im ersten Durchgang nur selten ein Zugriff.

Besser lief es dann aber nach der Pause, begünstigt auch durch Umstellungen in der Abwehr. „Wir haben offensiver gedeckt und zwei Gegenspieler in Manndeckung genommen. Das hat ganz gut funktioniert“, lobte der Erbacher Abteilungsleiter, der sah, wie sich seine Mannschaft Tor um Tor herankämpfte. Lagen die Erbacher in der 46. Minute beim 13:19 noch mit sechs Toren hinten, kamen sie sechs Minuten später auf zwei Tore heran (17:19). Und auch die Chance auf den Ausgleich hatte der SVE, in den entscheidenden Situationen in den Schlussminuten fehlte der Mannschaft von Trainer-Rückkehrer Jens Becker aber auch das nötige Glück. So reichte es am Ende nur noch zum 22:23 durch Dario Schwiersch, mit neun Treffern erfolgreichster Erbacher Torschütze, sechs Sekunden vor der Schlusssirene. „In kämpferischer Hinsicht haben wir in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung geboten. Diese positiven Aspekte wollen wir mit in die nächsten Spiele nehmen“, erklärte Thomas Flath, wohl wissend, dass mit ein bisschen mehr Spielglück eine Punkteteilung im Bereich des Möglichen war. Die erste Hälfte gelte es hingegen aufzuarbeiten und Lehren daraus zu ziehen. Denn die nächste Aufgabe hat es für den SV Erbach wieder in sich: Am Sonntag gastiert nämlich die Mannschaft von Jens Becker beim erlustpunktfreien Spitzenreiter Tvgg Lorsch.
Tore: Schwiersch (9), Grabisch (5), Buschendorff (4/2), Röder (2), Lukas Müller (2/1)

Becker neuer Trainer in Erbach

Handball-Bezirksoberligist präsentiert alten Weggefährten als neuen Übungsleiter. Der war eigentlich schon in Ruhestand.


Positive Nachrichten vermeldet der SV Erbach vor dem Heimspiel gegen den TV Siedelsbrunn am Sonntagabend (18 Uhr). Der Handball-Bezirksoberligist präsentierte in diesen Tagen einen alten Bekannten als Nachfolger für den überraschenden Abgang seines Spielertrainers Nemanja Skrobic. Jens Becker wird ab sofort die Übungseinheiten leiten und an den Spieltagen auf der Bank sitzen.
Die Freude und Zufriedenheit bei den Verantwortlichen des SV Erbach war groß, als Jens Becker letztlich die Zusage gab. Wohl kaum ein anderer Trainer kennt Verein und Gegebenheiten im Heppenheimer Stadtteil so gut wie der Odenwälder, der zuletzt die HSG Fürth/Krumbach trainierte und nun eigentlich seinen sportlichen Ruhestand genießen wollte. Beim SV Erbach war Becker bereits zweimal als Trainer tätig. Zwischen 2003 und 2007 gelang ihm unter anderem der Landesliga-Aufstieg. Zuvor zeichnete er zwischen 1997 und 2001 als Übungsleiter verantwortlich. Umso überraschender nun das Comeback beim SVE. „Natürlich musste ich ein bisschen darüber nachdenken, schließlich hat die Zeit ohne Traineraufgaben auch seine Vorteile“, erklärt Becker, dem das freundschaftliche Verhältnis zum SV Erbach im Allgemeinen und zum Vorsitzenden Thomas Lulay im Speziellen dann doch wichtiger war. „Sie haben mich um Hilfe gebeten. Das konnte ich aufgrund dieser engen Beziehung nicht ablehnen“, gesteht Becker, der bereits die ersten Trainingseinheiten leitete und einen positiven Eindruck von seiner neuen Mannschaft bekommen konnte. „Die Jungs haben schon ordentlich mitgezogen und waren engagiert bei der Sache“, freut sich Jens Becker, der sein Engagement beim SV Erbach bislang noch nicht zeitlich fixiert hat. „Das hängt jetzt auch ein bisschen an den Jungs selbst. Wenn ich sehe, dass die Mannschaft nicht mitzieht und die Einheiten unter der Woche nur mäßig besucht sind, bin ich auch ganz schnell wieder weg“, sagt der neue Erbacher Trainer, der sich aber keine allzu großen Sorgen darüber macht, dass seine Spieler nicht entsprechend mitziehen werden. Für Thomas Flath, Abteilungsleiter des SV Erbach, ist das Comeback von Jens Becker ein Glücksfall: „Wir sind froh darüber, dass wir mit ihm so schnell einen kompetenten Trainer gewinnen konnten, der den Verein bestens kennt und zudem gut mit jungen Spielern arbeiten kann“, freut sich Flath.

Unverhofft guter Start des SV Erbach

Als Tabellenführer gehen die Bezirksoberliga-Handballerinnen des SV Erbach in die Pause. Mit 5:1 Punkten und dem besten Torverhältnis haben die Spielerinnen von Trainer Jozef Skandik die eigenen Erwartungen bislang übertroffen.


Der Coach will trotz des gelungenen Starts nicht in allzu große Euphorie verfallen, wie er nach dem 42:35 (22:14)-Erfolg gegen die SG Arheilgen betonte: „Wir nehmen diese Position gerne so hin. Das war aber definitiv zu Saisonbeginn nicht geplant. Der Start verlief besser, als wir das für diese Zeit geplant hatten“, so Jozef Skandik. Gegen Arheilgen entwickelte sich von Beginn an eine tempo- und torreiche Partie, die beiden jungen Mannschaften vernachlässigten etwas die Defensive, dafür fielen Treffer im Halbminuten-Takt. Besonders die Erbacherinnen fanden durch schnelle Passkombinationen und druckvolle Eins-gegen-Eins-Aktionen immer wieder die Lücken. Nach dem 6:5 setzte sich die Skandik-Mannschaft auf 12:8 (14.) ab und baute den Vorsprung auf 20:11 (25.) aus.
Obligatorischer Durchhänger, dann läuft es wieder
Nach der Pause leistete sich der SVE den fast schon obligatorischen Durchhänger, Arheilgen verkürzte mehrfach auf drei Tore und durfte letztmals beim 22:25 (39.) auf einen Punktgewinn hoffen. Danach lief das Erbacher Spiel wieder wie am Schnürchen und beim 29:23 (42.) waren die Verhältnisse wieder geradegerückt. „Insgesamt war das eine tolle Mannschaftsleistung mit vielen Torschützinnen und einer guten Stimmung innerhalb des Teams“, meinte Skandik danach. Mit der Zahl der erzielten Treffer war der Trainer natürlich sehr zufrieden, gab aber auch zu: „Es wäre schon schön gewesen, ein paar Gegentore weniger zu kassieren.“ Dies zeige aber auch die Qualität Arheilgens, doch an diesem Abend waren die Erbacherinnen den entscheidenden Tick besser.

SV Erbach gegen SG Arheilgen in Bestbesetzung

Der SV Erbach ist gut aus den Startlöchern gekommen. Nach dem Erfolg gegen Bieberau-Modau kann Trainer Jozef Skandik auch mit dem 24:24 vom vergangenen Wochenende gegen Siedelsbrunn sehr gut leben. Jetzt soll im Heimspiel gegen die SG Arheilgen (Sonntag, 18 Uhr) wieder ein Sieg eingefahren und damit der Platz in der vorderen Tabellenhälfte untermauert werden. Den Erbacherinnen spielt in die Karten, dass sie wieder in Bestbesetzung antreten können: Die zuletzt vermissten Leistungsträgerinnen Desiree Bock und Anna Jordan sind wieder dabei. Für Bock ist es das Saisondebüt, Jordan zeigte schon mit ihren zehn Treffern gegen Bieberau/Modau, wie wichtig sie für ihr Team ist. Mit den beiden ist das junge SVE-Team noch schwerer auszurechnen, und entsprechend steigen auch die Chancen im Spiel gegen Arheilgen, das aber schon mit einem 29:26-Sieg gegen Fürth/Krumbach aufhorchen ließ. „Die Mannschaft ist gut drauf und will zwei Punkte“, strahlt Skandik Zuversicht aus.

SV Erbach hat plötzlich ein Trainerproblem

Spielertrainer Nemanja Skrobic verabschiedet sich ohne Vorwarnung. Bei der 22:30-Niederlage in Bensheim zeigt sich die Mannschaft dennoch von ihrer kämpferischen Seite.


Eine klare Auswärtsniederlage gab es für den SV Erbach zu verkraften. Die Handballer verloren in der Bezirksoberliga beim Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach mit 22:30 (12:16). Deutlich schwerer als die Niederlage in Bensheim wog für die Erbacher aber eine personelle Entwicklung der vergangenen Woche. Völlig überraschend und ohne Vorwarnung verabschiedete sich Spielertrainer Nemanja Skrobic von Mannschaft und Verein aus dem Heppenheimer Stadtteil. Entgegen aufkommender Gerüchte handelte es sich aber keineswegs um eine „Flucht“ oder ähnlichem des Handballers. „Er hat mir seine persönlichen Gründe erklärt, und ich kann diese auch nachvollziehen“, erklärte Abteilungsleiter Thomas Flath auf Nachfrage dieser Zeitung, zeigte sich von Skrobics Entscheidung aber dennoch überrascht: „Natürlich waren wir auf eine solche Situation zu Beginn der Saison nicht vorbereitet. Nemanja hat aber seine Gründe vor der Mannschaft erklärt, und wir müssen diese akzeptieren“, betonte Flath, der sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger begeben muss. Und da sind die ersten Gespräche bereits am Laufen. Nur gut, dass das nächste Wochenende ein spielfreies ist und sich dem SV Erbach so die Möglichkeit bietet, einen neuen Coach zu präsentieren. Und der wird, so die Vorstellung des Abteilungsleiters, von außen zu den Erbachern stoßen. Bis dahin werden Andreas Lulay und Martin Guthier die Trainingseinheiten leiten.
Für das Spiel der Erbacher bei der HSG Bensheim/Auerbach war der Abgang Skrobics freilich alles andere als förderlich. Und dennoch zeigte sich die Mannschaft gewillt, auch beim starken Aufsteiger Zählbares mit nach Hause zu nehmen. „Mit ein bisschen Glück wäre für uns vielleicht etwas drin gewesen. Doch zahlreiche Latten- und Pfostentreffer haben verhindert, dass wir das Spiel enger gestalten konnten“, sagte Thomas Flath, der das Ergebnis letztlich als „zu deutlich ausgefallen“ bewertete. Gut gefallen hatte ihm, dass sich die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt aufgab und immer gegen die Auswärtsniederlage ankämpfte. Paul Buschendorff war dabei mit elf Treffern erfolgreichster Erbacher Werfer.

SV Erbach hat Respekt vor Göbel und Kuch

Zweites Derby in Folge in der Handball-Bezirksoberliga. TV Lampertheim muss ersatzgeschwächt antreten, während die HSG Weschnitztal die ersten Punkte einfahren will.


„Natürlich wollen wir gewinnen“, gibt sich derweil Moritz Brandt, Trainer der Bensheimer, selbstbewusst. „Wir sind zu Hause, haben Selbstvertrauen getankt und wollen gleich nachlegen“, erklärt der Coach rückblickend auf den 35:32-Erfolg gegen Siedelsbrunn. Gleichzeitig warnt Brandt aber auch vor dem Gegner: „Erbach hat eine gute Mannschaft und ist sicherlich stärker einzuschätzen als noch letzte Runde.“

Steigerung nach der Pause

Der Saisonstart des SV Erbach in der Frauenhandball-Bezirksoberliga ist nach Anlaufschwierigkeiten geglückt. 


Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ist der Saisonstart des SV Erbach in der Frauenhandball-Bezirksoberliga geglückt. Die HSG Fürth/Krumbach unterlag mit einer Rumpfmannschaft, während die FSG Biblis/Gernsheim den zweiten Saisonsieg feierte.

HSG Bieberau – SV Erbach 24:31 (11:13). „Wir waren nicht direkt bei 100 Prozent“, meinte Erbachs Übungsleiter Jozef Skandik, „haben uns dann aber gesteigert und verdient gewonnen“. Besonders die Deckung stand nach dem 7:10 (23.) besser, und schon zur Pause führte der SVE mit 13:11. Nach dem Seitenwechsel bauten die Erbacherinnen dann ihre Führung allmählich aus und hatten nach dem 23:18 (51.) auch den längeren Atem und gewannen noch deutlich mit 31:24. „Ein guter Rückhalt waren auch unsere Torhüterinnen Ann-Katrin Lies und Linsa Schneider, die sechs von zehn Strafwürfen pariert haben“, lobte Skandik.
Tore: Selin Schneider (10), Anna Jordan (10/4), Hanna Lambert (4), Anne Meffert (2), Katrin Lambert, Lisa Pfeifer, Kim Schneider, Franziska Lulay, Carla Gramlich (je 1)

Die ersten zwei Punkte in der Oberliga – MJB I

Weibliche A-Jugend: SV Erbach – HSG Fürth/Krumbach 21:33 (9:16)

Zum Saisonauftakt trafen die Erbacher Mädels direkt auf den wohl stärksten Gegner der Saison. Die Gäste führten schnell und bauten den Vorsprung zur Halbzeit bereits deutlich aus. Neben drei wichtigen Spielerinnen, die bei diesem Spiel fehlten, waren auch einige technische Fehler ausschlaggebend dafür, dass die Gastgeberinnen schnell ins Hintertreffen gerieten und am Ende eine deutliche Niederlage kassierten. Die guten Ansätze die das Team phasenweise zeigten geben jedoch Hoffnung für die nächsten Spiele. In einer dreiwöchigen Spielpause sollen nun die Defizite aus diesem Spiel aufgearbeitet werden. Hervorzuheben war in diesem Spiel jedoch, dass sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

Tore: Julia Bernhardt (8), Carla Gramlich (4/3), Bianca Rothermel (3), Julia Büttel (2), Franca Helfert (2), Esther Berg (1), Samira Lampert (1)


Männliche B-Jugend I: HSG Dutenh./Münchholzh. – SV Erbach 34:39 (15:18)

Die Mannschaft von Trainer Carsten Bengs hatte am zweiten Spieltag ein schweres Auswärtsspiel beim Nachwuchs des Bundesligisten HSG Wetzlar (der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen) zu absolvieren. Der Gegner war vom Spielsystem ähnlich einzuschätzen wie der Auftaktgegner am vergangenen Wochenende, der TV Hüttenberg. Es galt also in Vorbereitung dieses Auswärtsspiels die positiven Dinge aus dem TV Hüttenberg Spiel (vor allem die zweite Halbzeit) mitzunehmen und konzentriert umzusetzen.

Dies gelang zu Beginn der Partie in der Offensive fast nicht, da die Nervosität erneut zu spüren war.In dieser Phase konnte man sich jedoch auf den kompletten Abwehrverband verlassen, sodass sich der Gegner nur ein geringes Polster erspielen konnte. Dies konnte dann auch in der Folge schnell ausgeglichen werden (7:7 – Min. `9). Es entwickelte sich bereits in der ersten Halbzeit ein Schlagabtausch der Offensivreihen auf sehr hohem Niveau. Das Spiel war von unglaublichem Tempo beider Mannschaften geprägt, was die Talente von Trainer Bengs im Spielverlauf sukzessive besser zu nutzen wussten. Die Chancenverwertung auf Seiten des SVE war sehr gut und auch die Torhüterleistung war da. Somit ging die Mannschaft des SVE mit einem hochverdienten 14:18 in die Pause. Eigentlich war klar, dass wir die zweite Halbzeit so engagiert und konzentriert weiter bestreiten wollten, so Carsten Bengs zur Halbzeitansprache an seine Mannschaft.

Dies wollte in den ersten 5 Min. der zweiten Halbzeit noch nicht so recht gelingen, denn der Gegner schaffte es den Rückstand aufgrund anfänglicher Ungenauigkeiten im Abschluss selbst in eine 21:20 Führung um zu münzen (Min. `31). Nun war die Moral des SVE gefragt. Mit einem 3:0 Lauf konnte die Mannschaft von Carsten Bengs auf diesen anfänglichen Rückschlag kurz nach der Halbzeit antworten, was dem Gegner dann auch anzumerken war. Somit entwickelte sich eine sehr hektische Schlussphase, die teils von hartem Spiel und einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung fast in die falsche Richtung beeinflusst wurde.

Die Jungs des SVE hatten aber an diesem Tag immer eine Antwort auf den Spielverlauf parat, was spätestens beim Zwischenstand von 28:35 (Min. `46) zu erkennen war, dieses Spiel konnte heute nur einen Sieger haben, den SVE. Somit gewannen die Talente von Carsten Bengs am Ende verdient mit 34:39 und schoben sich in der Oberliga Tabelle nun auf Rang 4 vor.

Heute hat sich die Mannschaft für Ihren Einsatz, den Willen und auch die Moral in kritischen Phasen des Spiels belohnt, was mich sehr für die Mannschaft und mich als Trainer freut, so Carsten Bengs am Ende. Auf diese Leistung können die Jungs für den Moment stolz sein. Ausruhen werden wir uns jedoch darauf nicht, richtete Carsten Bengs gleich wieder den Blick nach vorne.

Tore: Bastian Seitz (15), Manuel Hörr (7/2), Jacob Lulay (5), Maximilian Bänsch (4), Jonas Helfrich (3), Marvin Greene (2), Leo Rougelis (2), Lukas Klenk (1)


Männliche C-Jugend I: SG Egelsbach – SV Erbach 24:22 (11:11)

Mit einer unglücklichen Niederlage startete das Oberligateam der männlichen C-Jugend am vergangenen Wochenende in die neue Saison. Dabei war das Spiel noch bis zur 37. Minute völligst offen und die Gäste hatten durchaus Chancen auf einen Punktgewinn. Mehrere unkonzentrierte Aktionen spielten dem SG Egelsbach dann jedoch in die Karten und die Gäste konnten sich einen Vorsprung erarbeiten, den die Erbacher nicht mehr einholen konnten. Besonders Steffen Sommer im Tor hielt sein Team durch starke Paraden immer wieder im Spiel. David Maurer und Thomas Bernhardt nach dem Spiel: ‚Im entscheidenden Moment haben wir leider zu viele Fehler gemacht, die Egelsbach eiskalt ausnutzte. Im großen und ganzen sind wir jedoch mit der Leistung der Jungs, die eine wahnsinnig schwere Saison vor der Brust haben, zufrieden.’

Tore: Louis Maurer (10/1), Lennart Würsching (5), Max Diesterweg (3), Nicolas Lulay (2), Konstantin Bänsch (2)


Männliche C-Jugend II: TV Büttelborn II – SV Erbach 23:34 (13:20)

Von Beginn an waren die Gastgeber hoch konzentriert und ließen dadurch den Gästen keine Chance ins Spiel zu finden. Schnell konnte ein deutlicher Vorsprung erzielt werden, den man bis zum Spielende sogar noch ausbauen konnte. Die Basis für den deutlichen Sieg war eine stabile Abwehr, aus der durch Ballgewinne, ein schnelles Umschaltspiel entstehen konnte. Mit einer guten Chancenauswertung war dem Team der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Tore: Konstantin Bänsch (13), Nicolas Lulay (9), Arne Buschendorff (4), Leon Bernhardt (3), Philipp Preßler (3), Christian Waldi (2)


Männliche E-Jugend: HSG Fürth/Krumbach – SV Erbach 19:19 (11:11)

Gegen einen starken Gegner sicherte sich die Mannschaft aus Erbach den ersten Punkt in dieser Saison. Dabei blieb das Spiel bis zum Schluss spannend und ausgeglichen. In der letzten Sekunde verwandelte Tom Rossmann seinen zweiten Penalty in diesem Spiel zu einem sicheren Tor und damit zum Ausgleich. Da sich beide Teams in dieser Partie auf Augenhöhe begegneten war die Punkteteilung am Ende mehr als gerecht. David Weis konnte sich besonders in der Spielform 3 gegen 3 herausheben und durch das Zusammenspiel mit seinen Mitspielern, viele schöne Tore erzielen.

Tore: David Weis (11), Tom Rossmann (6), Moritz Arnold (1), David Bock (1)


Weibliche E-Jugend: TV Büttelborn – SV Erbach 12:4 (8:1)

Den Gastgebern waren die Erbacherinnen in diesem Spiel körperlich deutlich unterlegen. Erst in der zweiten Halbzeit kamen die Mädels besser ins Spiel und konnten den Angriffen der Gegner besser stand halten. Jedoch konnte der große Rückstand aus der ersten Halbzeit hier schon nicht mehr aufgeholt werden. Verbesserungswürdig war in diesem Spiel vor allem die Chancenverwertung, – wäre diese besser gewesen, wäre die Niederlage nicht ganz so hoch ausgefallen.

Tore: Luisa Preßler (2), Hannah Guthier (1), Lina Stilgenbauer (1)

Quelle: LS

Remis im Heppenheimer Handball-Derby

Paul Buschendorff rettet dem SV Erbach im Handball-Bezirksoberliga-Derby beim HC VfL Heppenheim einen Zähler. Bis zur Schlusssirene war es nicht mehr lang.


Das erste Stadt-Derby der noch jungen Saison in der Handball-Bezirksoberliga endete mit einer Punkteteilung. Nach 60 spannenden Minuten trennten sich der SV Erbach und der HC VfL Heppenheim am Samstagabend vor rund 300 Zuschauern in der Mehrzweckhalle mit 26:26 (11:11).

Die letzten Sekunden hatten es in sich. 33 Sekunden vor dem Ende hatte Rouven Werle den HC VfL mit 26:25 in Führung geworfen. Kurz zuvor hatte Erbachs spielender Trainer Nemanja Skrobic eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten, alles sah nach einem knappen Auswärtssieg für die Heppenheimer aus. Doch drei Sekunden vor der Schlusssirene traf Paul Buschendorff zum Ausgleich. Danach wurde es nochmals hektisch: Foulspiel an Gäste-Akteur Daniel Schneider, ein schnell ausgeführter Anwurf in Richtung leeres Erbacher Tor, rote Karte gegen Moritz Lulay – das Unentschieden hatte letztlich aber trotzdem Bestand. Die Diskussionen in beiden Lagern waren jedoch nach dem Spiel nicht beendet. Stein des Anstoßes: Hätte das Schiedsrichtergespann mit der roten Karte automatisch auf Siebenmeter für den HC VfL entscheiden müssen? Die Meinungen gingen auseinander, an der Entscheidung gab es aus Sicht der beiden Unparteiischen aber nichts mehr zu rütteln. So stand am Ende eine Punkteteilung, die aufgrund der Ausgeglichenheit in den 60 Minuten zuvor auch in Ordnung ging. „Am Ende war doch noch Derbystimmung in der Halle. Hätten wir unsere vielen freien Chancen auch in Tore umgemünzt, hätten wir das Spiel gewonnen“, erklärte Heppenheims Trainer Timo Leister, der seiner Mannschaft eine gute Leistung in der Abwehr attestierte, vorne aber doch erhebliche Probleme sah.
Spiel ist lange kein handballerischer Leckerbissen
Beide Mannschaften starteten nervös in das Derby. Viele Fehler auf beiden Seiten prägten ein Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidend abzusetzen vermochte. Bastian Flath im Tor der Erbacher und Andreas Ginader bei den Heppenheimern wussten sich schon in der ersten Halbzeit auszuzeichnen. Schön anzusehen war die Partie wahrlich nicht. „Nein, ein handballerischer Leckerbissen war das ganz sicher nicht. Bei uns hat man doch gemerkt, dass es das erste Saisonspiel war. Wir waren doch ein bisschen nervös und haben uns einige Fehler erlaubt“, betonte SVE-Abteilungsleiter Thomas Flath, der ein ordentliches Angriffsspiel seiner Mannschaft, Verbesserungspotenzial aber in der Defensive sah.
Ausgeglichen verlief nach dem 11:11 zur Pause auch der zweite Durchgang. Einzig Mitte der zweiten Halbzeit schaffte es der SV Erbach zwischenzeitlich, sich einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erspielen. Und auch neun Minuten vor dem Ende, die Gastgeber lagen 23:21 vorne, wirkte das Spiel des HC VfL zunächst noch seltsam emotionslos. „40 Minuten lang ist das Spiel so dahingeplätschert. Einige haben wohl gedacht, dass wir das Derby mit 90 Prozent Einsatz gewinnen können. Das können wir aber gegen keinen Gegner dieser Liga“, kritisierte Timo Leister, der in der Schlussphase dann doch noch eine engagiertere eigene Mannschaft sah. Als die Heppenheimer dann kurz vor dem Ende in Führung gingen, sah es doch noch nach einem Auswärtssieg aus. Bis Paul Buschendorff mit seinem siebten Treffer für Jubel beim SV Erbach sorgte.
„Ich denke schon, dass der Punkt in Ordnung geht und wir damit auch zufrieden sein können“, sagte Thomas Flath.
Tore: Lukas Müller (8/5), Buschendorff (7), Skrobic (4), Grabisch, Grebe, Jordan (je 2), Luca Röder (1)

Es geht gleich in die Vollen zwischen Heppenheim und Erbach

Das Stadtderby in der Handball-Bezirksoberliga Darmstadt ist gleich ein echter Gradmesser für die Mannschaften.


Der zweite Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga hat es gleich in sich. Am Samstag (19.15 Uhr) empfängt der SV Erbach den HC VfL Heppenheim in der Mehrzweckhalle zum ersten Stadtderby der noch jungen Saison.

Während die Mannschaft von Trainer Timo Leister am vergangenen Freitag bereits ihre Saisonpremiere feierte und gegen Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach 27:23 gewann, durften die Erbacher noch zuschauen. Ihr eigentlich für das vergangene Wochenende terminierte Auswärtsspiel in Rüsselsheim wurde auf Wunsch des Gegners verlegt. So durfte der SVE noch ein spielfreies Wochenende genießen und Augenzeuge des Heppenheimer Sieges gegen Bensheim/Auerbach sein. Das, was Abteilungsleiter Thomas Flath zu sehen bekam, war ein HC VfL, der zum Rundenauftakt noch so einige Probleme hatte. „Beide Mannschaften haben sich schwer getan. Es ist aber auch verständlich, dass beim ersten Spiel der Saison noch nicht alles funktionieren kann“, sagt Flath, der aber eine wichtige Erkenntnis mit in das Derby am Samstagabend nehmen kann: „Mit Andreas Ginader haben die Heppenheimer einen richtig starken Torhüter. Auf ihn müssen wir uns einstellen, vor allem aber auf unsere eigene Leistung konzentrieren“, weiß der Erbacher Abteilungsleiter, auf was es im Derby ankommt.
Eine volle Nibelungenhalle hatte der HC VfL gegen die HSG, eine volle Mehrzweckhalle erwartet Flath nun gegen den Kontrahenten aus der Kreisstadt. Und eine eigene Mannschaft, die vor allem in der Abwehr konzentriert und aggressiv zu Werke gehen muss. „Natürlich ist der HC VfL Favorit. Wir werden aber unsere Chance suchen. Und wenn sich die bietet, wollen wir auch gewinnen“, gibt sich Flath kämpferisch. Personell dürften bei den Erbachern am Samstagabend auch die zurzeit kranken Spieler wieder zur Verfügung stehen.
Davon kann beim HC VfL Heppenheim keine Rede sein. Trainer Timo Leister hatte schon in der Vorbereitung mit verletzten Spielern zu kämpfen. Besser sieht es aktuell nicht aus. Ganz im Gegenteil: Neben den Langzeitverletzten droht nun auch noch Markus Hafner wegen einer Ellenbogenverletzung auszufallen. Hinzu gesellen sich Spieler, die krank das Bett hüten und bislang nicht trainieren konnten. Und dennoch: Bei den Heppenheimern herrscht Vorfreude vor dem Stadtvergleich. „Natürlich sind die Derbys gegen den SV Erbach immer etwas Besonderes. Trotz des Trends der vergangenen Spiele gegeneinander ist ein Derby immer noch ein Derby“, weiß Leister, der sich auf die Partie am Samstag freut und im Gegensatz zu Thomas Flath keinen Favoriten sieht: „Die Chancen stehen bei 50:50. Der SVE hat in Spielertrainer Nemanja Skrobic einen der besten Spieler der Bezirksoberliga.“