Für den SV Erbach gibt es nichts zu holen

Beim starken Aufsteiger TV Groß-Rohrheim verliert der abstiegsbedrohte der Handball-Bezirksoberligist mit 22:35 (9:15). Viel ausgerechnet hatten sich die Erbacher aber eh nicht.


Nichts zu holen gab es am Samstagabend für den SV Erbach: Beim starken Aufsteiger TV Groß-Rohrheim verlor der Handball-Bezirksoberligist am Ende klar mit 22:35 (9:15).

Viel ausgerechnet hatten sich die Erbacher beim Aufstiegsaspiranten eh nicht. „Natürlich ist der Groß-Rohrheimer Sieg verdient, wenn er auch zu hoch ausgefallen ist. Wir wussten, dass wir einen schweren Stand haben werden“, bilanzierte Erbachs Trainer Andreas Lulay. Es dauerte zehn Minuten, bis Nemanja Skrobic erstmals für den SVE traf – zum 1:4. Lobende Worte fand Lulay für seine 5:1-Deckung, die in der ersten Halbzeit Groß-Rohrheims Andreas Ochs weitgehend im Griff hatte. Kritisch sah der Coach hingegen die Leistung des Schiedsrichter-Gespanns: „Die beiden hatten das Spiel überhaupt nicht im Griff und haben einige merkwürdige Entscheidungen getroffen.“ Zehn Minuten vor dem Ende beschwerte sich Lulay bei den Schiedsrichtern. Folge: Zwei-Minuten-Strafe für den SVE. „Irgendwann musste ich meine Spieler schützen und bin wohl zu laut geworden“, sagte Lulay, der nach einem Sechs-Tore-Rückstand zur Pause eine weitgehend ordentliche zweite Halbzeit seiner Sieben sah, die nicht aufgab und versuche, den Rückstand in Grenzen zu halten.
„Das war der richtige Gegner zur richtigen Zeit“, befand TVG-Trainer Sascha Holdefehr. „Bei uns war nach der langen Pause gerade offensiv doch einiges an Sand im Getriebe, aber dank einer starken Deckung haben wir nichts anbrennen lassen. Wir hatten auch Skrobic ganz gut im Griff und damit gerieten wir nie in Bedrängnis“, bilanzierte der Übungsleiter. „Selbst in der Schlussviertelstunde, als ich munter durchgewechselt habe, konnten wir uns weiter absetzen, und mit einer besseren Chancenverwertung wäre der Sieg auch noch deutlicher ausgefallen.“
Ein wegweisendes Spiel wartet auf die Erbacher am Samstag. Dann kommt mit TuS Griesheim II der Tabellenletzte zum Vorletzten in die Mehrzweckhalle. Lulay: „In diesem Spiel sollten wir in der Tat mal wieder punkten.“
Tore: Skrobic (9/2), Buschendorff (4), Moritz Lulay (3), Grabisch, Schwiersch (je 2), Grebe, Jordan (je 1)

Erbach beim Zweiten

Der SV Erbach fährt mit einer gehörigen Portion Respekt nach Groß-Rohrheim, aber auch mit Hoffnung. Denn im Hinspiel schnupperte man an einem Zähler.


Vor einer schweren Auswärtsaufgabe steht am Samstagabend (19 Uhr) der SV Erbach. Der Tabellendreizehnte der Handball-Bezirksoberliga tritt beim Zweiten TV Groß-Rohrheim an.

Keine Frage, der Respekt vor dem kommenden Gegner ist groß bei den Erbachern. Der Aufsteiger spielt eine bislang herausragende Runde und strebt mit derzeit 23:5 Punkten den Durchmarsch in die Landesliga an. „Man muss wirklich den Hut ziehen vor dem, was Groß-Rohrheim als Aufsteiger leistet. Trainer Sascha Holdefehr hat eine gute und vor allem eingespielte Mannschaft zusammen, die mit Andreas Ochs einen für die Bezirksoberliga herausragenden Spieler dazu bekommen hat“, lobt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath, der an das Hinspiel in Erbach gute Erinnerungen hat. Da rang der SVE dem TVG ein 25:25 ab und schnupperte am Ende sogar an einem Heimsieg.
„In diesem Spiel haben wir mit einer robusten Abwehrleistung gut dagegengehalten“, erinnert sich Flath und hofft, dass seine Mannschaft auch am Samstag ähnlich konzentriert zu Werke geht wie Ende September in eigener Halle.
Dass es für die Erbacher eine große Herausforderung wird, in Groß-Rohrheim zu bestehen, weiß Thomas Flath. Respekt hat er unter anderem vor der Sporthalle des TVG: „Die ist noch enger als unsere Mehrzweckhalle.“ Und dennoch: Gänzlich ohne Hoffnungen geht die Mannschaft des Trainergespanns Andreas Lulay und Nemanja Skrobic nicht in das Derby. „Wenn wir in der Defensive genauso konzentriert arbeiten wie im Hinspiel, vorne unsere Chancen nutzen und vor allem das Spiel so lange wie möglich offen halten, ist vielleicht eine Überraschung drin“, hofft der Erbacher Abteilungsleiter und baut dabei auf den komplett zur Verfügung stehenden Kader: „Stand heute sollten bis auf den Langzeitverletzten Rene Weis alle Mann an Bord sein.“

Quelle: Echo Online 31.01.2019

Erste Jugendspiele – 2019

Männliche B-Jugend: HSG Fuldatal/Wolfsanger – SV Erbach 30:21 (15:10)

Das erste Spiel im neuen Jahr bestritten die Jungs des SV Erbach auswärts beim Tabellenzweiten. Trotz der frühen Spielzeit und dem mit der langen Anreise verbundenen frühen Treffpunkt konnten die Gäste über weite Strecken des Spiels mithalten. Besonders die gute Abwehrarbeit verhinderte ein frühes davonziehen der Gastgeber, die am Ende jedoch in der Höhe verdient gewinnen konnten. Im Angriff gelang es den Erbachern zu selten eine Lücke in den Reihen der Gegner zu finden.

Tore: Bastian Seitz (8), Manuel Hörr (4), Marvin Greene (3), Lukas Klenk (2), Luca Jordan (2), Moritz Süß (1), Jakob Lulay (1)


Weibliche B-Jugend: JSG Odenwald – SV Erbach 29:17 (18:8)

Die weibliche B-Jugend hatte die Winterpause unteranderem für ein Freundschaftsspiel genutzt und diese Übung in der vergangenen Woche konnte man auch ein wenig im Spielaufbau der Gäste sehen. Vor allem kämpferisch war es ein tolles Spiel, in dem bereits bis zur Halbzeit viel zu viele Fehlwürfe zu buche standen. In der Kabine war deshalb die Ansage klar. Mit einer besseren Chancenverwertung konnten die Mädels den Abstand zum Gastgeber halten. Immer wieder wurden die Gegner zu Fehlern gezwungen, die man in Ballgewinne ummünzen konnte. Am Ende war es dann doch ein deutlicher Sieg für die Gastgeber, aus dem man jedoch viel für die nächsten Spiele mitnehmen kann.

Tore: Carla Gramlich (10/5), Julia Bernhardt (3), Lucy Pohl (2), Ira Sticksel (1), Lina Meyer (1)


Männliche C-Jugend I: SV Erbach – HSG Stockstadt/Mainaschaff 37:22 (18:7)

Gegen einen körperlich und technisch unterlegenen Gegner gab es einen ungefährdeten Sieg in der Erbacher Mehrzweckhalle. Von Anfang an machten die Gastgeber klar, wer den Ton in dieser Partie angibt und zeigten dies auch über den gesamten Spielverlauf. Mit offensiver Taktik in der Abwehr wurde der Gegner ein ums andere Mal zu Fehlern gezwungen. So kamen die Gastgeber immer wieder zu einfachen und schnellen Toren.

Maurer und Hörr: „Es war eine sehr gute Leistung von der gesamten Mannschaft und wir konnten jedem Spieler viele Einsatzminuten geben“

Tore: Jonas Helfrich (12), Bastian Seitz (9), Manuel Hörr (6/4), Daniel Hülsen (4), Leo Rougelis (3), Lukas Dietrich (2), Louis Maurer (1)


Männliche D-Jugend: SV Erbach – SG Egelsbach 19:15 (8:7)

Eine geschlossene Mannschaftsleistung bildete die Basis für den nächsten Sieg in dieser Runde. Zwar war die erste Halbzeit noch ein Spiel auf Augenhöhe und die Gastgeber konnten sich nicht wirklich absetzen. Doch die knappe Führung zum Seitenwechsel konnte das Team schnell ausbauen und somit einen am Ende ungefährdeten Sieg landen. Lobenswert waren hier vor allem, dass die Mannschaft von Thomas Bernhardt kaum technische Fehler machte und immer wieder zu einem sicheren Torabschluss kam. So konnten sich auch viele Spieler in die Torschützenliste eintragen.

Tore: Christian Waldi (7), Leon Bernhardt (5/2), Benjamin Stocks (3), Philipp Preßler (3), Lucas Fehr (1)


Weibliche E-Jugend: SG Arheilgen – SV Erbach 14:17 (8:6)

In der 1. Halbzeit waren die Mädels aus Erbach bis kurz vor der Halbzeit immer in Führung, da legten die Gastgeber mit zwei Toren vor. Doch der knappe Rückstand weckte den Kampfgeist der Gäste und so konnte man über ein breites Spiel mit viel Bewegung zum 10:10 aufholen. Ab diesem Zeitpunkt gingen das Team aus Erbach wieder in Führung und konnten über 13:15, den 14:17 Endstand mit zwei verdienten Punkten feiern. Das Gästeteam zeigte über die gesamte Spieldauer eine tolle Mannschaftsleistung mit vielen verschiedenen Torschützinnen.

Tore: Malena Bickel (9), Carima Kochendörfer (4), Anna Schuster (4), Hannah Guthier (4), Luisa Pressler (4), Frida Molsberger (3), Mia Lies (1), Linda Helmling (1), Marie Muntermann (1), Lina Stilgenbauer(1)

Quelle: LS

Immerhin: Nach der Pause hält SV Erbach ganz gut mit

Bei Titelkandidat HSG Langen haben die Bezirksoberliga-Handballer die Niederlage eh schon einkalkuliert, Torhüter Bastian Flath zeigt eine starke Leistung.


Mit einer Niederlage ist der SV Erbach in das Handballjahr 2019 gestartet. Beim Aufstiegsanwärter HSG Langen verlor der Bezirksoberligist mit 26:34 (8:17).
Wirklich große Siegchancen hatte sich die Mannschaft des Trainergespanns Andreas Lulay/Nemanja Skrobic in Langen nicht ausgerechnet. Und irgendwie war das Spiel bereits nach zehn Minuten, spätestens aber zur Halbzeit, entschieden. Die HSG lag 3:0 (3.) und 7:2 (10.) vorne. Fünf Minuten vor der Pause stand es 15:5 für die Gastgeber. „Vielleicht waren wir noch zu ängstlich. Natürlich ist das erste Spiel nach einer längeren Pause nie ganz leicht“, erklärte Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath, der bis zur Pausensirene gerade einmal acht eigene Treffer bejubeln durfte.
Besser lief aus Erbacher Sicht der zweite Durchgang. Freilich, Langen ließ es mit der deutlichen Führung im Rücken nicht mehr ganz so drückend angehen und gönnte allen Spielern Einsatzzeiten. Und dennoch: Der SVE spielte in den zweiten 30 Minuten strukturierter und nutzte die Torchancen durch schnelleres Offensivspiel besser. Sieben Minuten vor dem Ende hatten die Gäste nach einem Treffer von Lukas Müller den Rückstand sogar auf sechs Tore verkürzt (20:26). In Gefahr geriet der Langener Heimsieg aber nicht. „Wir haben uns bei dieser Spitzenmannschaft letztlich ordentlich aus der Affäre gezogen und sind nicht aus der Halle geschossen worden“, lobte Thomas Flath und hob dabei die Leistung von Torhüter Bastian Flath hervor.
Zeit zum Verschnaufen bleibt dem SVE nicht. Bereits am Samstag (2., 19 Uhr) reist der Tabellendreizehnte zum nächsten Aufstiegsanwärter, dem TV Groß-Rohrheim.

Tore: Skrobic (8), Buschendorff (4), Grabisch (3/1), Jordan, Lukas Müller (je 3), Lies, Schwiersch (je 2), Jonas Müller (1/1)

Quelle: Echo Online 28.01.2019

Vorbereitungsspiel – wJB

Vorbereitungsspiel gegen wJSG Zwingenberg/Alsbach/Gernsheim macht Mut für die bevorstehende Rückrunde.


Mit nur 8 Spielerinnen trat die weibliche B-Jugend am vergangenen Donnerstag gegen die vollbesetzte Bank der Gastgeber an. Doch schnell konnte man erkennen, dass die Erbacher in diesem Spiel als Sieger hervorgehen werden. Nach einer 10:0 Führung folgte eine kurze Phase in der die Spielerinnen etwas nachlässig wurden. Daraus entstand ein Spielstand von 14:5. Doch die Gäste sammelten sich wieder und landeten am Ende einen ungefährdeten Sieg, der mit dem Endstand von 24:12 auch in der Höhe verdient war.

Quelle: MG

SV Erbach hat nichts zu verlieren

Bezirksoberliga-Handballer aus dem Heppenheimer Stadtteil legen einen Frühstart nach der Pause hin, stehen bei Spitzenreiter HSG Langen aber vor einer schweren Aufgabe.


Der SV Erbach legt einen Frühstart ins neue Jahr hin: Weil die deutsche Handball-Nationalmannschaft am Sonntag bei der Weltmeisterschaft um die Medaillen spielt, ist der Bezirksoberligist bereits am Samstag (16 Uhr) beim Tabellenführer HSG Langen gefordert.

Zwar verlor die HSG vor Weihnachten 26:32 in Groß-Rohrheim, an der Verteilung der Favoritenrolle für Samstag ändert dies freilich nichts. „Zu verlieren haben wir dort nichts. Wir werden aber alles daran setzen, uns so gut wie möglich zu präsentieren“, sagt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath.
Die rund vier Wochen WM-Pause tat den Erbachern gut. Seit dem 3. Januar befindet sich die Mannschaft des Trainergespanns Nemanja Skrobic und Andreas Lulay wieder in der Vorbereitung. Nach den ersten Laufeinheiten zu Beginn des Jahres standen zuletzt Übungseinheiten mit dem Ball auf dem Programm.
„Natürlich wissen wir, dass die HSG der klare Favorit ist. Wenn wir es schaffen, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten, ist vielleicht etwas drin“, hofft Flath, der zudem auf eine gute Abwehrleistung seiner Mannschaft baut. Fehler, das weiß der Abteilungsleiter, dürfe man sich in Langen nicht erlauben. Die HSG verfüge über ein druckvolles Spiel über die erste und zweite Welle.
In personeller Hinsicht sieht die Situation vor dem Spiel am Samstagnachmittag bei den Erbachern gut aus. Bis auf dem am Knie verletzten Rene Weis stehen Skrobic und Lulay wohl alle Spieler zur Verfügung.

SV Erbach teilt die zwei Punkte Abzug gerecht auf

Wegen fehlender Schiedsrichter bekommen Männer- und Frauenmannschaft in der Bezirksoberliga je einen Punkt abgezogen. In der Runde 2018/19 werden die Erbacher das Soll erfüllen.

Alle Jahre wieder flattern vielen Handball-Vereinen unangenehme Briefe ins Haus: die Bescheide der Sportinstanz des Handball-Bezirks zum Schiedsrichtersoll. Auch in diesen Tagen mussten wieder Strafen wegen insgesamt 42 fehlender Unparteiischer im Bereich des Bezirks Darmstadt ausgesprochen werden. Damit erhöht sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr (38) wieder leicht.
Dass die Geldstrafen von 15 000 Euro in der vergangenen Saison auf 13 800 Euro sanken und die Punktabzüge in der Summe sogar von 19 auf 13, lag daran, dass viele Vereine Ersttäter sind. Die Höhe der Strafe bis hin zum Punktabzug steigt von Jahr zu Jahr. Entsprechend ist zu befürchten, dass die Teams, die dieses Jahr eine Geldstrafe haben, in den nächsten Jahren wieder Kandidaten für Punktabzüge werden.
Der Beauftragte für die Organisation des Handball-Bezirks und frühere Bezirksvorsitzende Klaus Amend will daher auch nicht von einem Positivtrend sprechen: „Dieser ist nicht erkennbar. Die Zahl der fehlenden Spielleiter hat leicht zugenommen, verteilt auf 15 Vereine oder Spielgemeinschaften.“
Gadernheim erwischt‘s besonders heftig
Besonders heftig erwischt es den TSV Gadernheim. Das Team in der Frauen-Bezirksliga B bekommt vier Punkte abgezogen, rutscht damit auf den letzten Rang in der untersten Klasse. Gadernheim stellt keinen Schiedsrichter, müsste aber zwei für die Jugend und zwei für die Frauenmannschaft stellen – und dies schon seit drei Jahren.
Zwei Punkte bekommt der SV Erbach abgezogen. Der SVE hat sich wie im vergangenen Jahr entschlossen, diese Strafe zwischen Frauen und Männern aufzuteilen. Das ist möglich, da beide Mannschaften in der Bezirksoberliga am Ball sind. „Es wäre völlig ungerecht, eine Mannschaft mit zwei Punkten Abzug zu belasten“, erklärt Erbachs Vorsitzender Thomas Lulay die Vorgehensweise. Lulay hofft, dass das Thema Schiedsrichtersoll für seinen Verein in dieser Runde zum letzten Mal negative Auswirkungen hat – „wenn nichts Unvorhergesehenes passiert“. Der SVE hat zwei Neulinge, die bereits A- und B-Jugendspiele bis zur Bezirksoberliga leiten. Wenn diese, begleitet von einem so genannten Paten, eine gewisse Anzahl an Partien pfeifen, die Zwischenprüfung bestehen und den Verein nicht verlassen, werden sie auf das Soll angerechnet. 2018/19 würde der SV Erbach dann über die von ihm geforderte Zahl von neun Unparteiischen verfügen.
Wichtig könnte der Zwei-Punkte-Abzug für die HSG Langen in der Frauen-Bezirksoberliga sein, die damit nur noch zwei Zähler vor Schlusslicht Tvgg Lorsch liegt. Die weiteren Abzüge sollten keine Auswirkungen auf Abstiegs- oder Titelkampf haben: Die ESG Crumstadt verliert einen Zähler in der Bezirksoberliga ebenso wie die MSG Rüsselsheim. In der Landesliga bekommt der TSV Pfungstadt einen Punkt abgezogen, der TV Seeheim in der Bezirksliga C zwei.

Ärgerliche Niederlage für die Handballerinnen des SV Erbach

20:24 verliert die Mannschaft von Trainer Jozef Skandik beim Tabellennachbarn FSG Gersprenztal. Dabei kommt Selin Schneider aus dem Ski-Urlaub direkt aufs Parkett.

Eine ärgerliche Niederlage kassierten die Handballerinnen des SV Erbach am Sonntag beim direkten Tabellennachbarn FSG Gersprenztal. Mit 20:24 (9:11) musste sich die Mannschaft von SVE-Trainer Jozef Skandik geschlagen geben, wodurch Gersprenztal nicht nur nach Punkten aufschloss, sondern auf Grund des besseren direkten Vergleichs sogar an den Erbacherinnen vorbeigezogen und neuer Achter ist.
Erbacherinnen liegen von Beginn an hinten
Von Beginn an liefen die Gäste einem Rückstand hinterher, lagen nach zwölf Minuten mit 2:6 hinten und schafften bis zum 9:11 zur Pause kein einziges Mal den Anschlusstreffer. Der gelang dann direkt nach dem Wiederanpfiff durch Anne Meffert zum 10:11. Gersprenztal konterte zum 14:10 (38.), wobei in dieser Phase auch noch Anna Jordan einen Strafwurf vergab. Die vergebenen Möglichkeiten zogen sich ohnehin wie ein roter Faden durch das SVE-Spiel: „Immer, wenn wir dran waren, haben wir gute Chancen ausgelassen“, ärgerte sich Skandik. Bis zum 14:17 (47.) durch Selin Schneider, die aus dem Ski-Urlaub direkt in die Halle kam und in den letzten 20 Minuten noch mitwirken konnte, blieb Erbach in Schlagdistanz. Dann mussten die Gäste aber abreißen lassen, und beim 16:22 (55.) war die Niederlage besiegelt.
„Gersprenztal hatte den besseren Start, danach war unsere Chancenverwertung nicht gut genug, und irgendwie hat heute auch der letzte Tick gefehlt“, resümierte Skandik. Nun haben die Erbacherinnen wieder zwei Wochen Pause, ehe es am 2. Februar mit dem Heimspiel gegen die TGS Walldorf II weitergeht.
Tore: Anna Jordan (7), Selin Schneider (5/1), Hanna Lambert (4/1), Anne Meffert (2), Lisa Pfeifer, Desiree Bock (je 1)

SV Erbach hofft auch frühzeitigen Klassenerhalt

Bezirksoberliga-Handballer sehen sich nach den jüngsten Ergebnissen auf dem richtigen Weg. Die jungen Spieler entwickeln sich stetig weiter und übernehmen mehr Verantwortung.

Auf ein bewegtes Handballjahr 2018 blickt der SV Erbach zurück. Anfang Mai gelang dem Bezirksoberligisten mit einem starken Endspurt der Klassenerhalt, auf dem vorletzten Tabellenplatz beendeten die Erbacher schließlich die vergangene Spielzeit.
Mit dem Ziel, im Endklassement einen Mittelfeldplatz zu belegen, war der SVE in die aktuelle Saison gestartet. Zum Jahresende rangiert die Mannschaft des Trainergespanns Andreas Lulay/Nemanja Skrobic mit 8:20 Punkten auf Rang zwölf. Eine Platzierung, mit der sie in Erbach ganz gut leben können. „Es sah bei uns schon schlechter aus. Vor allem die Ergebnisse im Dezember stimmen uns doch zufrieden“, sagt Abteilungsleiter Thomas Flath, der kurz vor der Winterpause trotz der 25:28-Niederlage seines Teams ein gutes Derby gegen den HC VfL Heppenheim sah. Was Flath besonders positiv stimmt: „Wir profitieren von einer guten Vorbereitung. In körperlicher Hinsicht sind wir in der Lage, auch in der Schlussphase eines Spiels noch zuzulegen.“ Auch Ausfälle von Leistungsträgern scheint die junge Erbacher Mannschaft mittlerweile gut zu kompensieren.
In diesem Zusammenhang vergisst Thomas Flath nicht, die Arbeit von Jozef Skandik zu loben. Der Trainer, der zugleich die Erbacher Bezirksoberliga-Frauen trainiert, übernahm vor der Saison zunächst auch das Traineramt der ersten Männermannschaft und leistete dabei, so die einhellige Meinung in Erbach, hervorragende Arbeit. Im November kamen dann aber Vereinsführung und Übungsleiter überein, aufgrund der Doppelbelastung einen Schlussstrich zu ziehen. Skandik ist seitdem nur noch für das Erbacher Frauenteam zuständig, Andreas Lulay und Spielmacher Nemanja Skrobic übernahmen.
Der junge Spieler, der auch noch für das A-Jugendteam des SVE zum Einsatz kommen kann, hat unter Skrobic und auch Lulay nochmals einen Sprung nach vorne gemacht. „Er profitiert auch von Nemanjas Erfahrung auf dem Parkett“, so Flath, der zudem die Leistung von Moritz Lulay, eigentlich Torhüter, am Kreis hervorhebt: „Er bringt auch die nötige Körperlichkeit für diese Position mit, die er bestens ausfüllt.“ Coach Andreas Lulay äußerte sich nach dem Erfolg in Arheilgen ob der Mannschaftsleistung ebenfalls lobend: „Aus den Jungs werden gerade Männer.“
Zu verbessern gibt es trotz der Erfolgserlebnisse zuletzt noch eine Menge. „Wenn wir es schaffen, von der ersten Spielminute an unser Leistungsvermögen abzurufen, würde uns das auch weiterhelfen und unser Spiel beruhigen“, sagt Flath, der die Zielsetzung für die restliche Rückrunde klar formuliert: „Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.“