Jens Becker will Endspiel möglichst vermeiden

Im letzten Auswärtsspiel der Saison gastiert Handball-Bezirksoberligist SV Erbach am Samstag (19 Uhr) beim designierten Meister HSG Fürth/Krumbach. Schon mit einem Unentschieden können die Gastgeber den Titel perfekt machen.

Die Vorfreude ist groß bei Erbachs Trainer Waldemar Rack vor der Partie. Der Coach, der in Fürth wohnt und lange für die Odenwälder aktiv war, kennt den Gegner natürlich bestens. „Ich freue mich schon seit Wochen auf dieses Spiel. Natürlich kenne ich alle Spieler dort und habe immer noch Kontakte zur HSG“, sagt Rack. Zwar hat das Spiel für seine Erbacher sportlich keine große Bedeutung mehr, kampflos wollen sie aber die Punkte nicht im Odenwald lassen – zumal auch die Erinnerungen an den 13. Dezember 2014 noch präsent sind. Da sorgte die SVE-Mannschaft beim 33:32-Heimsieg über Fürth/Krumbach für eine Überraschung. Es war eine von nur zwei HSG-Niederlagen in dieser Spielzeit.

In Sachen Motivation dürfte Rack in diesen Tagen kaum gefordert sein. Beim Tabellenführer wollen alle Spieler dabei sein. „Die Halle wird voll sein, die Stimmung entsprechend prächtig. Natürlich wollen wir alle diese Atmosphäre genießen und ein würdiger Gegner sein“, kündigt Rack, der wieder auf Tim Schüßler zurückgreifen kann, an. 

Die Gastgeber indes wollen naturgemäß alles tun, um die Meisterschaft perfekt zu machen. „Wir haben nicht 24 Spieltage lang gekämpft, um uns in den letzten beiden Spielen noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Wir wollen dieses Heimspiel gewinnen“, stellt HSG-Trainer Jens Becker klar. Anfang der Woche hat der Coach im Training merklich angezogen, um besonders mental ein Zeichen zu setzen. „Auch wenn der SV Erbach nicht mehr in der Form der Hinrunde ist, muss dieses Spiel auch erst mal gespielt werden. Erbach wird ganz sicher nicht nach Fürth kommen, um etwas abzuschenken“, mahnt Becker, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. 

In der Begegnung trifft auch die beste Abwehr (Fürth) auf den besten Angriff (Erbach) der Liga. „Das wird eine interessante Konstellation. Wir werden alles versuchen, mit einer konzentrierten Defensivleistung und schnellem Spiel nach vorne die Fürther vor große Probleme zu stellen“, verspricht Rack, dessen Team gut vorbereitet in die Partie geht. Am spielfreien vergangenen Wochenende zuletzt stand noch einmal Teambuilding auf dem Programm – bei einer Wandertour. Nach dem Derby steht für die Erbacher eine kleine Party auf dem Programm. „Ich denke schon, dass wir, egal wie die Partie ausgeht, noch feiern werden“, ist sich der Trainer sicher. 

Feiern wollen auch die Fürther, die selbst bei einer Niederlage Meister werden könnten, wenn der TV Lampertheim Schützenhilfe mit einem Unentschieden oder einem Sieg gegen den Tabellenzweiten von der SG Arheilgen leistet. „Ich glaube fast, dass Lampertheim gegen Arheilgen gewinnen wird. Aber wir schauen nicht auf dieses Spiel, sondern konzentrieren uns auf uns“, betont Becker. „Wir wollen auf keinen Fall am letzten Spieltag ein Endspiel bei der HSG Weiterstadt haben. Außerdem ist eine Meisterschaft schöner, wenn man die in der eigenen Halle vor den eigenen Fans erreicht. Daher werden wir noch einmal alles geben“. 

Die C-Liga-Männer des SV Erbach II gastieren ebenfalls am Samstag (18.30 Uhr) beim TV Asbach.

Quelle: Echo Online 06.05.2015

Pfingstzeltlager 2015

Nach einer Pause im letzten Jahr, bietet die Jugendabteilung des SV Erbach, am Pfingstwochende, wieder eine Fahrt inkl. Übernachtung zum Handballturnier in Hochstetten an. Nähre Informationen können der Anmeldung entnommen werden.

Pfingstfahrt 2015 Anmeldung

In der Abwehr hakt es beim SV Erbach

Im vorletzten Heimspiel der Saison hat der SV Erbach eine Niederlage kassiert. Der Handball-Bezirksoberligist unterlag dem TV Büttelborn mit 32:36 (16:19).

Viel hatten sich die Erbacher gegen Büttelborn vorgenommen vor den eigenen Fans, schließlich sollte noch einmal ein doppelter Punktgewinn her. Dass es am Ende nicht reichte, lag vor allem an der erneut schwachen Defensivleistung der Gastgeber. „Ein Blick auf die Tabelle genügt, um zu sehen, dass wir eine der schlechtesten Abwehrreihen der Liga haben“, zeigte sich SVE-Trainer Waldemar Rack enttäuscht. Vorne, erkannte der Übungsleiter, lief es erneut ordentlich. Mit insgesamt bislang 796 Toren haben die Erbacher den treffsichersten Angriff der Klasse. „Wenn wir uns hinten aber so viele teils haarsträubende Fehler erlauben, kann man ein Spiel nicht gewinnen“, kritisierte Rack.

Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel, in dem zunächst die Büttelborner das aktivere Team waren. Mitte der ersten Halbzeit fanden dann die Erbacher besser in die Partie, binnen fünf Minuten schafften es die Gastgeber, aus dem Rückstand eine Drei-Tore-Führung herauszuspielen. „In diesen fünf Minuten lief es so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Diese Leistung über die kompletten 60 Minuten, und wir hätten dieses Heimspiel nicht verloren“, war sich Rack sicher. „In dieser kurzen Phase des Spiels haben wir sowohl in der Offensive, aber auch vor allem in der Defensive richtig gut gespielt und immer die richtigen Entscheidungen getroffen“, lobte Rack.

Lange hielt das intensive Erbacher Spiel allerdings nicht an. Vor allem in der zweiten Halbzeit offenbarten die Gastgeber gerade in der Abwehr wieder Probleme. Bezeichnend: Mitte des zweiten Durchgangs kassierten die Erbacher im Spiel sechs gegen drei zwei Gegentore. „Das kann im Handball eigentlich nicht passieren. So etwas darf nicht passieren“, war Waldemar Rack sauer. Zu allem Überfluss kassierte Dominik Juchem nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte, die, sagte Rack, ebenfalls überflüssig war. 

So stand für die Gastgeber letztlich eine deutliche Heimniederlage, die den Erbacher Trainer ärgerte, zu Buche. Dennoch richten sich die Blicke des Coaches bereits nach vorne. Nach dem spielfreien Wochenende steht am 9. Mai (19 Uhr) das Derby bei der HSG Fürth/Krumbach auf dem Programm, in dem die Odenwälder die Meisterschaft perfekt machen können. Und Rack weiß: „Motivieren muss ich für dieses Spiel niemanden. Wir wollen da, aber auch in unserem letzten Heimspiel eine Woche später gegen die HSG Langen noch einmal alles aus uns rausholen.“ 

Tore: Heß (17/8), Nischwitz (9), Müller (4), Röhrig, Grabisch (je 1).

Quelle: Echo Online 27.04.2015

‚Ein anderes Kalieber‘

Endspurt in der Handball-Bezirksoberliga: Zum vorletzten Heimspiel der Saison empfängt der SV Erbach am Samstag (19.15 Uhr) den TV Büttelborn.
 
Die Spielzeit lief für die Erbacher Mannschaft um Trainer Waldemar Rack mehr als ordentlich. Vor allem bis zur kurzen Weihnachtspause spielte der SVE stark und etablierte sich in der Spitzengruppe. In diesem Jahr schien allerdings etwas Sand ins Getriebe geraten zu sein. Vor allem der März entwickelte sich nicht zum Lieblingsmonat der Erbacher. Drei Niederlagen in Folge ließen das Team, das zwischenzeitlich Zweiter war, zurückfallen. Vor allem die Pleiten in den Derbys bei der SKG Bonsweiher (19:30) und gegen den TV Lampertheim (23:31) schmerzten Rack, der am Wochenende wieder einen 39:27-Auswärtssieg beim Letzten aus Mörfelden/Walldorf sah. Aber auch in dieser Begegnung benötigten die Erbacher eine gut vierzigminütige Anlaufzeit, ehe sie ins Rollen kamen.
Nun hofft der SV Erbach auf einen versöhnlichen Abschluss. Gegen den TV Büttelborn sollen am Samstag die Punkte in der Mehrzweckhalle bleiben. „Der TVB ist schon ein anderes Kaliber als Mörfelden/Walldorf. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir alles abrufen müssen, wollen wir gewinnen“, mahnt Rack. Denn vor dem Gegner hat der Übungsleiter Respekt: „Ich hatte die Büttelborner vor der Saison in der Spitzengruppe erwartet. Sie sind eine erfahrene und eingespielte Mannschaft.“
Für seine Sieben gelte es daher, an die Leistung der zweiten Halbzeit vom Wochenende anzuknüpfen. „Wenn wir wie in den ersten 30 Minuten spielen, wird es ein böses Erwachen geben. Wir müssen und werden zu Hause ein anderes Gesicht zeigen und wieder viel Tempo gehen“, ist sich Rack sicher. 
Doch für den Trainer sind die verbleibenden drei Spiele schon eine Gelegenheit, sich mit seiner Mannschaft auf die neue Saison vorzubereiten. „Die Planungen laufen bereits. Unsere volle Konzentration gilt schon jetzt der nächsten Spielzeit“, sagt Rack.
Ob er am Samstag wieder auf Dominik Juchem (er fehlte zuletzt aus beruflichen Gründen) bauen kann, ist noch offen.

Waldemar Rack findet die richtigen Worte

Einen deutlichen Auswärtssieg feierte am Sonntag der SV Erbach. Der Handball-Bezirksoberligist gewann beim Tabellenletzten HSG Mörfelden/Walldorf mit 39:27 (15:15).

Zweite Halbzeit hui, erste Hälfte pfui. Die SVE-Mannschaft von Trainer Waldemar Rack präsentierte bei der Spielgemeinschaft einmal mehr ihre zwei Seiten. Während es in der zweiten 30 Minuten über weite Strecken gut lief, fanden die Gäste vor der Pause nicht ins Spiel. Kein Wunder also, dass das Fazit von Rack gemischt ausfiel: „Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war richtig schlecht. Weder in der Abwehr noch im Angriff haben wir auch nur ansatzweise das gezeigt, was wir können“. 

Der Erbacher Trainer sah seine Mannschaft kurz vor der Pause gar mit zwei Toren hinten. „Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass einige Spieler schon vor dem Anpfiff den Siegesjubel in den Köpfen hatten. Wir haben derart kopflos und überhastet gespielt, dass mich das richtig wütend gemacht hat“, gestand Waldemar Rack ein. Bis zur Halbzeit glückte dann aber immerhin noch der Ausgleich.

In der Kabine fand der Übungsleiter wohl die richtigen Worte. Zwar offenbarte sein Team auch nach dem Wiederanpfiff zunächst ein paar Schwächen, doch ab der 40. Minute schienen die Erbacher die bis dahin angezogene Handbremse gelöst zu haben. „Ab diesem Zeitpunkt lief es so, wie wir das uns vorgenommen hatten. Von da an haben wir unseren Handball mit viel Tempo gespielt“, lobte Rack. Der SV Erbach kam so zu einem letztlich ungefährdeten Sieg, der über lange Zeit allerdings hart erarbeitet werden musste. Aus einer geschlossen auftretenden Mannschaft hob Rack Colin Stangenberg hervor: „Er hat seine Sache gut gemacht, in der Abwehr stark gearbeitet und mit fünf Toren entscheidenden Anteil an diesem Auswärtssieg“.

Quelle: 21.04.2014

Auch zwei Profis sagen Guten Tag

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Ein kleines Jubiläum gab es beim diesjährigen Handballjugendcamp der Erbacher Handballer zu feiern. In den letzten 3 Tagen der Osterferien hatte die Jugendabteilung des SV Erbach bereits zum 10.Mal in Folge zum traditionellen Camp für Kinder und Jugendliche eingeladen.
Mehr als 70 Erbacher Handballtalente und ca. 20 Betreuer der SVE-Jugendabteilung wurde über drei Tage von Donnerstag bis Samstag vergangener Woche sportlich so einiges geboten und alle Beteiligten hatten dabei sichtlich ihren Spaß. Auch für ein buntes Rahmenprogramm neben den eigentlichen Trainingseinheiten  hatten die Verantwortlichen der Jugendabteilung gesorgt. Die Erbacher Mehrzweckhalle war in den 3 Tagen praktisch rund um die Uhr voller Leben und natürlich waren die gemeinsamen Übernachtungen wieder ein absolutes Highlight für den Erbacher Nachwuchs.
Ein zehnköpfiges Küchenteam sorgte wie gewohnt dafür, dass die Kids nach den unterschiedlichsten  sportlichen Anstrengungen den Kräfteverlust gleich wieder mit einem sportlergerechten Essen ausgleichen konnten. Die „Rundumversorgung“ mit frischem Obst und Gemüse gehörte ebenso dazu, wie das beliebte Pizzaessen beim gemeinsamen Abschluss am Samstag. Und weil das 10.Erbacher Camp natürlich schon etwas Besonderes war, hatte der SVE gleich reihenweise prominente Trainingsunterstützung für verschiedene Einheiten aufgeboten.
Neben den ca. 20 Erbacher Jugendbetreuern hatten sich gleich zum Auftakt am Donnerstag Nachmittag mit Phillip Grimm (Kapitän der Bundesligamannschaft der TSG Friesenheim) und Neunationalspieler Erik Schmidt  zwei „Promis“ angesagt. Schon die Fragerunde machte deutlich, dass Berührungsängste bei Handballern wohl eher ein Fremdwort ist. Auch die gemeinsame Trainingseinheit  mit den Bundesligaspielern machte den Jugendlichen einen Riesenspaß und brachte manche überraschende Situation.  „Nur über diese Art von Basisarbeit, ist es möglich ab und zu auch mal einen Bundesliga-oder sogar Nationalspieler auf den sportlichen Weg zu bringen“ zeigte sich Phillip Grimm sichtlich angetan vom SVE-Handballcamp.                
Während die älteren Jahrgänge am 2.Tag zu verschiedenen Einheiten in den Heppenheimer Sportpark aufbrachen – und dabei bei ihrem „Aufwärmjogging“ durch die Heppenheimer Fußgängerzone einige Aufmerksamkeit erregten – waren die jüngeren Jahrgänge gleich wieder bei verschiedenen Spielformen mit dem Ball gefordert. Am Nachmittag kam mit Marcus Gutsche der Coach der Drittligadamen der TSG Ketsch in die Mehrzweckhalle. Der frühere Heppenheimer Zweitligaspieler bewies bei seinem Training wie wichtig es ist, die Trainingsinhalte den Kindern  der jeweiligen Jahrgänge anzupassen und brachte zudem viele neue Ideen auch für die Erbacher Nachwuchstrainer mit. Die letzte Trainingseinheit am Freitag gestaltete dann der Trainer der Erbacher Männermannschaft Waldemar Rack gemeinsam mit den SVE-Jugendbetreuern.
Die vielen mannschaftsübergreifenden Wettbewerbe wie Tischtennis, Torwandschießen, Tischfußball etc. gingen dann in die Finalrunde, bevor es zum Tagesabschluss eine tolle Präsentation von Jugendausschussmitglied Bernd Lies in Form eines halbstündigen Filmes über alle bisherigen Handballcamps gab. Erfreulich aus Sicht des SVE ist besonders die Tatsache, dass viele ehemalige Teilnehmer-/innen mittlerweile selbst als Trainer oder Betreuer das Camp organisieren und begleiten. Der Samstag begann für alle Teilnehmer mit einer beruhigenden aber nicht weniger anstrengenden Yogastunde.
Mit Lennart Mentges vom Leistungszentrum der Rhein-Neckar-Löwen war dann ein junger 16-jähriger Nachwuchshandballer zur letzten Handballeinheit beim SVE zu Gast. Der „Junglöwe“ brachte die Erbacher Talente noch einmal mächtig in Bewegung bevor die – auch bei den Eltern beliebte – Zumba-Einheit den sportlichen Schlusspunkt hinter 3 ereignisreiche Tage setzte. Das gemeinsame Aufräumen der Halle durch alle Teilnehmer bildete dann wie immer den Abschluss der Veranstaltung. “Neben allen sportlichen Aktivitäten stehen bei unserer Veranstaltung natürlich auch immer die sozialen Aspekte, wie Teambildung oder Verantwortung des Einzelnen in einer Gruppe / Mannschaft im Blickpunkt. Wir bieten dieses Camp ganz bewusst nicht unter dem absoluten Leistungsaspekt an, sondern wollen allen unseren sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben sich hier weiter zu entwickeln und sich aktiv einzubringen“ unterstreicht der Erbacher Jugendleiter Sascha Pelegrini in seinem Schlussresümee.
Dass das kontinuierliche Engagement bei der Jugendarbeit gute Früchte beim SV Erbach trägt, spiegelt eine nicht alltägliche Bilanz wider. Als relativ kleiner „Dorfverein“ können die Blau-Weißen Jahr für Jahr durchgängig alle Altersklassen im weiblichen und männlichen Bereich besetzen und dies bisher durchweg in eigener Regie ohne die Bildung von Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen. Die gute Erbacher Nachwuchsarbeit und das Jubiläumscamp nahm deshalb auch die Stiftung der Sparkasse Starkenburg zum Anlass, die dreitägige Veranstaltung mit einer großzügigen Spende zu unterstützen.   
 
Quelle: TL
 

Patzer nicht erlaubt

Auswärts muss am Sonntag (18 Uhr) der SV Erbach ran. Der Handball-Bezirksoberligist gastiert dann bei Schlusslicht HSG Mörfelden/Walldorf und steht vor einer lösbaren Aufgabe.
So richtig begreifen konnte es Erbachs Trainer Waldemar Rack nicht, was er am vergangenen Samstag in der heimischen Mehrzweckhalle gesehen hatte: Seine Mannschaft verlor das Spiel gegen den TV Lampertheim deutlich mit 23:31, überzeugte dabei aber in der ersten Halbzeit und lag mit 16:10 vorne. Was aber im zweiten Durchgang passierte, ließ Rack rätseln, denn seine Sieben erzielte nur noch sieben Treffer. „Das war ein kollektiver Blackout. In den zweiten 30 Minuten lief bei uns nichts mehr zusammen“, ärgerte sich Rack. 
Wie seine Mannschaft eine solche Führung so schnell verspielen konnte, weiß der Coach bislang nicht. „Wir haben nach den ersten Rückschlägen sofort die Köpfe hängen lassen. In solchen Situationen fehlt uns ein Führungsspieler“, bedauert der Erbacher Trainer. Beim Letzten aus Mörfelden/Walldorf gelte es nun, die Niederlage wettzumachen. 
Das Schlusslicht zu unterschätzen, weiß Rack, wäre aber ein Fehler. „Jeder erwartet einen klaren Sieg von uns. Die HSG wird aber jede Gelegenheit nutzen, den Klassenerhalt irgendwie doch noch zu schaffen“, vermutet der SVE-Coach. Zwar sei seine Mannschaft spielerisch im Vorteil, die vielen Rückschläge in den vergangenen Wochen sowie fehlende personelle Alternativen machten, sagt der Trainer, die Aufgabe aber nicht leichter. Trotzdem sieht er seine Spieler in der Pflicht: „In dieser Partie darf nichts anbrennen. Wenn wir an die erste Halbzeit aus dem Lampertheim-Spiel anknüpfen, ist ein Sieg möglich.“
Dominik Juchem wird bei Erbach aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stehen.
Die C-Liga-Männer gastieren ebenfalls am Sonntag (16 Uhr) bei Mörfelden/Walldorf II.

Mehr Personal zahlt sich aus

Endlich sah es im personellen Bereich wieder entspannter aus bei den Handballerinnen des SV Erbach und schon kann das Team von Trainer Thomas Lulay in der Bezirksliga A wieder gewinnen. Gegen die TG Eberstadt gab es am Ende einen überzeugenden 18:9 (7:4)-Heimerfolg. 

Die A-Jugendlichen waren nach ihrem schriftlichen Abitur wieder mit dabei und auch die zuletzt verletzten Nicole Kessler und Anna Jordan machten erste Gehversuche. „Auch wenn es vorne noch nicht wirklich rund lief, stand unsere Abwehr sehr gut“, meinte Thomas Lulay. Erbach verschaffte sich beim 7:3 (25.) etwas Luft und bog beim 13:7 (48.) endgültig auf die Siegerstraße ein.

Tore: Nina Sauer (9/2), Katrin Lambert (4), Nicole Kessler, Anna Staffa, Luisa Jordan, Vanessa Werner (je 1)

Quelle: Morgen Web 14.04.2015

Torhüter Marius Walter leitet die Wende ein

Der SV Erbach hat sein Heimspiel der Handball-Bezirksoberliga gegen Kreisrivale TV Lampertheim trotz einer komfortablen Halbzeitführung noch verloren. Die Gastgeber unterlagen im Verfolgerduell mit 23:31 (16:11).
Zwei unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer am Samstag in der Erbacher Mehrzweckhalle. Während die Gastgeber Abschnitt eins dominierten, entschied Lampertheim die zweite Hälfte klar für sich. Ein Garant für den Erfolg der Gäste war Torhüter Marius Walter.
„Alles, was noch in der ersten Halbzeit gut geklappt hat, ist in der zweiten Hälfte schief gegangen. In den letzten zehn Minuten hatten wir weder die Kraft noch die Auswechselmöglichkeiten, um ernsthaft dagegenzuhalten“, bedauerte SVE-Vorsitzender Thomas Lulay. TVL-Trainer Norbert Metzger lobte indes die Moral seiner Spieler: „Obwohl wir zur Pause klar zurücklagen, ist niemand von uns nervös geworden. Wir wussten, dass uns eine bessere zweite Halbzeit ins Spiel zurückbringen wird. Die Einwechslung von Keeper Marius Walter war zudem ein Glücksgriff. Er hat das Spiel mit der konzentrierten Abwehr gedreht“.
Beide Trainer ließen die jeweiligen Führungsspieler des Gegners, Nischwitz (Erbach) und Michael Redig (Lampertheim), in Manndeckung nehmen und wollten so das Angriffsspiel des Kontrahenten stören. Die Erbacher kamen damit in der ersten Hälfte besser zurecht und brachten Nischwitz (insgesamt neun Tore) dennoch immer wieder in Schussposition. So verlief die Partie bis zur 15. Minute (8:8) ausgeglichen. Danach wurde SVE-Torhüter Bock aber zum Mann des ersten Abschnitts, denn er parierte eine Reihe von Großchancen und leitete erfolgreiche Gegenstöße der Gastgeber ein. Lampertheim indes verlor seine spielerische Linie.
Wie verwandelt kamen die Gäste jedoch aus der Kabine. Den zuvor keineswegs schlecht haltenden Hümmer im TVL-Kasten ersetzte Marius Walter. Mit ihm stand die Abwehr des Riedklubs. Ein Fünf-Tore-Lauf ohne Erbacher Treffer brachte die Metzger-Sieben auf Tuchfühlung, und spätestens beim 22:22 (54.) schien klar, wer die größeren Reserven hat. Die letzen sechs Minuten verliefen denn auch einseitig zugunsten der Lamperheimer, die mit dem Erfolg ihrem Saisonziel (mindestens Platz vier) nähergekommen sind.

Eine Steigerung ist nötig

Ein weiteres Derby steht für den SV Erbach am Samstag (19.15 Uhr) an. Nach der enttäuschenden 19:30-Niederlage zuletzt bei der SKG Bonsweiher haben es die Bezirksoberliga-Handballer dann in der heimischen Mehrzweckhalle mit dem TV Lampertheim zu tun.

Die Enttäuschung nach der jüngsten Pleite im Odenwald saß bei Erbachs Trainer Waldemar Rack noch lange tief. Zu wehrlos habe sich seine Mannschaft im Derby präsentiert und sich unzählige Fehler vor allem in der Offensive geleistet. So war es wenig verwunderlich, dass am Ende nur 19 eigene Treffer zu Buche standen. „Eigentlich hätten wir nicht antreten müssen. Das wäre kein Unterschied zu der Leistung gewesen, die wir aufs Parkett gelegt haben“, erinnert sich Rack.

 

Die Feiertage wurden genutzt, um die Köpfe frei zu bekommen und sich auf die letzten Spiele der Saison vorzubereiten. Mit dem TV Lampertheim erwarten die Erbacher am Samstag einen dicken Brocken. Vom Tabellenvierten hat Rack jedenfalls eine hohe Meinung: „Ich schätze den TVL noch stärker ein als Bonsweiher. Lampertheim ist auf allen Positionen gut besetzt und hat zudem herausragende Einzelakteure“. Qualität und Erfahrung – das seien die Hauptmerkmale des Gegners. Und Rack weiß nur zu gut: „Wenn wir die gleiche Leistung wie in Bonsweiher bringen, haben wir keine Chance.“

Der Trainer hofft allerdings, dass sich seine Spieler in mentaler Hinsicht erholt haben und dass sie entsprechend motiviert ins vorletzte Derby der Spielzeit gehen. „Ich hoffe, dass wir gerade zu Hause wieder ein anderes Gesicht zeigen. Vor unseren eigenen Fans müssen wir das Niveau hoch und gegen einen starken Gegner ordentlich dagegenhalten“, fordert Rack, der möglicherweise auf Dominik Juchem (berufliche Gründe) verzichten muss. 

Lampertheims Coach Norbert Metzger zielt mit seinem Team noch auf eine möglichst gute Endplatzierung. „Wenn wir unseren vierten Platz, der absolut in Ordnung geht, festigen und vielleicht noch einen Ausrutscher von Bonsweiher und Arheilgen nutzen wollen, müssen wir auch mal auswärts bei einem direkten Konkurrenten punkten“, lautet seine Marschroute daher. „Es gilt für uns, das Tempospiel des SVE zu unterbinden und in eigenen Angriff einen kühlen Kopf zu bewahren“, erläutert Metzger. 

Die C-Liga-Männer des SV Erbach empfangen ebenfalls am Samstag (17 Uhr) den TV Lampertheim II.

Quelle: Echo Online 09.04.2015