Axel Buschsieper tritt zurück / 0:16 Punkte sind nicht der Grund der Demission


Der SV Erbach und Trainer Axel Buschsieper gehen getrennte Wege. Vor dem Spiel am Sonntag (18 Uhr) bei der HSG Langen gab der Übungsleiter des Handball-Bezirksoberligisten seinen Rücktritt bekannt.

0:16 Punkte und der letzte Tabellenplatz – die Bilanz könnte wahrlich besser aussehen. Die sportliche Talfahrt, das erklärt Abteilungsleiter Thomas Flath, habe aber nichts mit der Trennung zu tun. „Es waren verschiedene, auch private, Gründe, die den Trainer veranlasst haben, einen Schlussstrich zu ziehen. Für die Mannschaft ist dies sehr schade, da sie gerne mit Axel Buschsieper zusammengearbeitet hat“, betont Flath, der nun damit beschäftigt ist, eine Lösung in der Trainerfrage zu finden.

Andreas Lulay/Thomas Flath übernehmen interimsweise

Zunächst einmal werden Andreas Lulay, bislang zuständig für die zweite Mannschaft des SVE, und Flath selbst die Verantwortung auf der Bank übernehmen. Ob und wie schnell ein neuer Trainer gefunden wird, steht noch in den Sternen. „Natürlich ist es nicht leicht, in unserer sportlichen Situation schnell einen neuen Coach zu finden. Wir machen uns da aber auch keinen Druck“, erklärt der Abteilungsleiter, der, nachdem Buschsieper seinen Rücktritt bekanntgab, niedergeschlagene Spieler sah. „Die Enttäuschung war größer, als es die jüngste Niederlage gegen Erfelden ausgelöst hat. Axel verstand es, vor allem mit den jungen Spielern perfekt zusammenzuarbeiten. Die Spieler haben seinen Rücktritt wirklich bedauert“, sagt Thomas Flath.

Für den SVE gilt es nun, die Trennung zu verdauen und sich auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Und die haben es in sich. Bereits am Sonntag gastiert der Tabdellenletzte bei der HSG Langen, die zuletzt mit dem 29:18-Erfolg bei Aufstiegsanwärter ESG Crumstadt/Goddelau aufhorchen ließ. So richtig überrascht hat dieser Erfolg Flath allerdings nicht. „Die HSG hat eine gute Mannschaft, der ich eine Menge zutraue.“ Der Abteilungsleiter weiß, wie schwer die Aufgabe beim Tabellenvierten wird. „Um aus Langen etwas Zählbares mitzunehmen, muss eine Menge für uns laufen“, weiß Flath, der erneut auf die Gesamtsituation hinweist: „Die ist weiterhin angespannt. Für uns wäre es so wichtig, endlich das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison zu feiern.“

Auch für die C-Liga-Männer heißt der nächste Gegner bereits am Samstag (19.30 Uhr) HSG Langen.

Quelle: Echo Online 16.11.2017