Lulay beim SV Erbach wieder dabei, Becker aber nicht

Trainer des Handball-Bezirksoberligisten verpasst sechstes Derby der Saison des SVE wegen langfristig geplanter Verpflichtung.

Das sechste Bergstraßen-Derby der Saison steht am Samstagabend (18 Uhr) für den SV Erbach auf dem Programm. Die Bezirksoberliga-Handballer treten in der Mörlenbacher Weschnitztalhalle bei der HSG Weschnitztal an. So richtig rund läuft es bei den Erbachern zurzeit noch nicht. Aus den ersten sechs Saisonspielen holten sie bislang einen Punkt (26:26 gegen den HC VfL Heppenheim), trotz der fünf Niederlagen sieht Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath aber Fortschritte.
Nach der jüngsten 30:32-Heimniederlage gegen den TV Lampertheim am vergangenen Wochenende steht nun das Auswärtsspiel im Odenwald auf dem Programm. Ein brisantes Derby, wie auch Flath weiß: „Der HSG Weschnitztal hat sich ja mittlerweile auch die SKG Bonsweiher angeschlossen. Und Spiele gegen die SKG waren immer sehr emotional“, erinnert sich der Erbacher Abteilungsleiter, der weiß, dass gegen die Weschnitztaler eine gute Leistung von Nöten sein wird, um dort zu bestehen.
In personeller Hinsicht werden die Erbacher auf Dario Schwiersch (Knie) und Oliver Kleinbauer (Leiste) verzichten müssen. Moritz Lulay, der zuletzt wegen einer Zahn-OP fehlte, wird hingegen wieder mit von der Partie sein. Ein weiteres Mal nicht dabei sein wird auch Trainer Jens Becker wegen einer länger geplanten Verpflichtung. Andreas Lulay und Martin Guthier werden erneut die Verantwortung auf der Bank tragen.
„Wir wollen mit einer starken Deckung von Beginn an das Kommando übernehmen“, gibt derweil HSG-Co-Trainer Kevin Urban die Marschrichtung für das Heimspiel vor.

Frauen 

Die Handballerinnen des SV Erbach blicken zur Zeit gerne auf die Tabelle der Bezirksoberliga: Auch nach sechs Spieltagen ist das Team von Trainer Jozef Skandik an der Spitze und damit deutlich über der eigenen Marschtabelle. Und Spiele wie der 29:24-Derbysieg gegen die HSG Fürth/Krumbach am vergangenen Wochenende lassen das Selbstvertrauen der jungen SVE-Mannschaft weiter steigen. Nun muss Erbach am Sonntag (15 Uhr) zur SG Egelsbach, die mit 4:6 Punkten nur auf Platz neun rangiert.

Quelle: Echo Online 07.11.2019

Erbach kann Pleite im Rahmen halten

Lampertheimer probieren beim 32:30 in der Männerhandball-Bezirksoberliga einiges aus. Die Tvgg Lorsch zeigt ebenfalls eine reife Leistung. Direktes Duell am Wochenende.


Von Erik Eichhorn und Marcus Essinger
Erbachs Paul Buschendorff will den Treffer erzwingen, Lampertheims Benjamin Eschenauer stellt sich ihm in den Weg. Foto: Dagmar Jährling

Erbachs Paul Buschendorff will den Treffer erzwingen, Lampertheims Benjamin Eschenauer stellt sich ihm in den Weg. (Foto: Dagmar Jährling)

Eine durchaus zu erwartende Heimniederlage gab es am Samstag für die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach mit dem 30:32 (13:17) gegen Aufstiegsaspirant TV Lampertheim. Letztlich blieb das Ergebnis in Grenzen. Dass der Erfolg der Lampertheimer verdient war, daran gab es aber keine Zweifel. „Eigentlich spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf nicht wirklich wider. Es war schon eine deutliche Angelegenheit für den TVL“, erklärte Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath. Erbach gestaltete die Partie nur in den ersten 20 Minuten offen, führte sogar 8:6. In der Schlussphase der ersten Halbzeit schlichen sich dann aber zunehmend Fehler ins Spiel der Gastgeber ein. Nach der Pause zogen die favorisierten Gäste die Zügel an und bis Mitte der zweiten Hälfte auf sieben Tore davon (19:26, 44.). „Ich bin mit unserer Leistung absolut zufrieden, weil wir das Spiel eigentlich immer kontrolliert haben“, lobte TVL-Trainer Achim Schmied. Auch, wenn die Gastgeber immer wieder herankamen, musste Schmied nicht um den Sieg zittern: „Wir haben dann in der zweiten Hälfte ein paar Dinge ausprobiert. Wenn es eng geworden wäre, hätten wir wieder zulegen können.“
Tore: Lukas Müller (11/7), Grabisch (5), Buschendorff (4), Luca Jordan (3), Grebe, Röder, Fabian Jordan (je 2), Rougelis (1)

SVE vor schwerer Auswärtsaufgabe

Ebenfalls vor einem schweren Spiel steht am Samstag (20 Uhr) der SV Erbach beim Tabellensechsten SG Arheilgen. Die SGA bezwang zuletzt die HSG Bensheim/Auerbach 26:21. Dennoch tut sich Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath schwer, die Arheilger einzuschätzen: „Arheilgen ist irgendwie eine Wundertüte. Völlig unterschiedliche Ergebnisse lassen eine Beurteilung des Leistungsvermögens nur schwer zu.“ Was den Erbachern Mut macht: In der vergangenen Saison gewannen sie trotz 13:18-Pausenrückstand noch 31:25. „Bei der SGA haben wir zuletzt ganz gut ausgesehen“, erinnert sich Flath, warnt aber auch: „Wir dürfen uns diesmal keine Schwächeperiode erlauben, müssen versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten.“
Welches Personal Trainer Jens Becker am Samstag zur Verfügung steht, ist indes noch offen. Fragezeichen stehen hinter Dario Schwiersch, Lennart Grabisch und Luca Röder. Grabisch und Röder hatten dem SVE schon bei der 19:24-Niederlage in Lorsch gefehlt.

 

Die Brocken kommen noch

Eine grundsolide Leistung reichte den Handballern der Tvgg Lorsch in der Bezirksoberliga, um im Derby gegen den SV Erbach die Oberhand zu behalten. Durch den 24:19 (11:8)-Heimsieg bleiben die Lorscher verlustpunktfrei an der Tabellenspitze, aber Spielertrainer Dennis Rybakov will das nicht zu hoch aufhängen: „Das ist natürlich eine schöne Momentaufnahme. Aber wir wissen das auch richtig einzuschätzen. Unser Auftaktprogramm war machbar, die dicken Brocken kommen erst noch.“
Zu diesen dicken Brocken gehörte der SV Erbach am Sonntagabend nicht. So konnte Rybakov es sich sogar leisten, selbst keine Sekunde mitzuwirken und auch ansonsten viel durchzuwechseln. Die Grundlage zum Sieg legte Lorsch erneut in der Deckung und mit einem guten Rückzugsverhalten: „Wir verteidigen die Konter des Gegners zur Zeit richtig gut und lassen kaum leichte Tore zu“, lobt Rybakov die Disziplin seiner Mannschaft.
Aber auch die Erbacher waren nicht unzufrieden. „Mit dem Ergebnis können wir leben, die Lorscher sind sicher nicht unser Gradmesser“, sagte Abteilungsleiter Thomas Flath, der die Defensivarbeit lobte. Denn die 5:1-Abwehrformation gab der Tvgg so manche Nuss zu knacken. Ausbaufähig ist hingegen die Offensivleistung. 19 Tore sind nicht viel, „da wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen.“ Einzig Paul Buschendorff fasste sich des Öfteren ein Herz, erzielte sieben Tore.
Lorsch begann dominant, auch wenn mit Sebastian Wachtel noch ein Leistungsträger fehlte, und geriet nie in Rückstand. Denn den Erbachern, ohne Luca Röder und Lenny Grabisch angetreten, fiel im Angriff nicht viel ein. Beim 8:2 und 9:3 (20.) hatte sich die Tvgg Lorsch bereits ein scheinbar komfortables Polster verschafft, das aber kurz nach der Pause wieder auf 11:9 geschmolzen war. „Dann haben wir aber wieder 20 Minuten Vollgas gegeben und die Entscheidung herbeigeführt“, so Rybakov mit Blick auf das 23:15 nach 52 Minuten, das schließlich vorentscheidend war.
„Das war ein sicherer Sieg, ohne zu glänzen. Nächste Woche gegen Siedelsbrunn müssen wir eine Schippe drauflegen“, blickte der Lorscher Trainer nach vorne. Die Erbacher indes treten am Samstag (26.) bei der „Wundertüte“ (Flath) SG Arheilgen an.
Tore: Buschendorff (7), Müller (7/4), Kleinbauer (2), Grebe, Rougelis, Lulay (je 1)

Männer und Frauen vor Auswärtsaufgaben

Männer I

Derbyzeit ist auch beim SV Erbach: Die Handballer aus dem Heppenheimer Stadtteil fahren am Sonntagabend (18 Uhr) zum Tabellenführer Tvgg Lorsch. Keine Frage, die Mannschaft aus der Klosterstadt ist bislang das Team der Stunde in der Bezirksoberliga. Vier Spiele und vier Siege katapultierten die Lorscher auf Tabellenplatz eins. Und das auch völlig zurecht und keineswegs überraschend, wie Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath betont: „Nein, das überrascht mich wirklich nicht. Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass ich die Tvgg am Ende der Runde ganz vorne erwarte.“ Auf seine Mannschaft, das weiß Flath ganz genau, warte am Sonntag eine „große Herausforderung“, bei der eine Topleistung nötig sein wird, um zu bestehen. Die Handballer der Tvgg Lorsch sind das einzige Team, das noch keine Minuspunkte auf dem Konto hat. „Wir haben die große Chance, uns vorerst weit vorne zu etablieren“, blickt Dennis Rybakov mit großer Freude auf die Tabelle, will den derzeitigen Höhenflug aber auch nicht überbewerten. Der Spielertrainer wird gegen Erbach auch wieder dabei sein, nachdem er zuletzt beim 25:23-Erfolg gegen Bensheim beruflich verhindert war. Rybakov wurde allerdings von Pascal Kärchner hervorragend vertreten, doch der Spielmacher ist froh, sich nun wieder einzig und alleine auf seinen Job auf dem Spielfeld konzentrieren zu können. „Etwas aufgeregt war ich vor dem Spiel schon“, gibt Kärchner zu. Aber das legte sich schnell, zumal seine Mitspieler ihm die Sache auch leicht machten: „Alle haben super mitgezogen. Keine Entscheidung wurde in irgendeiner Form in Frage gestellt. Die Jungs haben die Konstellation total akzeptiert“, freute sich der erfahrene Rückraum-Akteur. Dass seine Lorscher nun ganz oben stehen, ist für ihn aber auch eher eine Momentaufnahme: „Natürlich haben wir vier gute Spiele gemacht und dabei auch Mannschaften geschlagen, die durchaus gut sind. Aber die ganz dicken Brocken kommen noch.“
Eine tolle Momentaufnahme ist derweil der erste Platz im Klassement für die Handballerinnen des SV Erbach. „Tatsächlich stehen wir besser da, als wir selbst erwartet haben“, gibt SVE-Trainer Jozef Skandik vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr) bei der TGS Walldorf zu.

Derbyzeit in der Handball-BOL | Männer & Frauen

Derbyzeit ist auch beim SV Erbach: Die Handballer aus dem Heppenheimer Stadtteil fahren am Sonntagabend (18 Uhr) zum Tabellenführer Tvgg Lorsch. Keine Frage, die Mannschaft aus der Klosterstadt ist bislang das Team der Stunde in der Bezirksoberliga. Vier Spiele und vier Siege katapultierten die Lorscher auf Tabellenplatz eins. Und das auch völlig zurecht und keineswegs überraschend, wie Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath betont: „Nein, das überrascht mich wirklich nicht. Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass ich die Tvgg am Ende der Runde ganz vorne erwarte.“ Auf seine Mannschaft, das weiß Flath ganz genau, warte am Sonntag eine „große Herausforderung“, bei der eine Topleistung nötig sein wird, um zu bestehen. Die Handballer der Tvgg Lorsch sind das einzige Team, das noch keine Minuspunkte auf dem Konto hat. „Wir haben die große Chance, uns vorerst weit vorne zu etablieren“, blickt Dennis Rybakov mit großer Freude auf die Tabelle, will den derzeitigen Höhenflug aber auch nicht überbewerten. Der Spielertrainer wird gegen Erbach auch wieder dabei sein, nachdem er zuletzt beim 25:23-Erfolg gegen Bensheim beruflich verhindert war. Rybakov wurde allerdings von Pascal Kärchner hervorragend vertreten, doch der Spielmacher ist froh, sich nun wieder einzig und alleine auf seinen Job auf dem Spielfeld konzentrieren zu können. „Etwas aufgeregt war ich vor dem Spiel schon“, gibt Kärchner zu. Aber das legte sich schnell, zumal seine Mitspieler ihm die Sache auch leicht machten: „Alle haben super mitgezogen. Keine Entscheidung wurde in irgendeiner Form in Frage gestellt. Die Jungs haben die Konstellation total akzeptiert“, freute sich der erfahrene Rückraum-Akteur. Dass seine Lorscher nun ganz oben stehen, ist für ihn aber auch eher eine Momentaufnahme: „Natürlich haben wir vier gute Spiele gemacht und dabei auch Mannschaften geschlagen, die durchaus gut sind. Aber die ganz dicken Brocken kommen noch.“

Der SV Erbach schaut derweil gerne auf die Tabelle

Eine tolle Momentaufnahme ist derweil der erste Platz im Klassement für die Handballerinnen des SV Erbach. „Tatsächlich stehen wir besser da, als wir selbst erwartet haben“, gibt SVE-Trainer Jozef Skandik vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr) bei der TGS Walldorf zu.

Quelle: Echo Online 17.10.2019

Taktik von Becker geht fast auf

Eine knappe Heimniederlage musste am Sonntagabend der SV Erbach einstecken. Die Bezirksoberliga-Handballer unterlagen dem TV Siedelsbrunn 22:23 (9:14)


Für Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath stand kurz nach Spielende fest: „Die Partie haben wir in der ersten Halbzeit verloren.“ Nicht viel lief beim SVE in den ersten 30 Minuten zusammen. Nur neun eigene Treffer, dazu viele technische Fehler und Unzulänglichkeiten auch in der Defensive. „So ist es natürlich schwer zu gewinnen“, kritisierte Flath, der schon unter der Woche vor dem Siedelsbrunner Zusammenspiel am Kreis warnte. Und genau hier gelang den Gastgebern im ersten Durchgang nur selten ein Zugriff.

Besser lief es dann aber nach der Pause, begünstigt auch durch Umstellungen in der Abwehr. „Wir haben offensiver gedeckt und zwei Gegenspieler in Manndeckung genommen. Das hat ganz gut funktioniert“, lobte der Erbacher Abteilungsleiter, der sah, wie sich seine Mannschaft Tor um Tor herankämpfte. Lagen die Erbacher in der 46. Minute beim 13:19 noch mit sechs Toren hinten, kamen sie sechs Minuten später auf zwei Tore heran (17:19). Und auch die Chance auf den Ausgleich hatte der SVE, in den entscheidenden Situationen in den Schlussminuten fehlte der Mannschaft von Trainer-Rückkehrer Jens Becker aber auch das nötige Glück. So reichte es am Ende nur noch zum 22:23 durch Dario Schwiersch, mit neun Treffern erfolgreichster Erbacher Torschütze, sechs Sekunden vor der Schlusssirene. „In kämpferischer Hinsicht haben wir in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung geboten. Diese positiven Aspekte wollen wir mit in die nächsten Spiele nehmen“, erklärte Thomas Flath, wohl wissend, dass mit ein bisschen mehr Spielglück eine Punkteteilung im Bereich des Möglichen war. Die erste Hälfte gelte es hingegen aufzuarbeiten und Lehren daraus zu ziehen. Denn die nächste Aufgabe hat es für den SV Erbach wieder in sich: Am Sonntag gastiert nämlich die Mannschaft von Jens Becker beim erlustpunktfreien Spitzenreiter Tvgg Lorsch.
Tore: Schwiersch (9), Grabisch (5), Buschendorff (4/2), Röder (2), Lukas Müller (2/1)

Becker neuer Trainer in Erbach

Handball-Bezirksoberligist präsentiert alten Weggefährten als neuen Übungsleiter. Der war eigentlich schon in Ruhestand.


Positive Nachrichten vermeldet der SV Erbach vor dem Heimspiel gegen den TV Siedelsbrunn am Sonntagabend (18 Uhr). Der Handball-Bezirksoberligist präsentierte in diesen Tagen einen alten Bekannten als Nachfolger für den überraschenden Abgang seines Spielertrainers Nemanja Skrobic. Jens Becker wird ab sofort die Übungseinheiten leiten und an den Spieltagen auf der Bank sitzen.
Die Freude und Zufriedenheit bei den Verantwortlichen des SV Erbach war groß, als Jens Becker letztlich die Zusage gab. Wohl kaum ein anderer Trainer kennt Verein und Gegebenheiten im Heppenheimer Stadtteil so gut wie der Odenwälder, der zuletzt die HSG Fürth/Krumbach trainierte und nun eigentlich seinen sportlichen Ruhestand genießen wollte. Beim SV Erbach war Becker bereits zweimal als Trainer tätig. Zwischen 2003 und 2007 gelang ihm unter anderem der Landesliga-Aufstieg. Zuvor zeichnete er zwischen 1997 und 2001 als Übungsleiter verantwortlich. Umso überraschender nun das Comeback beim SVE. „Natürlich musste ich ein bisschen darüber nachdenken, schließlich hat die Zeit ohne Traineraufgaben auch seine Vorteile“, erklärt Becker, dem das freundschaftliche Verhältnis zum SV Erbach im Allgemeinen und zum Vorsitzenden Thomas Lulay im Speziellen dann doch wichtiger war. „Sie haben mich um Hilfe gebeten. Das konnte ich aufgrund dieser engen Beziehung nicht ablehnen“, gesteht Becker, der bereits die ersten Trainingseinheiten leitete und einen positiven Eindruck von seiner neuen Mannschaft bekommen konnte. „Die Jungs haben schon ordentlich mitgezogen und waren engagiert bei der Sache“, freut sich Jens Becker, der sein Engagement beim SV Erbach bislang noch nicht zeitlich fixiert hat. „Das hängt jetzt auch ein bisschen an den Jungs selbst. Wenn ich sehe, dass die Mannschaft nicht mitzieht und die Einheiten unter der Woche nur mäßig besucht sind, bin ich auch ganz schnell wieder weg“, sagt der neue Erbacher Trainer, der sich aber keine allzu großen Sorgen darüber macht, dass seine Spieler nicht entsprechend mitziehen werden. Für Thomas Flath, Abteilungsleiter des SV Erbach, ist das Comeback von Jens Becker ein Glücksfall: „Wir sind froh darüber, dass wir mit ihm so schnell einen kompetenten Trainer gewinnen konnten, der den Verein bestens kennt und zudem gut mit jungen Spielern arbeiten kann“, freut sich Flath.

SV Erbach hat plötzlich ein Trainerproblem

Spielertrainer Nemanja Skrobic verabschiedet sich ohne Vorwarnung. Bei der 22:30-Niederlage in Bensheim zeigt sich die Mannschaft dennoch von ihrer kämpferischen Seite.


Eine klare Auswärtsniederlage gab es für den SV Erbach zu verkraften. Die Handballer verloren in der Bezirksoberliga beim Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach mit 22:30 (12:16). Deutlich schwerer als die Niederlage in Bensheim wog für die Erbacher aber eine personelle Entwicklung der vergangenen Woche. Völlig überraschend und ohne Vorwarnung verabschiedete sich Spielertrainer Nemanja Skrobic von Mannschaft und Verein aus dem Heppenheimer Stadtteil. Entgegen aufkommender Gerüchte handelte es sich aber keineswegs um eine „Flucht“ oder ähnlichem des Handballers. „Er hat mir seine persönlichen Gründe erklärt, und ich kann diese auch nachvollziehen“, erklärte Abteilungsleiter Thomas Flath auf Nachfrage dieser Zeitung, zeigte sich von Skrobics Entscheidung aber dennoch überrascht: „Natürlich waren wir auf eine solche Situation zu Beginn der Saison nicht vorbereitet. Nemanja hat aber seine Gründe vor der Mannschaft erklärt, und wir müssen diese akzeptieren“, betonte Flath, der sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger begeben muss. Und da sind die ersten Gespräche bereits am Laufen. Nur gut, dass das nächste Wochenende ein spielfreies ist und sich dem SV Erbach so die Möglichkeit bietet, einen neuen Coach zu präsentieren. Und der wird, so die Vorstellung des Abteilungsleiters, von außen zu den Erbachern stoßen. Bis dahin werden Andreas Lulay und Martin Guthier die Trainingseinheiten leiten.
Für das Spiel der Erbacher bei der HSG Bensheim/Auerbach war der Abgang Skrobics freilich alles andere als förderlich. Und dennoch zeigte sich die Mannschaft gewillt, auch beim starken Aufsteiger Zählbares mit nach Hause zu nehmen. „Mit ein bisschen Glück wäre für uns vielleicht etwas drin gewesen. Doch zahlreiche Latten- und Pfostentreffer haben verhindert, dass wir das Spiel enger gestalten konnten“, sagte Thomas Flath, der das Ergebnis letztlich als „zu deutlich ausgefallen“ bewertete. Gut gefallen hatte ihm, dass sich die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt aufgab und immer gegen die Auswärtsniederlage ankämpfte. Paul Buschendorff war dabei mit elf Treffern erfolgreichster Erbacher Werfer.

SV Erbach hat Respekt vor Göbel und Kuch

Zweites Derby in Folge in der Handball-Bezirksoberliga. TV Lampertheim muss ersatzgeschwächt antreten, während die HSG Weschnitztal die ersten Punkte einfahren will.


„Natürlich wollen wir gewinnen“, gibt sich derweil Moritz Brandt, Trainer der Bensheimer, selbstbewusst. „Wir sind zu Hause, haben Selbstvertrauen getankt und wollen gleich nachlegen“, erklärt der Coach rückblickend auf den 35:32-Erfolg gegen Siedelsbrunn. Gleichzeitig warnt Brandt aber auch vor dem Gegner: „Erbach hat eine gute Mannschaft und ist sicherlich stärker einzuschätzen als noch letzte Runde.“