SV Erbach: vorne hui, hinten pfui

37 Gegentreffer sind viel zu viel, befindet Abteilungsleiter Thomas Flath, der aber trotz des 30:37 gegen Rüsselsheim seiner Sieben eine klare Leistungssteigerung bescheinigt.


Vorne hui, hinten pfui – die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach kassierten am Samstag die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel mit dem 30:37 (12:17) gegen die MSG Rüsselsheim.

Thomas Flath sieht klare Leistungssteigerung
Während die Mannschaft in der Offensive eine durchaus ordentliche Vorstellung bot, passte in der Abwehr wenig zusammen. „Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. 37 Gegentreffer sind viel zu viel“, kritisierte Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath nach einer Partie, in der den Gastgebern durch Paul Buschendorff zwar das erste Tor der Partie gelang (2.), die dann aber einem Vier-Tore-Rückstand hinterherliefen (1:5, 8.). „Gegen eine körperlich so starke und auch erfahrene Mannschaft wie Rüsselsheim ist es nicht leicht, einen solchen Rückstand aufzuholen“, erklärte Flath, der mit Einstellung und Körpersprache durchaus einverstanden war: „Das war eine klare Leistungssteigerung gegenüber den vergangenen Spielen.“
Erneut fehlten Rene Weis, Fabian Jordan und Lennart Grabisch verletzt; Weis und Jordan drohen gar länger auszufallen. „Das ist natürlich alles andere als optimal. Trotzdem lassen wir die Köpfe nicht hängen. Dann werden wir sicher bald wieder Punkte holen“, so Flath.
Tore: Skrobic (12), Lukas Müller (5), Buschendorff (4), Röder, Schwiersch (je 3), Grebe, Kleinbauer, Fischer (je 1)

Steigerung ist nötig

SV Erbach muss vor allem in der Abwehr aggressiver zu Werke gehen. SVE-Frauen bekommen es im Kellerduell der Bezirksoberliga im Duell zweier siegloser Teams mit Lorsch zu tun.

Die Enttäuschung bei den Bezirksoberliga-Handballern des SV Erbach war groß nach der deutlichen 21:37-Niederlage bei Aufsteiger Tvgg Lorsch. Vor allem im Defensivverhalten offenbarte der SVE große Probleme, ließ jegliche Aggressivität vermissen. Das soll am Samstag (19.15 Uhr) im Heimspiel gegen die die MSG Rüsselsheim anders werden.
Allerdings kommt mit Rüsselsheim ein echter Brocken. „Wir wissen, dass die MSG nur schwer einzuschätzen ist“, so Abteilungsleiter Thomas Flath. Er erinnert sich ungern an das Hinspiel der vergangenen Saison, in dem die Erbacher mit 24:41 unter die Räder kamen. Ganz anders damals jedoch das Rückspiel: Hier behielt der SVE mit 27:23 die Oberhand. „Trotz allem haben die Rüsselsheimer eine gut ausgebildete Mannschaft mit wirklich guten Einzelspielern. „Wir müssen uns im Vergleich zu den letzten Spielen deutlich steigern, wollen wir Zählbares behalten“, fordert Flath vor allem in der Abwehr ein engagierteres Auftreten.
In personeller Hinsicht steht Trainer Jozef Skandik noch vor einigen Ungewissheiten. Dario Schwiersch ist zwar wieder ins Training eingestiegen, ein Einsatz dürfte aber noch zu früh kommen. Fabian Jordan droht erneut auszufallen. Auch die Einsätze von Rene Weis und Torhüter Moritz Lulay sind noch längst nicht sicher.

Das Derby in der Frauen-Bezirksoberliga zwischen dem SV Erbach und der Tvgg Lorsch ist am Samstag (17 Uhr) ein Duell zweier siegloser Teams. Allerdings haben beide Mannschaften im Vorfeld der Saison auch schon Probleme gesehen, die Zielsetzung lautet mit „Klassenerhalt“ bei beiden identisch.

Im direkten Aufeinandertreffen in der Mehrzweckhalle scheinen die Schützlinge von SVE-Coach Jozef Skandik im Vorteil. Schließlich haben sie aufsteigende Form bewiesen, wollen nun unbedingt den ersten Sieg einfahren.
Lorschs Trainer Frank Rupp hatte im Training Gesprächsbedarf: „Wir müssen uns deutlich steigern, besonders im Angriff“, fordert Rupp. Dass mit Nadine Remza (Kreuzbandriss) eine verlässliche Größe langfristig ausfällt, macht die Sache noch schwerer.

SV Erbach ist chancenlos bei Aufsteiger TVGG Lorsch

Erleichterung bei der Tvgg, Frust beim SVE: Das Derby und Kellerduell der Handball-Bezirksoberliga wurde zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit für die Gastgeber.


Erleichterung bei der Tvgg Lorsch, Frust beim SV Erbach: Das Derby und Kellerduell der Handball-Bezirksoberliga wurde zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit: Die Lorscher fertigten den SVE mit 37:21 (19:8) ab.

„Bei uns hat man heute gemerkt, dass wir komplett waren. Dadurch konnten wir Tempo von Anfang bis zum Ende machen“, resümierte Tvgg-Spielertrainer Dennis Rybakov, der erstmals auf die beruflich stark eingebundenen Torbjörn Müller und Christoph Schierk zurückgreifen konnte. Auf der anderen Seite war Erbachs Betreuer Andreas Lulay sichtlich bedient: „Lorsch hat uns mit einer aggressiven Deckung den Schneid abgekauft. So eine gesunde Härte hätte ich mir auch von unseren Jungs gewünscht.“
Natürlich fehlten den Erbachern mit den Verletzten Dario Schwiersch, Fabian Jordan und Rene Weis gleich drei Spieler aus den ersten Sechs, „aber das darf keine Entschuldigung für diesen Auftritt sein“, so Lulay. „Wir waren viel zu brav.“ Das konnte man von den Lorschern keineswegs behaupten. Rybakov selbst ging mit gutem Beispiel voran, kaufte Erbachs Torjäger Nemanja Skrobic früh den Schneid ab. Die frühe Zeitstrafe gegen den Spielertrainer (4.) war dabei durchaus einkalkuliert.
Doch nach dem 1:3-Rückstand drehte Lorsch das Ergebnis zum 6:3 und war fortan tonangebend. Zwar wechselten die Gastgeber munter durch, aber auch daraus konnte der SVE keinen Profit schlagen. Im Gegenteil: Dadurch konnten die Gastgeber das Tempo hochhalten, während Erbach mehr und mehr auf dem Zahnfleisch ging, zumal auch die Moral im Keller war. Über 27:13 (43.) und 31:17 (50.) fertigte der Aufsteiger die Gäste regelrecht ab.
„Für uns war es wichtig, hier richtig durchzuziehen. Mit diesem Spiel sind wir in der Liga angekommen, haben gezeigt, dass wir gewinnen können“, war Dennis Rybakov nach dem ersten Sieg im vierten Spiel erleichtert. Dass seine Lorscher zwar noch hinter dem SVE (3:9 Punkte) auf dem vorletzten Rang stehen, ist für den Spielertrainer kein Problem: „Wir wussten, dass wir ein schweres Auftaktprogramm haben und dass das Spiel gegen Erbach das erste sein wird, in dem wir punkten können – und das haben wir eindrucksvoll gemacht.“
Tore: Skrobic (5), Buschendorff (3), Grabisch (2), Grebe (2), Lukas Müller (2), Kleinbauer (2), Jonas Müller (2/2), Röder (1), Fischer (1), Radisic (1/1)

Flath warnt vor Aufsteiger

Der SV Erbach hat in der Handball-Bezirksoberliga zuletzt einen „Rückschritt in der Entwicklung“ gemacht, wie Abteilungsleiter Flath bekennt. Nun folgt das Derby gegen Lorsch.

Vor dem vierten Derby der noch jungen Saison steht am Sonntag (18 Uhr) der SV Erbach. Der Handball-Bezirksoberligist gastiert beim Aufsteiger Tvgg Lorsch.
Die Enttäuschung im Lager der Erbacher war riesig nach dem 24:32 gegen Siedelsbrunn am vergangenen Wochenende. „Vielleicht war die Erwartungshaltung einfach zu groß. Trotzdem war diese Heimniederlage ein Rückschritt in unserer Entwicklung“, erklärt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath, der sich nun aber auf die bevorstehenden Aufgaben konzentriert. Und da wartet mit der Tvgg Lorsch ein Bezirksoberliga-Aufsteiger, der mit drei Niederlagen in die Saison startete und derzeit den vorletzten Tabellenplatz belegt. Doch genau davon wollen sich die Erbacher nicht blenden lassen, zumal der letzte Gegner, Siedelsbrunn, ebenfalls noch punktlos war, bevor sie in Erbach antraten. „Lorsch hatte zuletzt enorme personelle Probleme, so dass sogar Trainer Dennis Rybakov als Spieler wieder aushelfen musste. Ich persönlich schätze die Tvgg ähnlich stark ein wie beispielsweise Groß-Rohrheim“, warnt Flath, der seine Mannschaft auf eine schwere Aufgabe vorbereitet.
Auf wen Erbachs Trainer Jozef Skandik in personeller Hinsicht bauen kann, ist noch offen. Fabian Jordan wird aufgrund einer Knieverletzung aber wohl ausfallen. Ob Dario Schwiersch, er ist erst vor kurzem wieder ins Training eingestiegen, wieder eine Option ist, ist fraglich.

„Das ist für uns das wichtigste Spiel bisher“, betont derweil Dennis Rybakov, Spielertrainer der Lorscher. Nach drei Niederlagen zum Saisonstart gegen Mannschaften, die allesamt zu den Titelkandidaten zählen, ist das Derby gegen den SVE „die erste machbare Aufgabe“, so Rybakov. „Erbach kämpft genauso wie wir um den Klassenerhalt. Das wird ein richtungsweisendes Spiel“, betont er.
Unterdessen sagt Jozef Skandik, Trainer der Erbacher Frauen: „Das ist für uns wie ein neuer Saisonbeginn.“ Nach den ersten beiden Spielen, einem 24:24 in Walldorf und einem 16:22 gegen Egelsbach, hatten die Erbacherinnen einen Monat Pause. Nun geht es am Samstagabend um 19.15 Uhr in der Sporthalle des Starkenburg-Gymnasiums gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden II.

Das ist ein klarer Rückschritt für den SV Erbach

Weder in Abwehr noch im Angriff finden die Bezirksoberliga-Handballer in die Spur. So steht im Derby am Ende eine 24:32-Heimniederlage gegen die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach.


Eine klare 24:32 (12:14)-Heimniederlage gab es am Samstagabend für Handball-Bezirksoberligist SV Erbach gegen die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Es waren zugleich die ersten Saisonpunkte für die Odenwälder.
Thomas Flath, Erbacher Abteilungsleiter, machte nach der Niederlage aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Das Spiel war ein klarer Rückschritt. Wir haben in keiner Phase des Derbys an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen können.“
Immerhin: Der SVE lag über 1:0 (1.) und 2:1 (3.) in der fünften Minute 4:2 vorne. In dieser Phase setzte Nemanja Skrobic Akzente und bereitete der Siedelsbrunner Defensive einige Probleme. „Allerdings vermochten wir uns nach zehn Minuten in der Abwehr zu steigern“, lobte HSG-Trainer Ingo Trumpfheller, der beim 6:5 für die Odenwälder durch Yanik Ehret die erste Gästeführung sah. Diese sollte Siedelsbrunn bis zum Ende nicht mehr aus der Hand geben. 9:6 lag die HSG nach 16, 14:10 nach 27 Minuten vorne. Erbach schaffte aber kurz nach der Pause durch Andrej Grebe den Anschluss. Doch davon ließen sich die Siedelsbrunner nicht beirren.
„Sowohl in Abwehr und auf der Torhüterposition als auch im Angriff haben wir unser Spiel durchbringen können. Wir haben es den Gästen leicht gemacht, mit einfachem Handball-Einmaleins gegen uns zu gewinnen“, kritisierte Flath.
Tore: Lukas Müller (6/3), Buschendorff (6), Skrobic (5), Weis (3), Grebe (2), Grabisch, Fischer (je 1)

Ein Sieg, ein Remis: „Es ist absolut okay“

Der Saisonauftakt des SV Erbach in der Handball-Bezirksoberliga ist durchaus positiv verlaufen. Neuzugang Skrobic kommt dabei immer besser in Schwung.


Vor einem weiteren Derby steht der SV Erbach am Samstagabend (19.15 Uhr). Der Handball-Bezirksoberligist empfängt die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach in der Mehrzweckhalle.
Keine Frage, der Saisonauftakt der Erbacher verlief bislang durchaus positiv. Drei Punkte holte die Mannschaft von Trainer Jozef Skandik aus den ersten vier Spielen. Zuletzt gewann der SVE bei der TuS Griesheim II mit 31:29. Kein Wunder also, dass die Klubverantwortlichen einverstanden sind mit der bisherigen Punkteausbeute. „Ja, ein Sieg und ein Unentschieden sind absolut okay. Trotzdem gibt es noch eine Menge zu verbessern, was zuletzt auch das Spiel in Griesheim gezeigt hat“, sagt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath, der vor dem Heimspiel gegen Siedelsbrunn davor warnt, den Gegner aufgrund der derzeitigen Tabellensituation zu unterschätzen. Die HSG ist mit 0:6-Punkten im Moment Tabellenletzter. „Wir dürfen uns davon nicht blenden lassen, zumal es die Odenwälder zum Saisonauftakt mit schweren Gegnern zu tun hatten. Das Spiel wird kein Selbstläufer. Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe“, warnt Flath. Vor allem leichte, technische Fehler gelte es zu vermeiden, schließlich verfüge Siedelsbrunn über eine erfahrene Mannschaft, die Fehler schnell bestrafe, so Thomas Flath weiter.
Für die HSG Siedelsbrunn steht vor dem Spiel in Erbach indes fest: „Wir müssen dem Gegner unser Spiel aufzwingen und unsere Trümpfe ausspielen“, erklärt Trainer Ingo Trumpfheller, der Respekt vor den Erbachern hat: „Man darf den SVE keinesfalls unterschätzen, zumal sie in der eigenen Halle vor den eigenen Fans auf Sieg spielen werden. Zudem haben sie sich vor der Saison personell verstärkt“, weiß der Siedelsbrunner Trainer und spricht dabei vor allem Nemanja Skrobic an, der zuletzt immer besser in Schwung kam und auch in Griesheim elf Tore zum Auswärtssieg beisteuerte.
Während die Siedelsbrunner wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen können und nur hinter dem Einsatz von Till Falter noch ein Fragezeichen steht, kehrt bei den Erbachern Paul Buschendorff wieder in den Kader zurück. Auch Dario Schwiersch ist wieder ins Training eingestiegen. Ob es bei ihm am Samstagabend zu einem Einsatz reicht, ist allerdings noch offen.

Erster Saisonsieg für den SV Erbach

Eine Halbzeit lang sieht es nicht so prickelnd aus für die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach. Nach einer Steigerung gewinnen sie aber bei TuS Griesheim II mit 31:29.


Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath musste erst einmal durchatmen, als die Schlusssirene das Spiel in der Griesheimer Sporthalle beendete. Nein, ein gutes Handballspiel hatten die Zuschauer ganz sicher nicht gesehen. Am Ende zählten aber zumindest für die Erbacher die beiden Punkte. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir uns doch enorm schwer getan und gerade in der Abwehr keinen Zugriff gefunden“, kritisierte Flath, der nach 30 Minuten einen Drei-Tore-Rückstand für seine Mannschaft sah.
Nemanja Skrobic erzielt elf Treffer
Mit Beginn der zweiten Halbzeit lief es für die Erbacher aber besser. „Wir haben schnell den Ausgleich geschafft. Danach war es aber ein hartes Stück Arbeit, bis der Erfolg unter Dach und Fach war“, sagte der Abteilungsleiter, der in Minute 37 das 19:19 durch Lukas Müllers Siebenmeter sah. Sechs Minuten später sorgte Rene Weis für das Erbacher 22:21. In den Schlussminuten legten die Gäste einen Drei-Tore-Vorsprung vor. „Ich denke schon, dass der Sieg in Ordnung geht. Trotzdem gibt es noch eine Menge zu tun“, erklärte Flath. Neuzugang Nemanja Skrobic ragte mit elf Treffern aus einer aber insgesamt geschlossenen Mannschaft heraus.
Tore: Skrobic (11), Lukas Müller (6/3), Weis (4), Grebe (3), Grabisch, Röder, Jordan (je 2), Fischer (1)

Der SV Erbach hat ein klares Ziel vor Augen

Nach dem ersten Punktgewinn will der Handball-Bezirksoberligist nachlegen, am Sonntag in Griesheim den ersten Saisonsieg feiern. Dario Schwiersch und Paul Buschendorff fallen aus.


Die Zufriedenheit war am Ende groß bei Handball-Bezirksoberligist SV Erbach, als die Schlusssirene das Derby gegen den TV Groß-Rohrheim beendete und der erste Punkt auf dem Konto stand (25:25).
Freilich, in der Anfangsphase hatte die Mannschaft von Trainer Jozef Skandik noch ein paar Probleme mit dem hoch eingeschätzten Aufsteiger. Doch eine Umstellung in der Abwehr und nicht zuletzt die Körperlichkeit des Routiniers Mladen Radisic brachten Ruhe ins Spiel.
An diese Leistung will der SVE nun am Sonntag (14 Uhr) bei TuS Griesheim II anknüpfen. Die TuS kassierte zuletzt zwar eine 19:42-Niederlage in Langen, doch Abteilungsleiter Thomas Flath weiß: „In Langen kann man durchaus auch in der Deutlichkeit verlieren. Von diesem Ergebnis dürfen wir uns nicht blenden lassen.“
Ziel sei es, so formuliert der Abteilungsleiter, die Partie zu gewinnen. Es gelte, aus einer stabilen Abwehr heraus den Gegner zu Ballverlusten zu zwingen und die eigenen Chancen zu nutzen.
Dario Schwiersch (verletzt) und Paul Buschendorff (Urlaub) fallen aus. Einen erneuten Einsatz von Radisic hält Thomas Flath für unwahrscheinlich.

Der SV Erbach holt seinen ersten Punkt

Das kampfbetonte Derby der Handball-Bezirksoberliga gegen den TV Groß-Rohrheim hat mit dem 25:25 einen korrekten Endstand. Beide Mannschaften haben sogar die Siegchance.


Wühler am Kreis: Fabian Jordan (SV Erbach) erzielt gegen den TV Groß-Rohrheim vier Tore.

Wühler am Kreis: Fabian Jordan (SV Erbach) erzielt gegen den TV Groß-Rohrheim vier Tore.Foto: Sascha Lotz

Am Ende hätten sie beide das Derby gewinnen können: In den verbleibenden 111 Sekunden hatte der TV Groß-Rohrheim zweimal den Ball, doch die Abwehr des SV Erbach war auf dem Posten. Auf der Gegenseite scheiterte Nemanja Skrobic mit einem direkten Freiwurf. Es war die letzte Aktion in einer kampfbetonten Bezirksoberliga-Partie, die mit dem 25:25 ein gerechtes Ergebnis fand.
200 Zuschauer sahen in der Erbacher Mehrzweckhalle zwei stabile Abwehrreihen und gute Aktionen über die Kreisläufer. Da taten sich auf SVE-Seite Fabian Jordan und Nemanja Skrobic hervor. „Das Zusammenspiel hat gut geklappt“, freute sich Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath; der erfahrene Skrobic werde immer mehr zur erhofften Verstärkung.
Dabei begann die Partie für die Gastgeber ernüchternd. 1:5 stand es nach wenig mehr als sechs Minuten, 6:10 nach 18. Die robusten Rohrheimer waren eifrig bestrebt, ihren zweiten Saisonsieg einzufahren. Doch die Erbacher kämpften sich heran. Skrobic schaffte beim 12:12 den ersten Ausgleich, Jordan wenig später die erste Führung zum 13:12-Pausenstand. In Abschnitt zwei gab es für die Trainer Jozef Skandik (SVE) und Sascha Holdefehr (TVG) ein Wechselbad der Gefühle. Nach 40 Minuten hatte Erbach beim 20:17 den Vorteil auf seiner Seite, fünf Minuten später die Rohrheimer nach einem 4:0-Tore-Lauf. Fortan legte der Gast stets vor – bis Rene Weis und Luca Röder das Spiel erneut drehten – 25:24 für den SVE.
Doch die Erbacher Kampfkraft hatte ihren Preis. Das Schiedsrichtergespann Dries/ Lehmann verhängte sechs Zeitstrafen gegen die Gastgeber, nur drei gegen den TVG. Umgekehrt war das Verhältnis bei den Siebenmetern. Während Lukas Müller nur zweimal antreten und verwandeln durfte, hatte der überragende Rohrheimer Andreas Ochs gleich elfmal die Gelegenheit. Und Ochs versenkte alle elf Würfe von der Linie, erzielte insgesamt 15 Tore.
Den ersten Punktgewinn in dieser Saison wollen die Erbacher nun am Sonntag, 7. Oktober (14 Uhr), bei TuS Griesheim II vergolden.
Tore: Jordan (5), Skrobic (5), Müller (4/2), Weis (4), Grebe (3), Röder (2), Grabisch (1), Fischer (1)

Heppenheim erstaunlich stark, Erbach erstaunlich schwach

Die Handballer des HC VfL dominieren das Heppenheimer Bezirksoberliga-Derby gegen den SV Erbach nach Belieben. 450 Zuschauer sehen den 34:21-Sieg.


In der gut gefüllten Nibelungenhalle haben nur die Fans des HC VfL (beim Wurf: Michael Walz) Grund zur Freude im Derby gegen den SV Erbach.

In der gut gefüllten Nibelungenhalle haben nur die Fans des HC VfL (beim Wurf: Michael Walz) Grund zur Freude im Derby gegen den SV Erbach.Foto: Jährling

Große Freude auf der einen Seite, Ernüchterung auf der anderen: Die Gemütslagen in der Nibelungenhalle hätten am Freitagabend nach dem 34:21 (17:7)-Derbysieg des HC VfL Heppenheim über den SV Erbach zum Saisonauftalt der Handball-Bezirksoberliga kaum unterschiedlicher sein können.
450 Zuschauer bilden prächtige Kulisse
Irgendwie hatte es Heppenheims Vize-Kapitän Manuel Kasper geahnt. Schnell die Emotionen aus dem Spiel nehmen und mit einer konzentrierten Defensivleistung zum Erfolg kommen – das Erfolgsrezept griff aus Sicht des HC VfL vorzüglich. Und ärgerte auf der anderen Seite Thomas Flath sichtbar. Der Erbacher Abteilungsleiter benötigte einige Zeit, um sich zu beruhigen: „Wir haben überhaupt nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben überhaupt keine Mannschaftsleistung geboten“, schimpfte Flath, der, wie auch die 450 Zuschauer, eine völlig enttäuschende SVE-Mannschaft sah.
Ein Rätsel war auch die Leistung von Nemanja Skrobic, der mit viel Vorschusslorbeeren vom Drittligisten SG Köndringen/Teningen nach Erbach wechselte. Die Art und Weise, wie Skrobic versuchte, seinen jungen und ohnehin schon verunsicherten Mitspielern seine Spielideen zu vermitteln, war ungewöhnlich. „Nemanja hat eine wirklich gute Vorbereitung gespielt. Vielleicht wollte er in diesem Spiel zu viel Verantwortung übernehmen und muss sich erst mit dem Niveau der Bezirksoberliga zurechtfinden“, nahm SVE-Trainer Jozef Skandik den Bosnier in Schutz.
In der Tat: An der Leistung des Routiniers alleine lag es sicher nicht, dass Erbach unterging. „Wir hatten keinerlei Bewegung in unserem Spiel. In der Abwehr waren wir völlig harmlos, ohne jegliche Aggression“, kritisierte Flath den „Rückschritt“ seiner Mannschaft.
Heppenheims Trainer Timo Leister sah hingegen in einer starken Abwehrleistung und in einem überzeugenden Torhüter Andreas Ginader den Schlüssel zum Erfolg. Daran änderte auch die frühe Rote Karte gegen Daniel Schneider nichts, der Skrobic im Sprung in den Arm griff. Spätestens beim 12:3 durch Jonas Schütz (19.) war das Derby zugunsten der Gastgeber entschieden.
In der zweiten Halbzeit spielte der HC VfL den Vorsprung souverän über die Zeit. „Es war ein souveräner Erfolg. Ich hätte nicht gedacht, dass der so deutlich ausfällt, da auch wir nicht wussten, wo wir am ersten Spieltag der Saison stehen“, zeigte sich Timo Leister hochzufrieden.
Tore: Weis (6), Lukas Müller (4/2), Buschendorff, Skrobic (je 3), Grebe, Schwiersch (je 2), Lies (1)