Die B-Jugend-Handballer des SVE erreichen die Oberliga. Das Glück steht derweil den A-Jugend-Mädels und der B II-Jugend zur Seite.
Die männliche Handball-B-Jugend des SV Erbach (links Trainer Carsten Bengs) spielt in der nächsten Saison in der Oberliga.Foto: Linda Schneider
Die Handball-B-Jugend des SV Erbach hat ihr Ziel erreicht: Sie spielt in der Saison 2019/2020 in der Oberliga, der höchsten hessischen Spielklasse. Beim Endrundenturnier um den letzten freien Platz ließ der SVE sowohl Gastgeber TV Trebur als auch Eintracht Baunatal hinter sich.
Die Schützlinge von Trainer Carsten Bengs überzeugten mit einer von Anfang an konzentrierten, spiel- und willensstarken Vorstellung. Beim 21:13 (10:5) gegen den TV Trebur stach die aggressive, offensive Abwehr hervor. Die Partie gegen Baunatal war bis zum 5:5 offen, ehe der SVE zu seinem Rhythmus fand und letztlich 23:15 (12:7) gewann. „Die Jungs haben erneut gezeigt, was in ihnen steckt“, lobte Carsten Bengs.
Für den SVE spielten Tom Jordan, Marvin Rademacher (Tor); Manuel Hörr, Maximilian Bänsch, Jakob Lulay, Bastian Seitz, Jonas Helfrich, Marvin Greene, Leo Rougelis, Lukas Klenk, Rion Lather, Jonathan Müller.
Mit etwas Glück – als bester Tabellendritter aller Quali-Turniere – hat die männliche B II-Jugend die Bezirksoberliga erreicht. Beim Turnier in Groß-Bieberau wurde die Erbacher Mannschaft von den ältesten C-Jugendlichen unterstützt. Die SVE-Ergebnisse: HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden 11:16, JSG Bauschheim/Rüsselsheim/Königstädten 12:11, HSG Langen 11:11, JSG Groß-Bieberau/Modau 6:13.
Ersatzgeschwächt und mit der Hilfe von einigen B-Jugendlichen bestritt die weibliche A-Jugend des SV Erbach die Bezirksoberliga-Qualifikation. War das erste Spiel – das 13:15 gegen die HSG Fürth/Krumbach – noch spannend, so war in der unmittelbar folgenden zweiten Partie die Luft raus und die Erbacherinnen verloren gegen Mörfelden/Walldorf 10:26. Die Erbacher Mädels können sich dennoch freuen, denn auch als Tabellendritter haben sie sich für die Bezirksoberliga qualifiziert. Es spielten Julia Bernhardt, Carla Gramlich, Franca Helfert, Lina Mayer, Lucy Pohl, Nadja Helmling, Ira Sticksel, Melina Guthier.
An diesem Wochenende fahren alle Erbacher Jugendmannschaften auf den Sauberg nach Krumbach zum Handballspielen und Campen: Das Pfingstturnier der HSG Fürth/Krumbach steht an. Die Aktiven zieht es wie in den vergangenen Jahren zum TuS Kriftel – ebenfalls zum Handballspielen und Campen.
Am Sonntag, den 19.05.2019 findet ab 11 Uhr das Qualifikationsturnier für die Oberliga Hessen in unserer heimischen Halle, der Mehrzweckhalle in Erbach statt.
Um unseren Spielern den größtmöglichen Support neben dem Vorteil des Heimrechts zu sichern, freuen wir uns auf alle Fans, Handballinteressierten und Freunde des SV Erbachs, die am Sonntag den Weg in unsere Halle finden, diese zu einem BLAU-WEIßEN Hexenkessel machen und unser TEAM lautstark unterstützen.
Die Bewirtung für alle kommenden Fans ist bereits geplant!
Kommt vorbei und sichert euch ein Stück der selbstgemachten Pizza aus dem Pizzaofen.
Am Muttertag trafen fünf Mannschaften der Jahrgänge 2009/2010 im Modus ‚Jeder-gegen-Jeden‘ in der Erbacher Mehrzweckhalle aufeinander. Ziel des Orientierungsturniers ist dabei die Einstufung der Jugendmannschaften in die unterschiedlichen Spielklassen. Bereits ab 10 Uhr füllte sich die Halle mit Spielern, Trainern und deren Zuschauern. Dabei kamen viele auf Grund des Muttertages mit der ganzen Familie (viele Generationen), sodass die Halle den ganzen Tag über bis zum Turnierende gegen 15 Uhr mit über 150 Zuschauern gefüllt war. So wurde aus dem Turnier ein wahres Handballspielfest. Alle Spiele dauerten 20 Minuten ohne Pause, jedoch wurde nach 10 Minuten die Spielform vom ‚3 gegen 3‘ in das klassische 6+1 gewechselt. Mit vier sicheren Siegen setzten sich am Ende die Gäste klar als Turniersieger durch und werden somit vermutlich in der kommenden Saison in der höchsten Klasse des Bezirkes antreten. Die Trainer Florian Rossmann und Thorsten Bock nach dem Turnier: „Wir sind stolz auf unsere Jungs, die tollen und schnellen Handball gezeigt haben. Insbesondere das tolle Zusammenspiel mit den jüngeren 2010’er Jungs, die erst seit vier Wochen bei der E-Jugend mittrainieren hat uns positiv überrascht. 60 Tore in vier Spielen bei nur 19 Gegentoren zeigt wie gut das Team bereits vor der Saison funktioniert.“
Mit Unterstützung der Spieler aus der männlichen B-Jugend trat der SV Erbach mit seiner männlichen A-Jugend zum Qualifikationsturnier für die Bezirksoberliga an. Auf Grund der wenigen Wochen die das Team zur Vorbereitung hatte, war der Ausgang des Turnieres für die Mannschaft ungewiss. Doch so ging es allen Teams und so konnte man auch die Gegner in den bevorstehenden Spielen schwer einschätzen. Von 11 – 18 Uhr, spielte jeder gegen jeden mit einer Spielzeit von 1x 30 min. Im ersten Spiel gegen den TV Trebur, musste man sich letztendlich mit zwei Toren geschlagen geben (14:16), doch dann folgen klare Siege gegen die SKG Roßdorf (24:11), den HC VfL Heppenheim (16:10) und den Gastgeber TV Lampertheim (20:11). Somit stand am Ende des Turniertages sogar der Turniersieg mit 6:2 Punkten fest. Der TV Trebur landete auf Grund des schlechteren Torverhältnisses auf Platz zwei. Dennoch konnten sich beide Teams am Ende für die Bezirksoberliga im nächsten Jahr qualifizieren.
Nachdem sich der SV Erbach in der Vorquali als Tabellenerster für das Qualifikationsturnier der Oberliga Hessen qualifizieren konnte, erhielt die Jugendabteilung kurz darauf den Zuschlag zur Ausrichtung in der eigenen Halle. Somit können die Gastgeber am Sonntag den entscheidenden Vorteil als Heimmannschaft und die tolle Kulisse vor einer gefüllten Halle nutzen um die Qualifikation erneut mit dem ersten Tabellenplatz abzuschließen. Dieser würde in diesem Fall die direkte Qualifikation bedeuten. Doch der Turnierausgang ist völlig offen, denn die Erbacher treten gegen Teams aus anderen Bezirken an, diese sind als Gegner dementsprechend schwer einzuschätzen. Am Sonntag kommen dann die Männlichen B-Jugenden von der HSG Aschafftal, der HSG Hochheim/Wicker, der HSG Zwehren/Kassel und dem TV Gelnhausen.
Die Erbacher Spieler hoffen auf viele Zuschauer und Fans, die das Team zum Sieg anfeuern.
Bereits zum 14.Mal in Folge veranstaltete die Jugendabteilung der Erbacher Handballer zum Start der Osterferien ihr Handballcamp in der heimischen Mehrzweckhalle. Nachdembereits vor 2 Wochen die Teams der kommenden Saison mit neuen Trainern (Bericht folgt) in ihre Vorbereitung auf die im Mai + Juni anstehenden Qualifikationsspiele der verschiedenen Altersklassen gestartet waren, fieberten die rund 80 Teilnehmer-/innen dem Auftakt am Freitagmittag entgegen.Nach ersten Staffelspielen zum Aufwärmen, folgte das bei allen Jugendlichen sehr beliebte Handballturnier des Handballcamps. Dabei werden die Teams nicht nach Mannschaften eingeteilt sondern bunt durcheinander gemischt, sodass es auch einmal passieren kann, dass der jüngste Teilnehmer mit dem ältesten in einem Team spielt. Neben dem Handball, steht hier vor allem der Spaß im Vordergrund. Doch dieser kam auch an den beiden darauffolgenden Tagen nicht zu kurz. Eingeteilt in drei verschiedene Altersgruppen standen für die Teilnehmer mehrere Trainingseinheiten auf dem Programm. Geleitet wurden die Handballeinheiten unter anderem vom Trainer des Erbacher Herrenteams Nemanja Skrobic, dem Trainer der Damen Jozef Skandik aber auch vom neuen B-Jugendtrainer Carsten Bengs. Somit fanden die Trainingseinheiten nicht mit den gewohnten Trainern der Jugendlichen statt, sondern jeder hatte Gelegenheit auch mal ins das Programm der ander3en Jahrgänge hinein zu schnuppern. Auch die Spieler-/innen der Erbacher Männer- und Damenmannschaft wurden in Trainingseinheiten integriert und übernahmen Aufgaben wie das morgendliche Joggen, die Turnierleitung oder das Aufwärmprogramm. Insgesamt waren an den 3 Tagen etwa 20 verschiedene Trainer und Betreuer im Erbacher Jugendcamp – und das eigentlich rund um die Uhr – im Einsatz. Eine spezielle Trainingseinheit stand dann zum Abschluss des Handballcamps auf dem Programm. Die Trainerin der Damen-Bundesligamannschaft der Bensheimer Flames, Heike Ahlgrimm machte den jungen Erbacher Handballern-/innen ihre Aufwartung. Heike Ahlgrimm leitete nicht nur 2 Trainingseinheiten, sondern stand dem Erbacher Handballnachwuchs im Anschluss auch noch für eine sehr persönliche „Fragerunde“ zur Verfügung. Weitere Highlights im Programm des SVE-Camps waren ‚Jumping Fitness‘ mit Sibel Krämer, die ihre Trampoline aus dem BelleClub in Fürth mitbrachte und ‚Strong-Powergymnastik‘ mit Sabine Schwendemann. Über das ganze Wochenende hinweg wurden die Jugendlichen, die auch in der Halle übernachteten, von einem motivierten + engagierten Betreuerteam begleitet. Für einen reibungslosen Ablauf sorgte natürlich auch wieder das unermüdliche SVE-Küchenteam. Beim Heimspiel der 1.Herren am Samstagabend – das natürlich von allen Nachwuchshandballern gemeinsam angeschaut wurde –gab es zudem noch die freudige Kunde, dass der Inhaber der Heppenheimer Filiale von Postbank-Immobilien, Stefan Fritz das diesjährige Jugendhandballcamp mit einer großzügigen Spende unterstützt.
Unser Bild zeigt die Camp-Teilnehmer zusammen mit Stefan Fritz und SVE-Vorsitzenden Thomas Lulay bei der Spendenübergabe.
Bezirksoberliga-Handballer gestalten ihr finales Heimspiel nicht schön, aber erfolgreich: 27:21 gegen die SG Arheilgen.
Mit einem Sieg verabschiedete sich am Samstagabend der SV Erbach von seinen Fans. Die Bezirksoberliga-Handballer bezwangen im letzten Heimspiel die SG Arheilgen mit 27:21 (12:10) und kletterten in der Tabelle auf Platz elf. Zum Rundenfinale geht es am Samstag zum Dritten Crumstadt/Goddelau.
Dass die Erbacher nicht mehr ihre beste Leistung abzurufen vermochten, war aufgrund der sportlichen Vorzeichen – der Klassenerhalt stand schon vor der Partie fest – verständlich. „Ganz sicher war dieses Spiel kein Leckerbissen. Für uns zählt aber nur der doppelte Punktgewinn“, bilanzierte Abteilungsleiter Thomas Flath. Sorgte Spielertrainer Nemanja Skrobic in der zweiten Minute für das 1:0, wechselte die Führung in der Folgezeit. 3:2 hieß es nach sechs, 6:8 nach 20 Minuten, 12:10 zur Pause. Den zweiten Durchgang begann die Mannschaft des Trainergespanns Lulay/Skrobic konzentriert, bauten den Vorsprung auf vier Tore aus (19:15, 43.), ehe Arheilgen wieder herankam (21:19, 53.). Doch die Erbacher zogen in der Schlussphase die Zügel wieder an.
Luca Röder und Torhüter Bastian Flath waren für Thomas Flath die besten SVE-Akteure. Ebenfalls positiv für den Abteilungsleiter: „Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit haben wir zugelegt und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.“
Die SVE-Handballer haben am Samstag in der Mehrzweckhalle ein volles Programm zu absolvieren. Drei Mannschaften sind am letzten Heimspieltag dieser Saison im Einsatz.
Auf einen Heimspiel-Samstag freuen sich die Handballfreunde des SV Erbach. Während die Bezirksoberliga-Männer ab 19.15 Uhr die SG Arheilgen in der Mehrzweckhalle empfangen, haben es die Bezirksoberliga-Frauen ab 17 Uhr mit der ESG Crumstadt/Goddelau zu tun. Bereits um 15 Uhr spielen die C-Liga-Männer des SVE II gegen die SG Egelsbach.
Es ist Tradition in Erbach, dass das letzte Heimspiel-Wochenende mit einem geselligen Beisammensein bei Freibier und Essen im Anschluss an das Spiel der ersten Männermannschaft endet. Doch bis es soweit ist, stehen noch dreimal 60 Minuten Handball für die Erbacher an.
Für die Bezirksoberliga-Männer geht es darum, sich mit einem guten Gefühl aus einer über weite Strecken durchaus ordentlichen Saison zu verabschieden. Das Hinspiel in Arheilgen gewannen die Erbacher nach Fünf-Tore-Pausenrückstand noch mit 31:25. „Es wäre schön, wenn wir an die Leistung der zweiten Halbzeit bei der SGA anknüpfen könnten und ein ähnliches Ergebnis wiederholen“, sagt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath. Die Tatsache, dass es für beide Mannschaften in sportlicher Hinsicht um nicht mehr viel geht, könne aber, so Flath, zu einem lockeren und auch sehenswerten Handballspiel führen.
In personeller Hinsicht dürfte dem Trainergespann Andreas Lulay und Nemanja Skrobic bis auf die Langzeitverletzten alle Mann zur Verfügung stehen.
Wenn die Frauen zuvor gegen Crumstadt/Goddelau spielen, sehen die Zuschauer eine Mannschaft, für die noch jede Menge auf dem Spiel steht. Die Gäste brauchen im Kampf um die Meisterschaft noch jeden Punkt. „Crumstadt ist natürlich haushoher Favorit – sowohl gegen uns, als auch im Kampf um den Titel“, glaubt SVE-Trainer Jozef Skandik.
Skandik bleibt, Kader erhält Blutauffrischung
Während die Saison auf der Zielgeraden ist, sind auch die Planungen für die nächste Spielzeit nahezu abgeschlossen: Skandik wird Trainer der Erbacherinnen bleiben, auch der Kader verändert sich kaum. Zudem werden dringend benötigte Ergänzungen kommen: Nachdem im Jahrgang 2001 keine Jugendspielerinnen vorhanden waren und entsprechend letzte Runde kein Nachwuchs ins Frauenteam aufrückte, kommen nun wieder Spielerinnen des Jahrgangs 2002 aus der A-Jugend zur Blutauffrischung heraus.
Mit Hilfe des ehemaligen Bundesligahandballers und seines Vaters Manfred wollen die Erbacher Handballer neue Impulse in der Jugendarbeit setzen, das Niveau weiter steigern.
In seiner Arbeit beim SV Erbach wird Carsten Bengs (großes Bild) von Vater Manfred (kleines Bild) unterstützt.Fotos: Dagmar Jährling
Der kleine SV Erbach hat Großes vor: Mit Hilfe des ehemaligen Bundesligahandballers Carsten Bengs und seines Vater Manfred, jahrelang Trainer in der Ersten und Zweiten Liga, wollen die Erbacher Handballer neue Impulse in der Jugendarbeit setzen und das Niveau weiter steigern. Die Grundlagen einer altersgerechten und jahrgangsübergreifenden Ausbildung hat Jugendkoordinator Daniel Brendle gelegt, der nach drei Jahren beim SVE ausgeschieden ist.
Herr Bengs, zwischen Ihrem Wohnort Wallau und Erbach liegen rund 70 Kilometer und eine knappe Stunde Fahrzeit. Was bewegt Sie dazu, die Mühen auf sich zu nehmen?
Ich verfolge die Jugendarbeit des SV Erbach schon seit Jahren und stelle immer wieder fest, dass in Erbach unglaublich viele talentierte Handballer spielen. Aus dieser großen Anzahl das optimale Leistungsvermögen herauszuholen, erachte ich als eine sehr reizvolle Aufgabe. Zudem spielen in der B-Jugend hochtalentierte leistungsorientierte Handballer, die zu trainieren ebenso eine spannende Aufgabe darstellt. Aber es spielt natürlich eine große Rolle, dass ich gebürtiger Heppenheimer bin, mit den handelnden Personen im Verein große Teile meiner Jugend verbracht habe und bis heute sehr eng befreundet bin.
Wie kam der Kontakt zustande?
Der besteht allein durch viele private Kontakte schon immer. Aber konkret auf ein Engagement hat mich Steffen Hörr Ende vergangenen Jahres erstmalig angesprochen.
Beschränkt sich Ihr Engagement auf das B-Jugend-Traineramt?
Nein. Da wäre der Aufwand tatsächlich zu groß. Ziel muss es sein, die komplette Jugendarbeit voran zu bringen. Da für ist es zwingend notwendig, das Jugendkonzept mit neuem Schwung voranzutreiben. Die Jugendtrainer beim SVE sind super engagiert und tun alles, um die Jugendlichen optimal auszubilden. Die Arbeit der Trainer in den verschiedenen Altersklassen soll in Zukunft noch stärker aufeinander aufbauen.
Das ist ja auch der Wunsch von Jugendleiter Gregor Lenhardt. Inwieweit sind Sie da beteiligt? Sie haben ja schon in Wallau ein jahrgangsstufen-übergreifendes Modell weiterentwickelt.
Neben der Arbeit mit der B-Jugend ist genau das ein weiterer großer Bestandteil meiner Aufgabe beim SVE. Das Jugendkonzept orientiert sich an der Rahmentrainingskonzeption des DHB. Das Entscheidende ist die Umsetzung in den Trainingseinheiten.
Welche Schwerpunkte setzen Sie, und wie sollen diese umgesetzt werden?
Unser Konzept, welches in enger Absprache mit dem SV erstellt worden ist, hat das Ziel, einen Jugendhandballer optimal auszubilden. Dies betrifft zum einen den Leistungssport, aber auch den ganz großen Bereich Breitensport. Gerade dieser ist für einen kleinen Verein wie den SV Erbach von enormer Bedeutung. Das Konzept haben wir mit allen Trainern besprochen. Im nächsten Schritt werden die Trainingsziele festgelegt. Kombiniert wird dies alles mit Schulungen, um die Jugendtrainer weiterzubilden.
Ihr Vater Manfred, der viele Jahre Trainer in Bundes- und Zweiter Liga war, unter anderem beim VfL Heppenheim, unterstützt Sie?
Mein Vater hat einen kostbaren Erfahrungsschatz in Sachen Handball. Als das Thema SV Erbach aufkam und ich ihm davon erzählt habe, war er sofort Feuer und Flamme. Der SV Erbach ist der Heimatverein meines Vaters, hier hatte er zum ersten Mal Kontakt mit einem Handball. Von den vielen Erfahrungen, die mein Vater gesammelt hat, kann ein Verein und eine Jugendabteilung nur profitieren. Er wird sicher nicht mehr auf die Trainerbank zurückkehren, aber besonders der Austausch mit jungen Trainern und die Möglichkeit, von ihm im Trainingsalltag zu profitieren, kann sehr gewinnbringend sein.
Sie sind Lehrer an der Leistungssport-orientierten Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt und Landesauswahltrainer. Welchen Einfluss hat das auf die Arbeit beim SVE?
An der Schule und im Verband unterrichte und trainiere ich täglich leistungsorientierte Jugendliche. Diese Erfahrungen und das Know-How versuche ich, bei der Erbacher B-Jugend einfließen zu lassen. Genauso versuche ich natürlich, sie an alle interessierten Trainer im Verein weiterzugeben.
Talente wie der B-Jugendlichen Manuel Hörr stehen auf dem Wunschzettel größerer Klubs. Wie lange kann ein Verein wie Erbach solche Spieler halten?
Ein Jugendspieler sollte so lange in einem Verein spielen, so lange er dort seinem Leistungsvermögen entsprechende Möglichkeiten vorfindet. Dies beinhaltet den sportlichen Aspekt, also Trainingsmöglichkeiten, Trainingspartner, Trainer. Genauso wichtig ist aber auch der soziale Bereich, ein Freundeskreis, die Schule, ein Verein, in dem man sich wohlfühlt. Der SV Erbach tut sehr viel für das soziale Umfeld, und am sportlichen Aspekt soll ich in Zukunft mitarbeiten. Aber eines ist auch klar: Wir versuchen, die Jugendspieler, und da geht es ja nicht nur um Manu, so lange es möglich und sinnvoll ist, beim SVE optimal zu fördern. Sollte ein Spieler für höhere Aufgaben befähigt sein, steht dem im Verein sicher keiner im Weg.
Was sind Ihre Ziele mit dem SVE?
Naja, das muss man etwas differenziert betrachten. Oberstes Ziel ist es, einen „roten Faden“ in die Ausbildung einzuführen und die Weiterbildung der Trainer. Bei der B-Jugend sind die Ziele schon leistungsorientierter, obwohl man hier auch realistisch bleiben muss. Sensationell wäre eine Teilnahme an der Oberliga. Diese Liga besteht nur aus acht Teams, und mit der jungen Truppe wird der Weg durch die Qualifikation schwer. Aber die Jungs sind motiviert, ziehen voll mit.
Wie lange ist die Zusammenarbeit vereinbart?
Es macht wenig Sinn, an der Fortführung eines Jugendkonzeptes zu arbeiten, große Pläne zu haben und dann nach ein paar Monaten die Zusammenarbeit wieder zu beenden. Trotzdem muss man natürlich schauen, wie es funktioniert und wie weit wir damit kommen. Das erste Resümee sollte man nach einem Jahr ziehen, aber angedacht sind erstmal zwei Jahre, und dann schauen wir mal weiter…
Sie sind in Heppenheim handballerisch ausgebildet worden, waren mit dem VfL deutscher C- und B-Jugend-Meister. Gibt’s noch Kontakt zum Team von damals oder befürchten Sie Ärger beim nächsten Treffen, weil Sie jetzt beim Lokalrivalen arbeiten?
Das stimmt! Mein Vorteil ist, dass ja schon ein paar Mannschaftskollegen von damals vor mir den Weg Richtung Erbach gefunden haben. Somit bin ich nicht der erste. Aber selbstverständlich habe ich noch Kontakt, wir treffen uns seit vielen Jahren mehrmals im Jahr zu den verschiedensten Anlässen in Heppenheim.
Beim 27:27 in Weiterstadt sind die Erbacherinnen vor allem in der ersten Hälfte im Angriff kaum zu stoppen.
„Das war ein sehr gutes Spiel von uns gegen den Tabellenfünften“, befand Jozef Skandik, Trainer des Frauenhandball-Bezirksoberligisten SV Erbach, nach dem 27:27 (15:13) bei der HSG Weiterstadt II. Vor allem in der ersten Hälfte waren die Erbacherinnen im Angriff kaum zu stoppen, führten nach 18 Minuten mit 12:8.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich eine offene Partie. Als die überragende Selin Schneider (zwölf Tore) zehn Minuten vor dem Ende beim Stande eine Zeitstrafe kassierte, schien die HSG alle Trümpfe in der Hand zu haben. Doch Erbach hielt den Anschluss, und als Schneider wieder auf dem Parkett war, traf sie mit einem Doppelpack zum 25:25. Katrin und Hanna Lambert sicherten mit den beiden letzten Treffern der Partie das gerechte 27:27. „Diesen Punkt haben wir uns erarbeitet mit einer guten Angriffs- und Abwehrleistung“, lobte Skandik nach der nervenaufreibenden Schlussphase.
Tore: Selin Schneider (12/2), Hanna Lambert (8), Alina Gramlich, Katrin Lambert (je 2), Luisa Jordan, Anna Staffa, Anna Jordan (je 1)
In der Handball-Bezirksoberliga steht für den SVE das letzte Bergstraßen-Derby der Saison auf dem Programm. Der starke Aufsteiger Lorsch kommt in die Mehrzweckhalle.
Die Erbacher (am Boden Moritz Lulay gegen Lampertheims Justus Fröhlich) wollen ihr Punktekonto noch aufstocken.Foto: Gutschalk
Es ist das letzte Bergstraßen-Derby der Saison für den SV Erbach: In der Handball-Bezirksoberliga erwartet der SVE am Samstag um 19.15 Uhr in der Mehrzweckhalle die Tvgg Lorsch. Bis zum Saisonende würden die Erbacher ihr Punktekonto gerne noch ein wenig aufstocken.
Die Erinnerungen an das Hinspiel Ende Oktober in Lorsch sind im Erbacher Lager aber alles andere als gut. 21:37 hieß es nach 60 weitgehend einseitigen Minuten. Kein Wunder also, dass der SVE im vorletzten Heimspiel einen Zweier anvisiert. „Natürlich wollen wir dieses Derby vor unseren Fans gewinnen. Die Aufgabe ist aber natürlich alles andere als einfach“, sagt Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath. Vor dem nächsten Gegner hat er indes großen Respekt. „Sie spielen als Aufsteiger eine richtig gute Rolle. Überrascht hat mich das keineswegs, weil Lorschs Spielertrainer Dennis Rybakov eine richtig gute Mannschaft beisammen hat“, lobt Flath, der am Samstagabend aber vor allem auf die eigene Leistung schauen wird.
Dennis Rybakov erwartet „keinen Spaziergang“
Aber auch auf der anderen Seite ist der Respekt groß. „Erbach hat sich in dieser Runde stabilisiert und hat schon richtig gute Leistungen abgeliefert. Das wird für uns kein Spaziergang“, sagt Dennis Rybakov. Besonders SVE-Spielertrainer Nemanja Skrobic gilt es nach Ansicht Rybakovs in den Griff zu bekommen: „Gegen ihn müssen wir uns was einfallen lassen. Mal schauen, ob wir das im Deckungsverband lösen oder ihn in Manndeckung nehmen“, hat er die taktische Marschrichtung noch nicht beschlossen. „Wir können da auch ganz variabel agieren.“
Dabei ist es noch lange nicht klar, ob Skrobic seiner Mannschaft am Samstag auf dem Parkett helfen kann. Der Leistungsträger konnte schon am vergangenen Wochenende beim Spiel gegen den TV Lampertheim nicht mitwirken, sein Einsatz ist auch diesmal fraglich. Ebenfalls ist noch nicht sicher, ob Lukas Müller bei den Erbachern auflaufen kann.
Bei den Lorschern sieht es da etwas besser aus. Nachdem Rybakov am vergangenen Wochenende selbst sein Comeback nach langer Verletzungspause gab und Spielmacher Pascal Kärchner wieder an Bord war, sollte nun in Erbach auch Christopher Schierk wieder ins Geschehen eingreifen können. „Damit hätten wir dann endlich wieder mehr Alternativen, nachdem das in den letzten Wochen etwas eng wurde“, so Rybakov, der vor dem Derby selbstbewusst ist: „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen, werden Erbach aber keinesfalls unterschätzen.“ Der Aufsteiger hat noch den fünften Platz im Visier.
Die Erbacher haben die Heimspiele gegen Lorsch und Arheilgen sowie die Partie zum Saisonfinale in Crum-stadt, um ihr Punktekonto aufzustocken. „Wenn wir noch vier Punkte holen, wäre das richtig gut“, sagt Abteilungsleiter Flath und hofft dabei, an die zuletzt durchaus überzeugenden Leistungen anknüpfen zu können.
21:18 für die Gastgeber in einem allerdings auf schwachem Niveau stehenden Bezirksoberliga-Duell.
Erbachs Torwart Bastian Flath bereitet dem TVL (beim Wurf Tino Bohrmann) mit starken Paraden Probleme.Foto: Thorsten Gutschalk
Auf schwachem Niveau stand am Sonntagabend das Handball-Bezirksoberliga-Duell zwischen dem TV Lampertheim und dem SV Erbach. Beide Seiten agierten sehr fehlerbehaftet, wobei die Lampertheimer den entscheidenden Tick besser waren und am Ende 21:18 (10:10) gewannen.
„Spielerisch sah das über weite Strecken gar nicht schlecht aus, was wir abgeliefert haben. Wir hätten aber aus dieser Überlegenheit wesentlich mehr machen müssen“, fand TVL-Trainer Achim Schmied, der Erbachs Keeper Bastian Flath eine ganz starke Leistung attestierte. Flath parierte zahlreiche schwere Würfe der Gastgeber und hielt damit sein Team bis in die Schlussphase in Schlagdistanz. Bei den Erbachern machte sich natürlich das Fehlen von Spielertrainer Nemania Skrobic bemerkbar, der angeschlagen nur auf der Bank Platz nahm und gemeinsam mit Andreas Lulay das Coaching übernahm.
„Gegen die meisten anderen Gegner hätte die Leistung von heute nicht für die Punkte gereicht“, so Schmied, der nicht nur bei den Gästen erkannte, dass die Luft schon etwas raus ist.
In der ersten Hälfte entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen. Nach dem Seitenwechsel wurde die Deckung der Lampertheimer besser, und ab dem 17:14 (49.) kristallisierte sich allmählich der Favoritensieg heraus. Die Lampertheimer legten fortan immer vor, schafften es aber nicht, den Sack zuzumachen. „Wir waren besser, aber nicht überlegen“, brachte es Schmied auf den Punkt. Erst als Tino Bohrmann, der den TVL nach dieser Spielzeit wohl in Richtung HSG Weschnitztal verlässt, zwei Minuten vor dem Ende zum 20:17 traf, war der Heimerfolg in trockenen Tüchern.
(15:9). „Das war nicht unser Tag“, sagte Erbachs Trainer Jozef Skandik nach der Schlappe: „Wir hätten heute noch Stunden spielen können, und es wäre nicht besser geworden.“ Die Siedelsbrunnerinnen – als Tabellendritter gegen den Achten aus Erbach favorisiert – setzten sich schon in der ersten Hälfte bis auf 12:5 (22.) ab. Die Gäste steigerten sich zwar und verkürzten, aber als die Überwälderinnen nach dem Seitenwechsel durch vier schnelle Treffer gleich mit zehn Toren (19:9, 34.) vorne lagen, war die Partie entschieden.
Tore: Anna Jordan (8), Selin Schneider (6/4), Katrin Lambert (3), Kim Schneider (2/1), Luisa Jordan, Desiree Bock, Hanna Lampert (je 1)