„SV Erbach zukunftsfähig machen“

Jugendleiter Gregor Lenhardt über das Bemühen des Vereines, nachhaltig in die Jugendarbeit zu investieren

Die Handballer des SV Erbach jammern nicht – sie machen und werden in Sachen Nachwuchsgewinnung verstärkt aktiv. Ein Schritt ist die langfristige Bindung von Daniel Brendle. Der 40 Jahre alte Sportfachwirt und B-Lizenz-Inhaber wird fest angestellt beim SVE, ist als Jugendkoordinator für den roten Faden im Trainingsbetrieb des gesamten Nachwuchsbereiches zuständig. Weitere Aufgabe des Bensheimers neben der täglichen Trainingsabeit: die Aus- und Fortbildung aller Übungsleiter. Erbachs Jugendleiter Gregor Lenhardt ist sicher, dass sein Verein auf dem richtigenWeg ist, fit für die Zukunft zu sein.

Die Zahlen im Jugendhandball sind rückläufig. Wie reagiert der SVE auf diese Entwicklung?

Es gibt verschieden Möglichkeiten. Wir haben uns nach breiter Diskussion im Verein aktuell gegen eine grundsätzliche Jugendspielgemeinschaft mit einem anderen Verein entschieden. Spielgemeinschaften für bestimmte Altersklassen sind im Einzelfall immer denkbar. So ist die Spielgemeinschaft der weiblichen C-Jugend mit dem HC VfL Heppenheim in dieser Saison eine gute Sache. Gleichzeitig werden wir aber kräftig in die Jugendarbeit investieren. Dabei wollen wir die besondere Struktur eines Dorfvereins behalten. Kinder, Jugendliche und auch die Eltern identifizieren sich stark mit dem SVE.


  • ZUR PERSON
    Gregor Lenhardt, 52, ist seit 1982 Trainer beim SV Erbach, betreut aktuell A- und B-Jugend. Selbst ist der C-Lizenz-Inhaber noch bei den Alten Herren aktiv. Lenhardt ist seit 2016 Jugendleiter des SVE.

Wie sieht das konkret aus?

Der SV Erbach wird zum Arbeitgeber. Vorstand und die Jugendabteilung haben sich auf eine Verlängerung und Ausweitung der Zusammenarbeit mit unserem Jugendkoordinator Daniel Brendle geeinigt. Der SV Erbach wird Daniel Brendle sozialversicherungspflichtig beschäftigen. Zudem werden wir ab Oktober mit Unterstützung der Sparkassen-Stiftung Starkenburg eine FSJ-Stelle besetzen. Wir nehmen noch Bewerbungen bis zum 25. März an.

Das sind mutige Entscheidungen.

Unsere C-Jugend, die in der Oberliga spielt, hat gezeigt, welche Dynamik dadurch ausgelöst werden kann. In der nächsten Runde schicken wir mit der weiblichen C- sowie der männlichen B- und C-Jugend drei Mannschaften in die Oberliga-Quali. Mit David Maurer und Dennis Rybakov stoßen zwei gute und erfahrene Handballer zum Trainerteam im männlichen Jugendbereich. Christine Preßler und Corinna Stilgenbauer werden wieder eine weibliche E-Jugend ins Leben rufen. Daniel Brendle und der FSJler sollen vor allem die vielen ehrenamtlichen Trainer entlasten, für abgestimmte Trainingspläne sorgen und auch im Freizeitbereich Akzente setzen.

Bestehen schon Kooperationen mit anderen Einrichtungen?

Im Erbacher Kindergarten Tatzelwurm bieten wir seit Herbst 2017 wöchentlich eine Ball- und Laufschule. Mit der Schlossschule Heppenheim starten wir aktuell eine Kooperation, ebenso mit der Eichendorff-Schule in Kirschhausen. Bei den Ferienspielen Heppenheim werden wir erneut ein Angebot machen.

Handball … was sonst noch?

Die Balance zwischen leistungsorientiertem Handball und Breitensport ist uns ausgesprochen wichtig. Langfristig werden wir als Handballverein nur überleben, wenn es gelingt, eine Balance zwischen diesen beiden Faktoren herzustellen. Jedes Kind soll in unserem Verein einen Platz finden. Gerade in Erbach haben wir traditionell ein großes Freizeitangebot mit Zeltlager, Handballcamp, Fastnachtsveranstaltung, Jahresabschlussfeier und Saisoneröffnung. Ab dem nächsten Jahr planen wir eine einwöchige Ferienfreizeit.

Glauben Sie, damit den Handballnachwuchs langfristig an den Verein zu bunden?

Gemessen an der Lebenszeit ist diese Lebensphase mit Halle und Handball kurz. Und ob jemand in der Jugend ein toller Handballer war, ist irgendwann Schnee von gestern. Die Erfahrungen eines gut gelebten Teamsports bleiben dagegen ein ganzes Leben lang. Sich aufeinander verlassen können, zuverlässig sein, an einem Strang ziehen, für eine Sache kämpfen, Niederlagen akzeptieren und Siege feiern – das bleibt eine grundlegend wichtige Erfahrung für das ganze Leben. Dazu wollen wir das passende Umfeld bieten. Wir wollen Kinder und Jugendliche für diesen tollen Mannschaftssport begeistern und den SV Erbach zukunftsfähig machen.

Das Gespräch führte Markus Karrasch.

Quelle: Echo Online 02.03.2018

Jonas Stilgenbauer zeigt Können

Männliche A-Jugend: TV Groß-Rohrheim – SV Erbach 50:33 (27:15)

Krankheitsbedingt konnten die Gäste zu diesem Spiel nur mit einem Auswechselspieler antreten. Trotz des ersatzgeschwächten Teams zog sich das Team achtbar aus der Affäre und zeigte besonders im Angriff ein gutes Spiel. Die körperliche Überlegenheit der Gastgeber machte sich besonders in der Erbacher Abwehr bemerkbar. Die Gegner waren hier kaum zu stoppen und konnten deshalb bereits zur Halbzeit nahezu doppelt so viele Tore erzielen. Herausragend im Erbacher Team war Paul Buschendorff mit 19 Toren, aber auch der Torhüter der Männlichen B-Jugend Jonas Stilgenbauer zeigte sein Allroundtalent und erzielte im Feld fünf Tore. Am Sonntag geht es in heimischer Halle ins Derby gegen die HSG Fürth/Krumbach.

Tore: Paul Buschendorff (19), Leon Brüning (5), Jonas Stilgenbauer (5), Luca Jordan (3), Moritz Kriz (1)


Männliche B-Jugend: JSG Langen/Egelsbach – SV Erbach 32:23 (18:12)

Gegen den aktuellen Tabellenführer zeigten die Erbacher eine gute Leistung. Trotzdem musste das Team bereits zum Seitenwechsel einem Vorsprung von sechs Toren hinterherlaufen. In Hälfte zwei schafften es die Gäste den Vorsprung der Gastgeber mit einer geschlossenen Teamleistung in der Abwehr in Grenzen zu halten. Vor allem Jonas Stilgenbauer konnte sich hierbei im Tor immer wieder in Szene setzen. Im Gegensatz zur Abwehr und dem Rückhalt im Tor hatte die Gäste in diesem Spiel ihre Probleme im Angriff. Gegen die defensive Abwehr der Gegner fand man nur schwer die Lücke zum Tor. Im nächsten Spiel, dem Derby gegen den HC VfL Heppenheim, soll wieder gepunktet werden.

Tore: Luca Jordan (5), Diego Radisic (5), Jacob Lulay (5), Mauel Hörr (3), Jonas Helfrich (3), Marvin Greene (2)


Männliche B-Jugend: SV Erbach – JSG Lorsch/Einhausen 31:22 (16:10)

Im Nachholspiel unter der Woche gelang es den Erbachern sich bereits zur Halbzeit vorentscheident abzusetzen. Grundstein für den sichern Sieg war vor allem die gute offensive Abwehrarbeit, die die Gastgeber leisteten. Nach dem sicheren Vorsprung zum Seitenwechsel konnte das Team diesen in Halbzeit zwei noch weiter ausbauen und zwei Punkte sichern. Dabei konnten sich besonders viele Spieler in die Torschützenliste eintragen. Besonders erfreulich waren dabei die Tore von Maximilian Bänsch, der nach langer Verletzungspause mit fünf Toren glänzte.

Tore: Luca Jordan (5), Manuel Hörr (5), Maximilian Bänsch (5), Marvin Greene (4), Jacob Lulay (4), Diego Radisic (3), Lukas Klenk (1), Moritz Süß (1), Jonas Helfrich (1)


Männliche D-Jugend: SV Erbach – JSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königsstätten 19:32 (13:16)

In Hälfte eins war es noch ein Spiel auf Augenhöhe und die Erbacher spielten ihre Stärken aus. So gelang dem direkten Tabellennachbarn nur eine drei Tore Führung zur Halbzeit. Doch nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen durch Spielwitz und körperliche Überlegenheit den Vorsprung auszubauen. Die Gastgeber konnten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mithalten und schafften es nicht sich auf ihren Kampfgeist zu besinnen und den Rückstand aufzuholen. Im Auswärtsspiel am kommenden Wochenende gegen den TV Büttelborn sollten dann aber die nächsten Punkte geholt werden.

Tore: Louis Maurer (8), Konstantin Bänsch (5), Lennart Würsching (4/1), Nicolas Lulay (1), Leon Bernhardt (1)

Quelle: LS

Wieder ein ganz anderes Kaliber

Mit gestärktem Selbstvertrauen erwartet der SV Erbach den TVL zum Bergstraßen-Derby

Das dritte Heimspiel in Folge bestreitet am Samstag (19.15 Uhr) der SV Erbach. Der Tabellenletzte trifft in der Handball-Bezirksoberliga im Bergstraßen-Derby auf den TV Lampertheim.

Der jüngste 24:18-Erfolg über die TuS Griesheim II hat bei den Erbachern das Selbstvertrauen gestärkt. Auch wenn das Ergebnis am Ende „etwas zu hoch ausgefallen ist“, wie Abteilungsleiter Thomas Flath bewertete, so war es dennoch eine überzeugende Leistung, die die Erbacher boten. Daran wollen sie nun im Heimspiel gegen Lampertheim anknüpfen, auch wenn der TVL sicher ein Gegner anderen Kalibers ist, der nun in die Mehrzweckhalle kommt.

Die Lampertheimer haben zuletzt zwei Niederlagen kassiert (27:29 gegen Crumstadt und 21:34 in Arheilgen). In Erbach wollen es die Turner nun wieder besser machen. „Wir müssen auf alle Fälle unsere Linie bewahren. Das war zuletzt leider nicht immer so“, sagt TVL-Trainer Achim Schmied. Gegen Crumstadt/Goddelau verloren die Lampertheimer vergangene Woche in der letzten Viertelstunde ihre Linie. Nun sind immerhin Tizian Karb und Nicolas Glanzner wieder fit, so dass der TVL wieder ein höheres Tempo gehen kann.

Martin Kobylan zieht es in die Heimat zurück

Nicht mehr zum Einsatz für den SV Erbach kommt Martin Kobylan, dessen mehrwöchige Sperre zwar abgelaufen ist, den es aber in seine Heimat Slowakei zurückzieht. „Das hat private Gründe. Natürlich bedauern wir seine Entscheidung, letztlich war seine Verpflichtung aber ein Versuch wert“, sagt Thomas Flath.

An das Hinspiel (23:35) gegen den TVL haben die Erbacher keine guten Erinnerungen, vor allem mit der ersten und zweiten Welle suchten die Lampertheimer den Weg zum Erfolg. „Das müssen wir versuchen, zu unterbinden. Wir müssen den TVL ins Positionsspiel zwingen und dürfen uns nur wenige Fehler und Ballverluste erlauben“, so Flath. Ob Dario Schwiersch, er war längere Zeit krank, am Samstag mitwirken kann, wird sich kurzfristig entscheiden.

Quelle: Echo Online 01.03.2018

Beim SVE steigt der Druck

Zwei Punkte sind fest eingeplant, wenn die Handballerinnen des SV Erbach am Samstag (17 Uhr) das Bezirksoberliga-Schlusslicht HSG Dornheim/Groß-Gerau in der Mehrzweckhalle empfangen. 10:16 Punkten hat das Team von Jozef Skandik als Achter auf dem Konto und hinkt damit etwas den eigenen Ansprüchen hinterher. Aber immerhin sind es noch sechs Zähler mehr, als Dornheim aufweist.

Allerdings droht aus der Landesliga Ungemach: Dort stecken mit Zwingenberg und Pfungstadt zwei Mannschaften im Abstiegskampf, die in die Bezirksoberliga Darmstadt kämen. Dadurch würde sich dort die Zahl der Absteiger auf zwei erhöhen. Und auf den Vorletzten Langen beträgt der Erbacher Vorsprung nur ein Pünktchen. Entsprechend steigt der Druck beim SVE.

Quelle: Echo Online 01.03.2018

Erbacher senden ein Lebenszeichen

24:18 ist der zweite Saisonsieg

Den zweiten Saisonsieg im Kampf um den Klassenerhalt erspielten die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach: Sie bezwangen vor 60 Zuschauern am Samstagabend den TuS Griesheim II mit 24:18 (12:10).

Es war ein Ausrufezeichen, das die Mannschaft von Trainer Jozef Skandik nach sechs Niederlagen in Folge sendete. „Ja, wir leben noch“, bekannte Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath nach einem Spiel, das sicher keine Bestnoten verdiente. Dafür stand für die Gastgeber zu viel auf dem Spiel. „Es war schon mehr Krampf. In den entscheidenden Situationen waren wir aber zur Stelle und haben gute Entscheidungen getroffen“, sagte Flath, der vor allem die Abwehrarbeit und die Torhüterleistung von Bastian Flath lobte: „Nur 18 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache.“

Das Spiel begann ausgeglichen. Nach vier Minuten lag Griesheim vorne (3:2). Über 6:4 (13.) und 11:8 (26.) erkämpften sich die Erbacher bis zur Pause einen Zwei-Tore-Vorsprung. Denkbar ungünstig gestaltete sich für den SVE der Beginn des zweiten Durchgangs. In Minute 38 stand es 12:13. Doch die Erbacher schüttelten sich kurz und fanden ins Spiel zurück. Angetrieben von Timo Wiegand und Rene Weis, er war mit neun Treffern erfolgreichster Werfer der Gastgeber, gelang es den Hausherren, sich bis zur 48. Minute vorentscheidend auf 18:13 abzusetzen.

„Wir sind sehr zufrieden, weil wir gezeigt haben, dass wir uns im Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben haben“, bilanzierte Flath.

Tore: Weis (9/1), Wiegand (6), Lukas Müller (4), Buschendorff (2), Grabisch, Lies, Röder (je 1)

Quelle: Echo Online 26.02.2018

Jordan fehlt doch sehr

Erbacherinnen mit 14:24 gegen Fürth

Das war ein Abend zum Vergessen für die Bezirksoberliga-Handballerinnen des SV Erbach. Ausgerechnet im Derby gegen die HSG Fürth/Krumbach lief bei der Mannschaft von Trainer Jozef Skandik nichts zusammen, so dass am Ende eine 14:24 (9:13)-Niederlage zu Buche stand.

„Das war überragend – in der Abwehr und vor allem kämpferisch“, lobte indes HSG-Trainer Steffen Zahn: „Heute hat jede Spielerin den Sieg gewollt, jede hat in der Deckung alles gegeben.“ Zur Erinnerung: Im Vorfeld wäre Zahn noch mit einem Remis zufrieden gewesen.

Es begann für die Erbacherinnen schlecht: Leistungsträgerin Anna Jordan knickte um und sah mit einer Bänderverletzung fortan zu. Fürth – angeführt von der einmal mehr kaum zu stoppenden Elena Weber – setzte sich früh auf 5:1 ab, brachte über 8:6 (17.) und 17:14 (45.) den Sieg nach Hause.

Tore: Selin Schneider (8/3), Desiree Bock, Nina Sauer (je 2), Kim Schneider, Laura Schäfer (je 1)

Quelle: Echo Online 26.02.2018

Nils Lulay ist Erbacher Rückhalt

Männliche A-Jugend: SV Erbach – MSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstätten 31:35 (16:17)

Obwohl Paul Buschendorff als einer der Haupttorschützen in diesem Spiel fehlte, machte sein Team ein gutes und überzeugendes Spiel. Mit etwas mehr Glück wäre sogar der Punktgewinn möglich gewesen. Denn in Halbzeit eins konnten die Gastgeber gut mithalten und gingen mit nur einem Tor Rückstand in die Kabine. Ausschlaggebend für die Niederlage waren dann Mitte der zweiten Hälfte technische Fehler sowie erfolglose Torabschlüsse. Den Gästen spielte zudem die besser besetzte Bank in die Karten und sicherten sich dadurch den Sieg. Gut aufgelegt und ein guter Rückhalt für sein Team war an diesem Tag Nils Lulay im Tor. Mit einer solchen Leistung am Sonntag gegen den direkten Tabellennachbarn, sollen die ersten Punkte der Saison geholt werden.

Tore: Vincenz Lulay (8), Luca Jordan (8), Leon Brüning (6), Max Lulay (3), Diego Radisic (3), Jonas Stilgenbauer (2), Moritz Kriz (1)


Männliche B-Jugend: SV Erbach – TuS Griesheim II 29:27 (12:13)

Nach vier Niederlagen in Folge hatten sich die Erbacher viel vorgenommen für das Spiel gegen den TuS Griesheim. Mit einer offensiven Abwehr gelang es dem Team die angriffsstarken Gäste immer wieder zu stoppen und deren Spiel zu unterbinden. Als starker Rückhalt für die Gastgeber stand zudem Jonas Stilgenbauer im Tor und verhinderte dadurch sichere Tore der Griesheimer. Trotz der starken Leistung musste man mit einem Tor Rückstand in die Pause gehen. Doch nach dem Seitenwechsel erspielte sich das Team bis zum 28:22 einen komfortablen Vorsprung, den man dann über die Zeit retten konnte. Das Ziel, das man sich vorm Spiel gesetzt hatte, wurde erfüllt und das mit der Aushilfe von fünf C-Jugendlichen. In dem für Donnerstag angesetztes Heimspiel gegen die JSG Lorsch/Einhausen soll diese Leistung wiederholt und die zwei Punkte geholt werden.

Tore: Manuel Hörr (7), Luca Jordan (7), Vincent Lulay (5), Luas Klenk (5), Moritz Süß (2), Diego Radisic (1), Jacob Lulay (1), Marvin Greene (1)


Weibliche C-Jugend: JSGwC Heppenheim/Erbach – JSG Mörfelden/Walldorf 26:34 (17:17)

Eine gute erste Hälfte erwischte die JSGwC und hielt mit den Gästen mit, sodass zur Halbzeit ein Unentschieden auf der Anzeigetafel stand. Doch nach dem Seitenwechsel wurde das Team merklich nervös und konnte die bisherige Leistung nicht mehr auf das Spielfeld bringen. Viele technische Fehler sowie schlecht abgeschlossene Angriffe machten es den Gästen leicht. Am Ende fiel die Niederlage zwar deutlich zu hoch aus, die HSG war jedoch der verdiente Sieger dieses Spiels. Trotz dem Punktverlust zeigte in diesem Spiel Katharina Hörl eine sehr gute Leistung. Bereits am Donnerstag bestreitet das Team das nächste Spiel gegen die HSG Siedeslbrunn/Wald-Michelbach. Das Hinspiel konnte man deutlich für sich entscheiden, das ist auch der Wunsch für das anstehende Rückspiel.

Tore: Julia Bernhardt (8), Katharina Hörl (6), Elisabeth Marx (6), Emelie Schmitt (4), Franca Helfer (1)

Quelle: LS

Erbacher sind zuversichtlich

SVE erwartet Griesheim / Vor Derby hält Skandik nichts vom angebotenen Remis

„Wenn mir jemand ein Unentschieden anbieten würde, wäre ich sofort dabei“, meint Steffen Zahn, Trainer des Frauenhandball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach, vor dem Derby am Samstag (17 Uhr) beim SV Erbach. Doch dann schiebt er nach: „Natürlich wäre ein Sieg noch schöner. Damit aber beide Teams im sicheren Mittelfeld bleiben, wäre eine Punkteteilung ganz gut“, so der am Rundenende scheidende Trainer.

Zahn kann wieder auf seine Bestbesetzung zurückgreifen

Das Derby in Erbach sieht Zahn als „Prestige-Duell“ an, „bei dem letztlich die Tagesform entscheiden wird. Wer als erstes die Nervosität ablegt, der wird gewinnen“. Immerhin kann der Übungsleiter wieder auf seine Bestbesetzung zurückgreifen, nachdem am vergangenen Wochenende bei der 19:40-Schlappe gegen Weiterstadt einige Leistungsträgerinnen passen mussten.

Auch die Erbacherinnen sind trotz der ein oder anderen Schnupfnase komplett, Trainer Jozef Skandik kann aus dem Vollen schöpfen und fordert wieder eine „kämpferisch starke Leistung wie zuletzt gegen Crumstadt“. Dass es da eine 22:25-Niederlage setzte, lag in erster Linie an einer Vielzahl technischer Fehler und schwacher Abschlüsse. „Diese Zähler gegen Fürth sind ganz wichtig, um unseren Mittelfeldplatz zu festigen“, will sich Skandik nicht mit dem von Steffen Zahn angebotenen Remis im Duell mit Fürth/Krumbach zufrieden geben.


Das zweite Heimspiel innerhalb von einer Woche steht am Samstag (19.15 Uhr) für die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach auf dem Programm. Sie empfangen die zweite Mannschaft der TuS Griesheim.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Diese Frage stellt sich Erbachs Abteilungsleiter Thomas Flath im Hinblick auf den anvisierten Klassenerhalt und die nötigen Punkte, die der SVE dafür benötigt. Mit den Griesheimern kommt ein Gegner, der in der Tabelle nicht allzu weit weg ist. Aber Flath warnt: „Die TuS hat schon einige beachtliche Ergebnisse erzielt.“

Wichtig wird es für die Erbacher sein, an die gezeigte Leistung aus den ersten 30 Minuten gegen Crumstadt/Goddelau anzuknüpfen. „Wir müssen darüber hinaus über die gesamte Spielzeit konzentriert und engagiert zur Sache gehen“, ergänzt der Abteilungsleiter, der betont, dass die Mannschaft auf sich selbst schauen und entsprechend Leistung bringen müsse: „Dann bin ich zuversichtlich, dass wir gegen Griesheim eine Siegchance haben.“

Auf Martin Kobylan muss Trainer Jozef Skandik verzichten, er sitzt letztmals seine Sperre ab. Wieder dabei sein dürfte Dario Schwiersch, der zuletzt wegen Krankheit fehlte.

Quelle: Echo Online 22.02.2018

Beim SV Erbach sorgen die „Muppets“ für Stimmung unter den 700 Narren

Er ist und bleibt auch in den nächsten Jahren die „coolste Sau“ des Bunten Abends beim SV Erbach: Als Menschwerdung von Miss Piggy aus der Muppet Show brillierte Sitzungspräsident Steffen Maurer einmal mehr im vierfarbbunten Rampenlicht und riss die Massen, sprich: die über 700 Zuschauer in der Erbacher Mehrzweckhalle mit. Allein wie er den mit dem Zugkomitee angereisten Schirmherrn der Straßenfastnacht, Christian den Schwarzen, verblüffte, indem er ihm ein Büttenzwiegespräch auf Hepprumer Platt – für den Landrat rücksichtsvollerweise „leicht angeplattet“ – auf‘s Auge drückte, war sehenswert.


„Die Puppen tanzen mit Helau in Erbach bei der Muppet-Schau“ war das Motto des Abends. Und da war es natürlich kein Wunder, dass die Protagonisten der Muppets überall waren. Rechts von der Bühne ein Balkon mit den Dauernörglern Waldorf und Statler. Im Elferrat neben der alles überstrahlenden Miss Piggy Kermit, Fozzy Bär und Kollegen. Und auch im Saal gaben sich Krümelmonster, Oscar und Co. die Hand. Es hatte mehr grasgrüne Frösche im Saal als in jedem Teich im Umkreis.

Nach dem Einspielfilm, in dem sich Michael Endres mit dem Unimog auf die Suche nach dem verschwundenen Elferrat machte, ging es los mit den süßen Mädels des Kinderballets. Sie begeisterten als Kermits mit grünen Tüllröckchen auf der Bühne. Protokoller Michael Endres nahm die Weltpolitik auf‘s Korn: „Die gute Laune ist so gut wie verflogen, weil braune Wolken sind aufgezogen“, blickte er zurück auf das Wahlergebnis. Und in den USA regiere „ein Kindergarten-Kind im Rentenalter“.

Der Bollywood-Ausflug des Jugendballetts war ein wahrer Augenschmaus. In traumhaften, hellblauen Gewändern verzauberten die jungen Damen mit einer mitreißenden Choreografie. Und bei der Zugabe nützte kein Sträuben: Steffen Maurer musste mittanzen, und da blieb kein Auge trocken, wie er elfengleich über die Bühne schwebte, dass sein rosa Ringelschwänzchen wackelte.

Neben den Balletts war der Auftritt der Erbacher „Blue Man Group“ einer der Höhepunkte des Abends: Jannik Stadler, Fabian Jordan und Dominik Lies müssen Monate an Arbeit in diesen fulminanten Auftritt gesteckt haben. Auf drei Ölfass-Trommeln schlugen sie einen Beat, der den Saal zum Kochen brachte. Doch es war nicht der Beat allein: Flüssigkeiten auf den von Innen beleuchteten Drums sorgten für fantastische Lichteffekte. Bei jedem Trommelschlag spritzte das Wasser in bunten Fontänen und Tropfen nach oben. Atemberaubend. Das nächste Highlight setzte das Gardeballett mit einem „Best of“: Der Gardetanz zu Songs aus „Fluch der Karibik“ bis hin zu einem Abba-Medley riss das Publikum von den Sitzen.

Den „Prosecco-Schneggen“, die nach der Pause für Furore sorgten, merkt man nicht an, dass sie die 20 schon leicht überschritten haben. Als Miss Piggy und Barbie und Ken legten sie eine kesse Sohle aufs Parkett. „Die Drei von der Trinkhalle“ (Yannick Lulay, Fabian Jordan, Daniel Kreicha mit Anna Jordan) sorgten mit ihrem – selten zitierfähigen – Beitrag für gezielte Angriffe auf das Zwerchfell. Kaum hatte man wieder Luft geschnappt, raubte es einem wieder den Atem: Ganz großes Kino bot das Showballett. Es brachte den Saal mit Szenen aus dem großen Gatsby zum Toben. Ein Hingucker waren die roten Charleston-Kostüme. Die Damen hatten diesmal männliche Unterstützung bekommen, die Herren im 20er Jahre Outfit standen ihnen in nichts nach.

Und schon war es Zeit für den Schlussakkord: Das Männerballett war diesmal in Nonnen-Kostüme geschlüpft, begann mit züchtigem Gesang – und bot dann einen groovigen Dance-Mix. Vorbei die Zeiten bierbäuchiger Protagonisten, die sich selbst auf die Schippe nahmen. Das waren jede Menge Schrittfolgen und Moves, die die Jungs so gekonnt umsetzten. Und es kam, wie es alle hatten kommen sehen: Zum Schluss flogen die Nonnengewänder in die Ecke und der Abend endete in bunten Bodys und Leggins.

Quelle: Echo Online 05.02.2018

Ohne den Sitzungspräsidenten Steffen Maurer geht beim SV Erbach nichts

Das Motto? Wie war noch gleich das Motto der diesjährigen Sitzung? Steffen Maurer muss kurz nachschauen, dann findet er den Zettel. „Ach ja: Die Puppen tanzen mit Helau, in Erbach bei der Muppet-Schau.“ Eigentlich untypisch, dass der Sitzungspräsident des SV Erbach etwas nicht weiß – denn sonst geht nichts an ihm vorbei.

„Ich bin seit jeher mit dem SV Erbach verwurzelt“, erzählt der 38-Jährige im Foyer der Mehrzweckhalle des Heppenheimer Stadtteils. Drinnen spielen Jugendliche Handball, gleich steht noch eine Besprechung an. In diesen Tagen dreht sich aber das meiste um die Fastnacht. Die Vorbereitungen auf den Bunten Abend laufen beim 600 Mitglieder starken Verein auf Hochtouren. 750 Gäste werden erwartet. Da gibt es einiges zu organisieren. Und mittendrin: Steffen Maurer.



Schon als kleiner Junge kam Maurer zum SV Erbach, spielte dort Handball und machte sich als Rückraumbomber einen Namen. Die Erbacher Handballer merkten schnell, dass sie auch eine komische Seite haben und etablierten mit ihrem Bunten Abend in der Mehrzweckhalle eine der größten Sitzungen im Kreis Bergstraße. „Wir stemmen alles selbst“, ist der Sitzungspräsident stolz. Die Auftritte. Die Bewirtung. Die Kulissen. „Bei uns ist jeder für den anderen da“, sagt der 38-Jährige. „Wenn jemand zum Training aus Bensheim abgeholt werden muss oder einen Wagenheber braucht, dann wird das gemacht.“ Das sei anders als bei anderen Vereinen, ist der Erbacher sicher, der nun im fünften Jahr Sitzungspräsident ist.

Dieses Amt war nach dem Ausscheiden von Frank Lies vakant. „Es hat sich niemand gefunden“, erinnert sich Steffen Maurer. Zwei Jahre habe sich der SV die Sitzungspräsidenten Hans-Peter Fischer und Nino Piazza von anderen Vereinen „ausgeliehen“. Dann machte Maurer Nägel mit Köpfen. Und wurde Präsident. „Ich habe zwei Jahre hospitiert und mir von drei Sitzungspräsidenten das Beste abgeschaut“, sagt der Handballer, der auch mit 38 Jahren noch ab und zu bei den Senioren trainiert und die Jungen alt aussehen lässt. Ganz lassen kann und will er den Sport nicht. Seinen Zyklus beschreibt er so: „Training, Verletzung, acht Wochen Pause, dann wieder Training.“

Das Amt des Sitzungspräsidenten ist mitunter kein leichtes. Auch deshalb kündigte er beim letzten Bunten Abend seinen Abschied an – was das Publikum aber vehement ablehnte und Maurer schwach werden ließ. „Es gibt so viele Dinge, die man beachten muss“, erzählt er. „Man glaubt gar nicht, wie viel hinter so einer fünfstündigen Show steckt.“ Aber er will sich nicht beklagen: „Ich wusste, was auf mich zukommt.“ Und von Jahr zu Jahr lerne er dazu. Zum Beispiel, dass er, der gerne alles weiß und alles selbst machen will, Aufgaben abgeben muss. Das fällt ihm nicht leicht, „aber ich weiß, was ich an meinem Gremium habe“. Schließlich kenne man sich seit Ewigkeiten und sei ein eingespieltes Team.

Und als hätte Steffen Maurer nicht schon genug Arbeit, schreibt er auch noch die Büttenreden für alle Redner des Abend selbst. In Reimform wohlgemerkt. „Damit fange ich entsprechend früh an“, erzählt der zweifache Familienvater. Manchmal gehe zwar wochenlang gar nichts, dann aber sprudelt die Kreativität nur so aus ihm heraus: „Auf einmal kommt und kommt und kommt es.“ Seine Beiträge werden gut angenommen, meint er, „zumindest hat sich noch keiner beschwert“.

Am Tag der Sitzung versucht der Erbacher alles auszublenden. „Ich schalte dann das Handy aus, weil man sowieso nichts mehr korrigieren kann.“ Aufgeregt sei er, räumt er ein. „Schließlich erwarten die Leute etwas. Und auch wir haben den Anspruch an uns selbst, die Gäste bestmöglich zu amüsieren“, sagt Maurer im Hinblick auf den Bunten Abend am 3. Februar. Bis dahin, davon kann man ausgehen, wird der Perfektionist auch das Motto verinnerlicht haben.

Quelle: Echo Online 31.01.2018