Der Kampfgeist stimmt

EINHAUSEN – ERBACH 31:23 Die personell geschwächten Gäste steigern sich nach der Pause


Eine Derbyniederlage musste am Sonntag der SV Erbach hinnehmen: Der Handball-Bezirksoberligist verlor beim TV Einhausen mit 23:31 (9:15).

Es bleibt alles beim Alten beim SV Erbach. Erneut hatte Trainer Waldemar Rack alle Hände voll zu tun, eine Mannschaft zusammenzustellen. Diesmal musste er auch auf Oliver Heß und Sebastian Nischwitz verzichten, die kurzfristig ausfielen.

Vor allem in der ersten Halbzeit lief es beim SVE nicht rund. „Die ersten 30 Minuten haben wir verpennt. Vor allem in Angriff lief wenig zusammen“, kritisierte Rack, der in der zweiten Hälfte aber eine deutliche Steigerung sah. „In kämpferischer Hinsicht kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Das war absolut in Ordnung“, lobte der Trainer, dem vor allem die erste Viertelstunde nach der Pause gefiel. Bis zur 40. Minute schafften es die Erbacher, den Rückstand beim 14:17 auf drei Tore zu verkürzen.

„In dieser Phase war ich mir sicher, dass wir dieses Spiel noch drehen können. In der Folge schaffte es Einhausen aber, sich vorentscheidend abzusetzen“, bedauerte Rack. „Sicher hat uns in dieser Phase auch die nötige Kraft gefehlt. Schließlich hat die Mannschaft in dieser Formation so noch nicht allzu oft zusammengespielt“, erläuterte der Erbacher Trainer, dessen Enttäuschung sich in Grenzen hielt: „Wir können aus dieser Situation nur gemeinsam herauskommen. Wenn wir es schaffen, die vielen technischen Fehler abzustellen, feiern wir auch bald wieder Erfolge“. Am Sieg des TV Einhausen gab es letztlich nichts zu rütteln. „Der geht schon in Ordnung, ist aber am Ende um drei Tore zu hoch ausgefallen“, gab Waldemar Rack zu bedenken.

Beim TV Einhausen indes ist es über 20 Jahre her, dass in der eigenen Sporthalle mit dem Frauenteam, der zweiten Mannschaft und der ersten gleich drei Siege gefeiert wurden. In der zweiten Hälfte der Bezirksoberligapartie gegen Erbach hatten die Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne aber den Eindruck, als hätten einige TVE-Spieler die Begegnung schon ad acta gelegt. Erst ab der 42. Minute besannen sich die Gastgeber wieder, was allerdings einer von Trainer Michael Hauptmann genommenen Auszeit bedurfte.

Tore: Gregor Wegmann (5), Lukas Müller (4/1), Jonas Müller (3/3), Markus Hafner (3), Christian Meffert (3), Dario Schwiersch (2), Luca Jordan (1), Victor Lengle (1), Dominik Juchem (1)

Quelle: Echo Online 23.02.2016

Kein Glanz , aber Punkte

Frauen siegen in Gernsheim mit 25:31


Die Handballerinnen des SV Erbach haben sich in der Bezirksliga A zu einem 31:25 (16:13)-Erfolg beim Tabellenletzten FSG Biblis/Gernsheim II gemüht.

Der Favorit verschlief die Anfangsphase, „in der der Gegner im Angriff machen konnte, was er wollte“, beklagte SVE-Trainer Waldemar Rack. Erbach lag daher mit 2:6 hinten. Doch prompt ging ein Ruck durch die Mannschaft, die mit sechs Toren in Serie die Partie zum 8:6 drehte. Es blieb allerdings umkämpft, da die FSG eine Chance witterte, außerdem fabrizierte Erbach ungewohnt viele Fehler. Die Defensive stand zwar gut, doch Biblis/Gernsheim kam immer wieder zu Strafwürfen und nutzte diese souverän. So blieb es meist bei einem Zwei-Tore-Vorsprung für Erbach (19:17 und 24:22). Als die Gäste auf 28:24 erhöhten, war die Partie entschieden.

„Letzten Endes war es ein glanzloser Sieg, mit dem wir uns aber alle Chancen wahren“, bilanzierte Rack.

Tore: Anna Jordan (9/1), Nina Sauer (8/3), Desiree Bock (4), Anne Schneider, Luisa Jordan (je 3), Selin Schneider (3/1), Katrin Lambert (1)

Quelle: Echo Online 22.02.2016

Eine schwere Aufgabe

BIBLIS – ERBACH Gastgeberinnen gehen als Außenseiter in Spiel gegen Aufstiegsaspirant


Der Tabellenletzte der Frauenhandball-Bezirksliga A, die FSG Biblis/Gernsheim II, steht mit dem Heimspiel gegen den SV Erbach am Samstag (16.30 Uhr) vor einer Mammutaufgabe.

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen nicht sein, denn die FSG braucht jeden Punkt, um den Abstieg zu verhindern. Währenddessen ist der SV Erbach im Aufstiegsrennen und will in der nächsten Saison in der Bezirksoberliga am Ball sein. Mit einer ordentlichen Leistung – selbst eine knappe Niederlage wäre für die Spielgemeinschaft ein Achtungserfolg – will sich die FSG Selbstvertrauen für das darauf folgende Wochenende holen, wenn es bei Aufsteiger Weiterstadt III um Punkte geht. Dort muss fast schon gewonnen werden, um den Kontakt zum rettenden Ufer nicht abreißen zu lassen.

Erbach um Trainer Waldemar Rack will indes den nächsten Pflichtsieg einfahren und mit einer konzentrierten Leistung das Tempospiel aus einer stabilen Abwehr heraus durchziehen.

Quelle: Echo Online 18.02.2016

Die Lage bleibt angespannt

Nach dem wichtigen Sieg zuletzt gegen die HSG Weiterstadt steht für die Handballer des SV Erbach ein Derby auf dem Programm. Der Bezirksoberligist tritt am Sonntag (18 Uhr) beim TV Einhausen an.


Der erste Sieg des Jahres am Wochenende gegen Weiterstadt hat eine gewisse Anspannung gelöst beim SV Erbach. Auch die erste Trainingseinheit am Dienstagabend „lief ordentlich“, wie SVE-Trainer Waldemar Rack lobte. Allerdings scheint sich die personelle Situation nicht zu entspannen. Sprach Erbachs Vorsitzender Thomas Lulay nach dem jüngsten Erfolg von einem „Gemischtwarenladen“, der aufs Parkett gegangen sei, wird sich das Bild auch in Einhausen nur unwesentlich ändern. Mit Oliver Heß, er verletzte sich im Training an den Bändern, droht ein weiterer Stammspieler auszufallen. Zwar könnte hingegen Sebastian Nischwitz wieder zum Team stoßen, improvisieren ist dennoch angesagt.

Vor dem TV Einhausen hat der Erbacher Trainer Respekt, auch wenn der Aufsteiger mit 8:20-Punkten nur auf dem vorletzten Platz rangiert. Zuletzt ließ der Aufsteiger aber beim 33:30-Erfolg in Crumstadt aufhorchen. „Einhausen hatte, ähnlich wie wir, mit einigen Verletzten zu kämpfen. Wenn die Mannschaft komplett ist, spielt sie einen richtig guten Handball“, hat Rack erkannt. Vor allem das Tempo der Einhäuser beeindruckt den Coach, der von seiner Mannschaft, egal wie sie sich am Sonntag zusammensetzt, viel Geduld erwartet. „Wir müssen kompakt stehen und dürfen nicht zu schnell den Abschluss suchen. Wir müssen auf das richtige Timing achten, wollen wir Zählbares mit nach Hause nehmen“, fordert Rack.

Die abstiegsbedrohten Gastgeber indes wollen den Rückenwind aus dem Coup gegen Crumstadt/Goddelau mit ins Heimspiel nehmen. Für TVE-Trainer Michael Hauptmann ist der Gegner allerdings eine Wundertüte. „Der SVE hatte in den letzten Wochen einige Ausfälle zu beklagen. Mal schauen, mit welcher Aufstellung die Mannschaft bei uns antritt. Aber egal, ob der eigentliche Kader der Erbacher kommt oder wieder reaktivierte Akteure am Ball sein werden: Wir wollen auf unser Spiel, auf unsere Leistung schauen“, stellt Hauptmann klar. „Wir sind gut drauf und bestens gerüstet“.

Quelle: Echo Online 18.02.2016

SVE-Damen werden Favoritenrolle gerecht

SV Erbach – HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden III 35:16 (12:8)

Dank einer Steigerung in der zweiten Hälfte reichte es noch für einen standesgemäßen Sieg. Erbach legte von Beginn an vor (7:3), brauchte aber viele Chancen. Nach der Pause machte der SVE über 17:8 und 20:9 schnell alles klar.

Tore: Anne Schneider (8), Nina Sauer (8/2), Anna Jordan (6/1), Selin Schneider (4), Desiree Bock (2), Lena Rothermel (2/2), Katrin Lambert, Luisa Jordan, Kim Schneider, Laura Schäfer, Lisa Pfeifer (je 1)

Quelle: Morgen Web 16.02.2016

Männliche C-Jugend – Derbysieger

Männliche C-Jugend: HC VFL Heppenheim – SV Erbach 31:32 (16:18)

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Im Wurf Florian Lulay (14 Tore)                                                            Foto: Armin Kübelbeck

Ein spannendes und rassiges Derby, mit Jugendhandball auf hohem Niveau sahen die vielen Zuschauer in der Heppenheimer Nibelungenhalle. Die Erbacher kamen besser ins Spiel und schafften es mit einer sehr offenen Deckung immer wieder Heppenheimer Ballverluste zu provozieren. Beim 13 : 18 kurz vor der Pause verpassten es die Vorstädter sich klarer abzusetzen. In Hälfte zwei entwickelte sich ein großer Kampf um den Sieg und beim Stande von 26 : 26 war die Partie 10 Minuten vor Schluß wieder völlig ausgeglichen. Angeführt vom überragenden Florian Lulay und der flinken Rückraumachse mit Manuel Hörr und Luca Jordan schafften es die Erbacher auf die Siegerstrasse und feierten ausgelassen diesen wichtigen Sieg im Kampf um die Bezirksoberligameisterschaft.

Mit der Meldung der Qualifikation für die C-Jugend-Oberliga haben die Erbacher die Weichen für die nächste Saison schon gestellt und wollen die erfolgreiche Jugendarbeit weiter voran treiben.

Tore: Florian Lulay (14), Luca Jordan (4), Diego Radisic (4), Marvin Greene (3), Manuel Hörr (3), Jan-Philipp Mischler (3), Jonas Stilgenbauer (1)


Männliche D-Jugend: TV Lampertheim – SV Erbach 22:30 (12:17)

Einen klaren Sieg feierte die männliche D-Jugend in Lampertheim. Dort war das Team von Beginn an überlegen und konnte mit schönen Zusammenspielen und wechselnden Torschützen eine deutliche Führung erspielen. Der dezimierte Kader von Lampertheim hatte der gut besetzten Bank der Gäste nichts entgegenzusetzen, so verlief das Spiel fair auf beiden Seiten.

Tore: Lars Rybakov (6), Luis Meffert (5), Manuel Hörr (4), Marvin Greene (3), Nils Buchert (3), Noah Berger (3), Jakob Lulay (2), Keno Kochendörfer (2), Simon Stadler (1)


Weibliche D-Jugend: HSG Bensheim/Auerbach – SV Erbach 33:20 (19:10)

Mit nur einer Auswechselspielerin traten die Erbacher beim Tabellenzweiten an. Direkt zu Beginn legten die Gastgeber vor und verschafften sich einen deutlichen Vorsprung. Doch das Team aus Erbach kämpfte trotz des Spielstandes immer weiter und schaffte es so die Gegner in der Abwehr zum Verzweifeln zu bringen. In Hälfte zwei stand die Abwehr noch besser und so konnten die Gäste den Vorsprung in Grenzen halten. Die Spielgemeinschaft gewann diese Spiel verdient, in dem trotz Rückstand der Kampfgeist der Erbacher nie verloren ging.

Tore: Julia Bernhardt (12/2), Lilly Antes (3), Lucy Pohl (2), Jenny Pfeifer (1), Nadja Helmling (1), Franka Helfert (1)

Quelle: LS

Da ist auch Rack sprachlos

Handball-Bezirksoberligist SV Erbach erwartet am Samstag (19.15 Uhr) die HSG Weiterstadt.


Ein Blick auf die Tabelle genügt, und die Rollen sollten klar verteilt sein: Der Tabellenachte SV Erbach (17:15 Punkte) empfängt das abgeschlagene und punktlose Schlusslicht aus Weiterstadt. Doch von einer Favoritenrolle will Erbachs Trainer Waldemar Rack nichts hören. Denn die personelle Situation hat sich auch nach dem spielfreien Wochenende nicht wesentlich verbessert. Im Gegenteil. Mit Sebastian Nischwitz, er zog sich in Langen (23:25) eine Bänderverletzung zu, droht ein weiterer Leistungsträger auszufallen. Wer ihn ersetzen soll, weiß Rack nicht. „Mir fällt niemand mehr ein, den ich anrufen und zu einem Einsatz überreden könnte“, übt sich der Übungsleiter schon fast in Galgenhumor.

Übungseinheiten waren in der närrischen Zeit auch nicht drin, die heimische Mehrzweckhalle war geschlossen. Kein Wunder also, dass sich die Zuversicht bei Rack in Grenzen hält. Zwar könnte Roman Röhrig (aus beruflichen Gründen in der Nähe von Heilbronn) am Samstag zum Team stoßen. Sicher ist aber auch das nicht. „Wir werden wohl erneut nur maximal sieben Feldspieler haben. Auf Dauer ist das aber kein Zustand“, beklagt Rack. Er selbst wird wegen einer Fortbildung gegen Weiterstadt auch nicht dabei sein. Für ihn wird wohl Vorsitzender Thomas Lulay auf der Bank sitzen. „Den Spielern, die derzeit über 60 Minuten ohne Pause hoch und runter rennen, kann ich keinen Vorwurf machen. Sie geben alles für den Verein“, lobt der Trainer. „Wir müssen jetzt wieder ganz eng zusammenrücken und das Beste aus der Situation machen“, fordert er daher.

Quelle: Echo Online 11.02.2016

Sieg und Niederlage

Weibliche C-Jugend: HSG Fürth/Krumbach – SV Erbach 35:11 (14:3)


Gegen die körperlich überlegenen und besser besetzten Gastgeber gab es von Beginn des Spiels an kein durchkommen. Ohne Auswechselspieler und mit Hilfe der weiblichen D-Jugend gelangen dann gerade mal drei hart erkämpfte Tore zur Halbzeit. Diese waren deutlich zu wenig um gegen den starken Gegner eine Aufholjagd zu starten. Trotzdem konnte man eine Steigerung im Abschluss sehen und auch die Abwehr kämpfte trotz dem hohen Rückstand weiter. Am Ende waren es vor allem viele Konter der Gastgeber die das Ergebnis noch deutlich ausfielen liesen.

Tore: Julia Bernhardt (4), Lilly Antes (2), Leonie Ballmann (2), Carla Gramlich (2/1), Jule Daseking (1)

 

Männliche D-Jugend: SV Erbach – JSG Lorsch/Einhausen I 34:24 (20:10)


Von Beginn an gelang es den D-Jugendlichen ihr gewohnt starkes Angriffsspiel aufzuziehen. So konnte man Tor um Tor davon ziehen und die Führung bis zur Halbzeit immer deutlicher auszubauen. Nach der Halbzeit hielt man die Gäste weiterhin auf zehn Tore Abstand, die Führung wurde dann aber nicht mehr weiter ausgebaut. Besonders hervor hob das Trainergespann Hörr/Kochendörfer die schönen Zusammenspiele ihres Teams, die zu dieser schnellen Entscheidung im Spiel führten.

Tore: Manuel Hörr (12/1), Noah Berger (5), Marvin Greene (4), Jakob Lulay (4), Luis Meffert (3), Simon Stadler (2), Lennart Würsching (2), Lars Rybakov (1), Nils Buchert (1)

Quelle: LS

Lachsalven im SVE-Saloon

WILDWEST IN ERBACH Sportverein galoppiert furios durch alle Fastnachtsgenres / Mix aus Musik, Tanz und Witz 


Man nehme einen Sitzungspräsidenten, der für die Bühne geboren ist und sich selbst nicht zu ernst nimmt, viel Tanz, Musik, reichlich Humor, investiere viel Herzblut und unzählige Stunden Arbeit – das ist der Stoff, aus dem die Erbacher Fastnacht ist.

Der Bunte Abend des SV Erbach war zur Freude des Vereins beizeiten ausverkauft. Das zugkräftige Motto lautete: „In Erbach ist heut’ High Noon, wir treffen uns im SVE-Saloon.“

Häuptling „Rauchende Keule“ und seine Mannen hatten Quartier bezogen im Tal des wilden Flusses Erbach. Der Einspielfilm mit Steffen Maurer im Indianer-Outfit, der hoch zu Ross die Dorfstraßen Richtung Halle „galoppiert“, sorgte für den ersten Brüller. Frisch dem Film entsprungen, zog Häuptling und Sitzungspräsident Maurer wie eine Herde Büffel durch die Halle und ließ den Boden wackeln. Auf seine Figur anspielend, landete er den ersten Kalauer des Abends: Es werde alles live im 16:9-Breitbild übertragen.

Marshall Endres und das Einhorn

De „Marshall vun de Bergstroß“, alias Michael Endres, galoppierte hoch zu Ross in die Bütt. Allerdings hatte sein „Ross“ frappierende Ähnlichkeiten mit einem Einhorn. Der Marshall hatte allerlei „Gesetzlose und Verbrecher“ auf der Liste, suchte den Bürgermeister, der den Graben zu einem „großen Kreisel“ gemacht hat, LIZ.Linke, deren Wahlplakat aussieht, als hätte man es extra für Fastnacht kreiert. Die FDP dagegen wurde nicht gesucht – „die suchen sich selbst.“ Fast aussichtslos schien dem Marshall die Suche nach dem Gewissen der Bundes-SPD.

Für prächtige Stimmung sorgte das Jugendballett. Zu Pippi-Langstrumpf-Melodien brachten die Mädels mit männlicher Unterstützung einen wunderbaren Tanz auf die Bühne. Die Straßenfastnachter kamen nicht mit ihrem üblichen Programm davon. Häuptling Steffen Maurer zauberte für Siegfried, den kecken Recken und sich flugs ein närrisches Zwiegespräch aus dem Hut. Und weil Siegfried Eibner Fastnachter durch und durch ist, machte er mit. Auch, wenn er anfangs meinte: „Mei Frau sagt, ich soll net immer de Kasper mache.“ Worauf Maurer antwortete: „Isch glab, mer hawwe de gleich Fraa.“

Erstmals steuerte die erste Herrenmannschaft einen Tanz bei. Ein optisches Highlight, das die Halle beben ließ. Drillin struktor Rack ließ die Seinen aufmarschieren, in Tarnshorts und mit Kriegsbemalung. Ganz im Stile der Maoris begannen sie mit dem Haka Dance. Da gab es Jubelschreie.

Urlauber Dirk Arnold witzelte im Hawaiihemd und erzählte von seinen Reiseerlebnissen. Das Allstars Damenballett begeisterte mit seinem Auftritt als Retro-Badenixen. Da schipperten die Damen im „Knallroten Gummiboot“, da tanzten Strandlaken, und selbst der „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini“ fehlte nicht. Tänzerinnen, Kostüme und Choreografie waren ein Augenschmaus.

Originelles bot die Bensheimer Guggefetzband „Roabdigalle“, die metallene Werkzeugkästen als Percussionsinstrumente einsetzte. Mit der „Zettelwirtschaft“ – einem stummen Dialog zwischen Endres und Maurer mit Hilfe riesiger, handbeschriebener Zettel ging es in die Pause.

Aushilfs-Bauchredner Jens Rodenheber kämpfte mit seiner aufmüpfigen Giggel-Puppe, die Mo Lulay verblüffend ähnelte. Das Gardeballett – Mitglieder der A-Jugend und der Damenmannschaft des SVE – präsentierte eine Musical-Revue vom Allerfeinsten. In ihren silbernen Hotpants und den schwarzen Zylindern sahen die Mädels zum Anbeißen aus. Einer stahl ihnen jedoch (fast) die Show: Jannik Stadler tanzte nicht nur mit, er sang dazu noch live Sinatras „New York, New York“. A star was born in Erbach.

Yannick Lulay, Fabian Jordan und Daniel Kreicha stritten als „flotter Dreier“ um das beste Kostüm und den besten Witz. Die Söhne Erbachs – Steffen Maurer, Armin Silber und Pianist Alfons Loeb – nahmen singend die Weltpolitik aufs Korn. Aus „Griechischer Wein“ wurde „Kriech nicht da rein“.

Als Saloon Girls mischte das Showballett die Zuschauer auf. Zu Cancan-Musik wirbelten die Damen über die Bühne. Mitreißend. Anspruchsvoll. Immer ein Lächeln im Gesicht. Umwerfend die Kostüme.

Wenn die Frau – Xena Rodenheber – schwanger ist, dann ist es der Mann – Mirko Lulay – meist auch ein bisschen. Plötzlich einsetzende Wehen beendeten den letzten Büttenvortrag des Abends. Feuerwehrleute (das Männerballett) setzten den Schlusspunkt: Sie retteten ein „hübsches Mädchen“ (Ähnlichkeiten mit Michael Endres waren rein zufällig) aus dem brennenden Haus. Hier blieb kein Auge trocken.

Quelle: Echo Online 02.02.2016