Rothers Hoffnung wird schnell getrübt

SV Erbach – Der Bezirksoberligist enttäuscht beim 19:32 in Modau
Kein Wunder also, dass SVE-Trainer Martin Rother enttäuscht war: „Das war ein richtig schlechtes Spiel von uns. Wir haben zu keinem Zeitpunkt in die Partie gefunden.“ Dabei begann es gar nicht so schlecht für die Erbacher. Nach zehn Minuten hieß es noch 5:5, die Gäste schienen beim Aufstiegsaspiranten mithalten zu können. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch ein gutes Gefühl. Zwar hatten wir auch hier schon einige Probleme in der Abwehr, trotzdem war das Spiel offen“, erkannte Rother, dessen Hoffnungen dann aber schnell getrübt wurden. Bis zur 16. Minute hatten sich die Modauer einen 11:5-Vorsprung erspielt – ein Knackpunkt in einer Begegnung, in der das Selbstvertrauen der Erbacher spürbar schwand.
„Unser Spiel ist derzeit im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig: Zum einen muss unsere Abwehr funktionieren, zum anderen müssen Sebastian Nischwitz und Oliver Heß einen wirklich starken Tag erwischen“, sagte Rother. Doch das war diesmal nicht der Fall. „Da mache ich den beiden Spielern keinen Vorwurf. Sie können nicht jedes Wochenende an ihre Leistungsgrenzen gehen. Trotzdem benötigt die junge Mannschaft diese beiden, um sich an ihnen das Selbstvertrauen zu erarbeiten“, erläuterte der Trainer.
Auch in der zweiten Halbzeit lief nur wenig bei den Gästen, die sich schnell mit einem 11:23-Rückstand konfrontiert sah (35.). In der Folge schalteten die Modauer einen Gang zurück, so dass die Erbacher Niederlage letztlich zwar deutlich ausfiel, aber nicht zu einem Debakel wurde.
Das spielfreie Wochenende nun kommt Rother gelegen, um an den Fehlern bei den jüngsten beiden Niederlagen zu arbeiten und sich aufs Derby am Samstag (27.) gegen den HC VfL Heppenheim vorzubereiten. „Da müssen wir ein komplett anderes Gesicht zeigen und ganz anders Handball spielen. Ansonsten werden wir auch das Derby verlieren“, kündigte Rother an.
 

Statt Fußball steht hartes Training auf dem Plan

SV Erbach – Nach Niederlage gegen die SGA muss sich Bezirksoberligist in Modau steigern
 

 
Die erste Saisonniederlage kassierten die Bezirksoberliga-Handballer des SV Erbach (mit Ball Dominik Juchem) am vergangenen Wochenende beim 32:39 gegen Arheilgen. Am Sonntag gastiert der SVE bei Meisterschaftsanwärter TSV Modau.

Statt entspanntem Kicken standen daher anstrengende Übungseinheiten auf dem Programm für die SVE-Spieler, denn aufzuarbeiten gab es eine Menge. Rother bemängelte vor allem, dass seine Spieler gegen die SGA die Tugenden der ersten drei Saisonspiele vermissen ließen. Der letzte Biss in der Abwehr habe gefehlt, Laufbereitschaft sei nicht vorhanden gewesen. „Überhaupt war die Rückwärtsbewegung in diesem Spiel mangelhaft. So kann man kein Spiel gewinnen“, kritisiert Rother
Auf ihn und sein Team wartet deshalb eine Menge Arbeit wartet, um bestens vorbereitet ins schwere Spiel am Sonntag (17 Uhr) beim TSV Modau zu gehen. „Modau ist eine Spitzenmannschaft, die um den Titel mitspielen möchte und am Ende auch oben stehen wird. Unsere Aufgabe lautet, den Rückraum um Spielertrainer Andreas Wolf, Sascha Daschwewski und Ferenc Szlauko in den Griff zu bekommen“, fordert der Erbacher Trainer.
Um Zählbares mitnehmen zu können, bedarf es aber auch sonst einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel gegen Arheilgen. „Wir können in Modau nur bestehen, wenn wir mannschaftlich geschlossen bis zum Umfallen kämpfen“, weiß Rother, den allerdings noch immer personelle Sorgen plagen. So wird Roman Röhrig weiter fehlen. „Die Verantwortung muss auf alle Schultern verteilt werden. Zu viele Spieler verlassen sich auf Sebastian Nischwitz und Oliver Heß – das muss sich ändern“, stellt Martin Rother, der für die Partie beim Titelaspiranten dennoch zuversichtlich ist, klar. Immerhin haben die Gäste gute Erinnerungen an diesen Gegner: Beide Spiele gegen die Odenwälder in der Vorsaison (noch in der Landesliga) gewann der SV Erbach.

Foto: Jürgen Strieder

 

Ein katastrophaler Tag

SV Erbach – Bezirksoberligist kassiert gegen SGA erste Saisonniederlage
Erbachs Trainer Martin Rother war entsprechend enttäuscht: „Wir haben einen katastrophalen Tag erwischt, und das in allen Bereichen. Uns hat jegliche Aggressivität gefehlt, zudem standen wir immer zu weit weg vom Gegner.“
Das Spiel begann nicht optimal für den SV Erbach. Die Gäste schienen die Heimmannschaft geradezu überrollen zu wollen. Lag die SGA nach sieben Minuten mit 5:2 vorne, kämpften sich die Erbacher fünf Minuten später auf zwei Tore heran (5:7). „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch das Gefühl, dass wir etwas erreichen können. Ich dachte, wir hätten verstanden, wie wir spielen müssen“, sagte Rother, der dann aber sah, wie sein Team bis zur Pause einem Neun-Tore-Rückstand hinterherlaufen musste. „In der Halbzeit haben wir die Situation ruhig analysiert. Wir wollten uns auf alle Fälle nicht kampflos geschlagen geben“, sah der Erbacher Coach dennoch noch Chancen.
Und der SVE kam auch engagiert aus der Kabine. In den ersten zehn Minuten entwickelten die Gastgeber viel Schwung. Manko im Erbacher Spiel am Samstag: die Abwehrleistung. „Während wir in der zweiten Hälfte in der Offensive ordentlich spielten, haben wir uns in der Abwehr weiter zu viele Fehler geleistet“, bedauerte Rother, der auch in dieser Phase des Spiels immer einen hohen Rückstand sah. „An der fehlenden Motivation lag es sicher nicht. Wir waren von Beginn an gewillt, dieses Spiel zu gewinnen, haben uns aber zu viele Fehler geleistet. Zudem müssen wir auch anerkennen, dass wir gegen einen wirklich starken Gegner gespielt haben“, lobte der Trainer die Arheilger Mannschaft, die laut Erbacher Coach am Ende vorne mitspielen werde.
„Wenn man aus dieser Niederlage etwas Positives mitnehmen kann, dann ist das der Zeitpunkt. Denn dieses klare Ergebnis sollte uns allen gezeigt haben, was wir in den nächsten Spielen anders machen müssen“, erläuterte Rother, der bereits auf den nächsten Gegner blickt. Am nächsten Sonntag (17 Uhr) gastieren die Erbacher beim nächsten dicken Brocken. Beim TSV Modau, Titelaspirant Nummer eins, wollen die Erbacher aber wieder ihr anderes Gesicht zeigen.
 

Rother hat Respekt

SV Erbach – Bezirksoberligist erwartet mit der SG Arheilgen eine gut gestartete Mannschaft
Vor allem die Geschlossenheit und der Einsatzwille seiner Spieler beeindrucken den Trainer: „Ich muss dem Team ein großes Lob aussprechen. Die Mannschaft spielt mit viel Herz und Kampfgeist. Das hat beispielsweise zuletzt in Pfungstadt den Unterschied ausgemacht“. Ohne spielerisch zu überzeugen, hat sich der Absteiger dort mit dem 37:32 zwei Punkte erkämpft und sich damit an der Tabellenspitze festgesetzt.
Am Samstag (19.15 Uhr) empfängt Erbach mit der SG Arheilgen eine weitere Mannschaft in der Mehrzweckhalle, die ordentlich in die Runde gestartet ist. Entsprechend groß ist der Respekt bei Rother. „Die SGA ist eine spiel- und abwehrstarke Mannschaft, die auch Tempo gehen kann. Nach zwei furiosen Auftaktsiegen gegen Heppenheim und in Langen kam die Heimniederlage gegen Egelsbach am vergangenen Wochenende etwas überraschend“, sagt der Trainer, der eine läuferisch und kämpferisch harte Aufgabe für seine Spieler erwartet. „Es ist die Frage, ob wir wieder bereit sind, eine lauffreudige und körperbetonte Abwehr zu spielen und ob wir noch konsequenter aufs Tempo drücken können“, erläutert Rother, der anfügt: „In spielerischer Hinsicht haben wir noch viel Luft nach oben. Zu viele personelle Ausfälle und der Trainingsrückstand einiger Leistungsträger stehen uns da noch im Weg.“
Doch ein Versprechen hat Martin Rother seinen Spielern gemacht: „Wenn wir am Samstagabend 8:0-Punkte haben, spielen wir am Dienstag im Training lange Fußball.“ Und das, da ist sich der Erbacher Trainer sicher, motiviert seine Spieler noch zusätzlich.
 

Nischwitz und Heß in Torlaune

SV Erbach – Rother-Sieben feiert 37:32-Erfolg beim TSV Pfungstadt II
Es war jedoch ein hartes Stück Arbeit für die Mannschaft von Trainer Martin Rother, bis der Auswärtserfolg feststand. Vor allem in der ersten Halbzeit tat sich der Landesliga-Absteiger lange schwer. „Pfungstadt war die erwartet spielstarke Mannschaft, die mit viel Elan gerade ihr Offensivspiel vortrug. Wir haben uns in dieser Phase zu viele Fehler in der Abwehr geleistet“, kritisierte Rother, der seine Mannschaft nach zehn Minuten denn auch mit 6:10 in Rückstand sah.
Es spricht allerdings für die derzeit beeindruckende Moral und auch den positiven Mannschaftsgeist der Erbacher, dass sie sich auch von dieser Schwächephase nicht beeindrucken ließ und Schritt für Schritt wieder ins Spiel fanden. Zwar sollte der Rother-Sieben im gesamten ersten Durchgang nicht einmal Führung gelingen, trotzdem hielt sie bis zur Pause immer den Anschluss.
„In den zweiten 30 Minuten lief es für uns deutlich besser. Dabei musste ich in der Halbzeit keine großen Worte verlieren. Die Mannschaft wusste selbst, wo sie ansetzen musste und was im zweiten Durchgang besser laufen muss“, lobte der Erbacher Trainer, der dennoch betonte, dass noch genügend Zeit blieb, um mit einem Sieg die Heimreise anzutreten. So dauerte es nur bis zur 35. Minute, ehe der SV Erbach die Begegnung gedreht hatte und mit 22:20 in Führung lag. Zwar leistete sich die Mannschaft aus dem Heppenheimer Stadtteil zwischen Minute 39 und 49 erneut eine kleine Schwächephase, auf das Spiel sollte das aber keine großen Auswirkungen mehr haben. „In diesen zehn Minuten haben wir uns im Angriff zu viele Fehler geleistet. Dafür stand die Abwehr besser“, erkannte Rother, der sich auch gestern wieder auf seine starke Torhüter verlassen konnte. So war es diesmal Sebastian Flath, der in der 55. Minute einen Siebenmeter der Pfungstädter parierte und damit den Erbacher Sieg festhielt.
Neben Flath wussten einmal mehr Sebastian Nischwitz und Oliver Heß zu gefallen. Während Nischwitz insgesamt 15 Treffer gelangen, steuerte Heß zehn Tore zum Erbacher Erfolg bei.
Am nächsten Samstag (6., 19.15 Uhr) erwartet der SV Erbach nun die SG Arheilgen in der heimischen Mehrzweckhalle.
 

Es könnte so schön sein

SV Erbach – Doch nach zwei Siegen plagen den Bezirksoberligisten nun Personalprobleme
Vor allem die Leistung beim jüngsten 26:24-Heimsieg über den TV Büttelborn stimmte den Trainer zuversichtlich: „Die Mannschaft hat in diesem Spiel eine geschlossen starke Leistung gezeigt und vor allem kämpferisch überzeugt.“ Dabei zeigte sich Rother besonders von der Defensivvorstellung beeindruckt.
Vor dem Spiel am Sonntag (16 Uhr) beim TSV Pfungstadt II könnte bei den Erbachern also alles im Lot sein, wäre da nicht die angespannte personelle Situation. Und die hat sich in den vergangenen Tagen weiter verschärft. „Mit Patrick Berbner fällt einer der talentiertesten Außenspieler wegen einer schweren Bluterkrankung aus. Er kann uns auch die ganze Saison fehlen“, bedauert Rother. Auch Roman Röhrig fehlt den Erbachern wegen einer Leistenverletzung voraussichtlich vier Wochen. Oliver Heß und Dominik Juchem laufen wegen Trainingsrückstands ihrer Normalform hinterher. Keine guten Voraussetzungen vor dem schweren Spiel in Pfungstadt.
Die zweite Mannschaft des TSV kann der Erbacher Trainer zudem schwer einzuschätzen: „Zu Hause haben sie gegen Langen gewonnen, dagegen in Egelsbach mit 13 Toren verloren. Ich bin mir sicher, dass sich Pfungstadt für diese Niederlage revanchieren will.“ Um dennoch etwas mitzunehmen aus Pfungstadt, muss die Mannschaft von Martin Rother wieder an die Grenzen gehen. „Wir brauchen die gleiche Einstellung wie im Heimspiel gegen Büttelborn. Nur so können wir bestehen“, appelliert Rother. Fortschritte erhofft sich der Coach im Offensivspiel: „Da haben wir auf alle Fälle noch Luft nach oben. Ich hoffe, dass unser Angriffsspiel noch flüssiger wird und dass Torgefahr von allen Akteuren ausgeht – auch von den Außen“.
 

Martin Rother freut sich über einen „riesen Start“

Handball – Im ersten Saisonheimspiel bezwingt Bezirksoberligist SV Erbach den TV Büttelborn mit 26:24

Zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und auch mit dem Ergebnis war SVE-Trainer Martin Rother: „Das war vor allem in der Defensive ein richtig gutes Spiel von uns. Wenn man gegen eine Spitzenmannschaft wie Büttelborn nur 24 Treffer kassiert, kann man wenig kritisieren.“Das Spiel in der Erbacher Mehrzweckhalle begann ausgeglichen. Keine Mannschaft verstand es, sich entscheidend abzusetzen. So wechselte die Führung ständig. „Während wir hinten ordentlich standen, haben wir uns vorne zu viele Fehler erlaubt“, kritisierte Rother, der zu viele Fehlwürfe und Ballverluste seines Teams bemängelte. Einmal mehr war dann aber Schlussmann Thorsten Bock häufig zur Stelle, der eine starke Leistung bot und so einen höheren Pausenrückstand der Erbacher verhinderte.
Der zweite Durchgang begann mit Vorteilen für den SV Erbach. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war Yannick Grabisch zur Stelle und markierte mit seinem Treffer zum 13:12 (32.) einen Knackpunkt im Spiel der Mannschaft aus dem Heppenheimer Stadtteil. „Von diesem Zeitpunkt an haben wir die Führung nicht mehr abgegeben und waren immer mit zwei Toren vorne“, erkannte Rother, der auch das in dieser Phase dynamische Offensivspiel seiner Mannschaft lobte: „Wir haben uns viel bewegt und so die kurze Deckung der Büttelborner gegen Sebastian Nischwitz gut kompensiert.“ Mit Dominik Lies‘ Treffer zum 25:23 zwei Minuten vor dem Ende schien das Spiel gelaufen. Zwar verkürzte der ambitionierte TV Büttelborn im Gegenzug nochmals auf 24:25, Dominik Juchem machte mit seinem zweiten Treffer Sekunden vor der Schlusssirene aber alles klar.
„Wir haben einen riesen Start in die Saison hingelegt. 4:0 Punkte waren nach unserem Abstieg nicht unbedingt zu erwarten“, freute sich der Erbacher Trainer. Die für mich wichtigste Erkenntnis aus den ersten zwei Spielen ist aber, dass eine Mannschaft auf dem Feld steht, die alles gibt. Alle kämpfen füreinander“, sagte Rother, der mit diesem Auftakt zufrieden ist.

 

„Eine knifflige Aufgabe“

SV Erbach – Bezirksoberligist geht aber mit Auftaktsieg im Rücken in die Partie gegen Büttelborn
Erleichtert waren die Handballer des SV Erbach (links Roman Röhrig, rechts Linus Stipp) nach dem Auftaktsieg gegen Siedelsbrunn. Am Samstag erwartet der Bezirksoberligist den TV Büttelborn.
 
Nach dem Auftakterfolg ist erst einmal eine Last von den Schultern des Übungsleiters und der Mannschaft gefallen. „Natürlich war der Sieg in Siedelsbrunn wichtig. Nach der langen Vorbereitung haben wir dieses Erfolgserlebnis gebraucht, um wieder etwas lockerer zu werden“, weiß Rother, der vor allem die gute Defensivarbeit seines Teams lobte. „An unserem Tempospiel und dem Positionsangriff gilt es aber noch zu arbeiten. Da sehe ich noch Luft nach oben“.
Eine schwere Aufgabe wartet auf die Erbacher am Samstag (19.15 Uhr) zum Hause gegen den TV Büttelborn. „Als Tabellendritter der vergangenen Saison gehört der TVB in diesem Jahr zu Aufstiegsaspiranten. Für uns wird es auf alle Fälle eine knifflige Aufgabe“, ist sich Rother sicher. Die personelle Situation bei seinem Team hat sich zwar etwas entspannt, Entwarnung kann der Trainer aber noch nicht geben: „Oliver Heß trainiert zwar wieder, für ihn kommt ein Einsatz aber wohl noch zu früh. Roman Röhrig hat zwar in Siedelsbrunn ein gutes Spiel gemacht, kann aber, wie Dominik Juchem, wegen Examens kaum trainieren“.
Die Favoritenrolle liegt für Rother daher nicht beim Gastgeber. Trotzdem hat er zwei kleine Vorteile für die eigene Sieben erkannt: „Zum einen haben wir im Gegensatz zu den Büttelbornern, die spielfrei waren, unseren Saisonauftakt schon hinter uns und die erste Nervosität abgeschüttelt. Zum anderen spielen wir zu Hause. In unserer Halle fällt es uns leichter, das Letzte aus uns herauszuholen. Wenn wir läuferisch an unsere Grenze gehen und alle das Beste geben, können wir auch gegen einen solch starken Gegner wie Büttelborn punkten.“

Foto: Jürgen Strieder

 

Die Abwehr legt den Grundstein

TV Siedelsbrunn – SV Erbach 26:32 – Gäste erzielen beim Derbysieg aber auch die entscheidenden Treffer
 
Auf eine starke Defensive konnte sich der SV Erbach (links Dominik Lies) im Derby der Handball-Bezirksoberliga gegen den TV Siedelsbrunn (mit Ball Yannik Ehret) stützen. Der SVE gewann mit 32:26.
SVE-Trainer Martin Rother war zufrieden: „Das war eine wirklich gute Leistung meiner Mannschaft. Vor allem in der Abwehr haben wir konzentriert gespielt und dort den Grundstein zu Erfolg gelegt.“ Dabei war es in der ersten Halbzeit noch ein weitgehend ausgeglichenes Spiel zwischen dem Aufsteiger aus Siedelsbrunn und dem Absteiger. Beide Teams wirkten zu Beginn nervös und leisteten sich viele Fehler. „Vor allem in der Offensive lief es in der Anfangsphase nicht so rund für uns. Wir haben uns zu viele Fehlwürfe geleistet“, kritisierte Rother, der allerdings die Odenwälder lobte: „Sie haben losgelegt wie die Feuerwehr. In den ersten 20 Minuten wechselte die Führung ständig und Siedelsbrunn wusste durchaus zu überzeugen.“
Nach dem 10:10 (19.) verstand es der SV Erbach bis zur Pause, sich ein wenig abzusetzen. „In dieser Phase haben wir defensiv gut gestanden und auch die entscheidenden Treffer erzielt“, erkannte der Erbacher Trainer, der zudem auf seinen starken Torhüter Thorsten Bock bauen konnte.
Im zweiten Durchgang stellte Siedelsbrunn in der Offensive um. Mit Spielertrainer Peter Jano brachte der Aufsteiger einen weiteren Aktivposten. Mit dem 21:14 für Erbach (36.) deutete sich dann aber eine Vorentscheidung an. „Das war sicher der Knackpunkt. In der Folge konnten wir die Führung auf acht bis zehn Tore ausbauen. Die Moral der Siedelsbrunner war da wohl gebrochen“, so der Erbacher Trainer, der auch in den zweiten 30 Minuten die starke Defensive um den überragenden Schlussmann Bock heraushob. „Für uns war es wichtig, mit einem Sieg zu starten. Das ist gelungen. Natürlich sind wir ein bisschen erleichtert“, sagte Rother.
TVS-Abteilungsleiter Heinz Ehret war trotz des Misserfolgs nicht unzufrieden: „Wir haben ein ganz ordentliches Spiel gegen Erbach abgeliefert. Natürlich weht in der Bezirksoberliga ein anderer Wind, der Ball wird schneller gespielt, und das körperliche Spiel kommt hier auch ganz klar zur Geltung. Hieran müssen wir als Aufsteiger natürlich noch arbeiten. Ich bin trotzdem mit dem Spiel und der Einstellung der Jungs nach dem ersten Spiel zufrieden“.
Am nächsten Samstag empfängt Erbach mit dem TV Büttelborn einen Gegner anderen Kalibers. „Büttelborn will oben mitspielen und strebt den Aufstieg an. Das wird eine schwere Aufgabe und ein richtiger Prüfstein“, prognostizierte Rother.
 
Foto: Jürgen Strieder
 

Ein Saisonstart mit Unwägbarkeiten

SV Erbach – Bezirksoberligist hat zum Auftakt in die Saison einige Ausfälle zu verkraften – Zuversicht herrscht dennoch

Auf die Jugend baut der SV Erbach (mit Ball Yannick Grabisch) in der Bezirksoberliga.

Trainer Martin Rother hat Grund, zufrieden zu sein und positiv in die neue Runde zu gehen. Die Vorbereitung lief gut beim SVE. „Wir haben viel und intensiv trainiert. Der Abstieg scheint auch in den Köpfen der Spieler abgehakt zu sein. Die Stimmung im Team ist energiegeladen“, beschreibt der Coach die Situation. Er freute sich zudem über positive Ergebnisse in den Testspielen gegen teils höherklassige Mannschaften. Die Mannschaft, betont Rother, freue sich auf die neue Spielzeit, in der unter anderem wieder das Derby gegen den HC VfL Heppenheim wartet.
Kopfzerbrechen bereitet Rother aber vor allem die personelle Situation. Die Führungsspieler Roman Röhrig und Oliver Heß plagen sich mit Verletzungen herum. Während Röhrig wegen einer Leistenverletzung nur sporadisch trainieren konnte, ist bei Heß eine OP-Narbe noch nicht ausgeheilt. Folge: Seit Juni konnte er nicht mehr trainieren. Hinzu gesellt sich der dritte Rückraumspieler Sebastian Nischwitz, der wegen Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen wochenlang nicht an den Übungseinheiten teilnehmen konnte. „Der Start in die Saison wird für uns sehr schwer. Unser gesamter erster Rückraum wird fehlen beziehungsweise ist nicht austrainiert“, bedauert Rother. Trotzdem ist der Trainer zuversichtlich, dass die jungen Spieler, die nun im Rückraum ran müssen, ihre Sache gut machen werden: „Sie haben sich in der Vorbereitung schrittweise verbessert.“
Überhaupt spielt das Alter beim SV Erbach eine nicht unerhebliche Rolle. Mit 21,1 Jahren hat die Mannschaft aus dem Heppenheimer Stadtteil den jüngsten Kader aller Zeiten. Auf den Nachwuchs bauen die Verantwortlichen und auf die positive Stimmung. „Wenn wir diese angespannte personelle Situation überstanden haben, wird es schwer, gegen uns zu gewinnen“, kündigt Rother, der damit rechnet, dass er seinen kompletten Kader „vielleicht irgendwann im November“ zur Verfügung haben wird, an.
Auf ein Ziel in Form eines Tabellenplatzes haben die Verantwortlichen des SV Erbach bewusst verzichtet. „Die Mannschaft ist sich einig, dass sie sich spürbar verbessern will in dieser Saison – und das sowohl individuell als auch im Zusammenspiel“, erläutert der Erbacher Trainer, der voller Vorfreude dem Auftaktspiel bei Aufsteiger TV Siedelsbrunn am Samstag (19.30 Uhr) entgegenblickt. „Natürlich wird das für uns ein schweres Spiel, zumal es der TVS seit Monaten gewohnt ist, die Spiele zu gewinnen und entsprechend euphorisch in die Saison geht“, gibt Rother zu bedenken. Trotzdem streben die Erbacher in ihrem ersten Saisonspiel einen Sieg an: „Wir wissen, dass wir nicht beim Titelfavoriten spielen. Trotzdem sind Begegnungen gegen Aufsteiger immer gefährlich.“

 
Foto: Lothar Voigt