Die Abwehr ist gefordert

SV Erbach – Fürs Heimspiel gegen Crumstadt fordert Trainer Rother volle Konzentration
 
Willkommene Aushilfe: Rückkehrer Christian Scholz (mit Ball, hier im Trikot des TV Groß-Umstadt) dürfte bei Bezirksoberligist SV Erbach auch im Heimspiel gegen Crumstadt eine Stütze sein. Archivfoto: Guido Schiek
Drei Niederlagen in Folge nagten vor der Partie in Rüsselsheim am Selbstvertrauen der Mannschaft um Erbachs Trainer Martin Rother, die zudem noch mit personellen Problemen zu kämpfen hatte. Da kam der Sieg zum richtigen Zeitpunkt, um gestärkt die letzten Spiele vor der Weihnachtspause zu gehen.
Einer, der in Rüsselsheim entscheidenden Anteil am Erfolg hatte, war ein alter Bekannter, der wieder im Trikot der Erbacher auflief. Mit Christian Scholz (zuletzt TV Groß-Umstadt) freute sich Rother über einen Zugang, der sich bereit erklärt hatte, zumindest in den nächsten Wochen auszuhelfen. „Struktur und Ordnung waren in Rüsselsheim besser als in den Spielen zuvor. Und das war nicht zuletzt auch ein Verdienst von Christian Scholz“, lobte Rother, der sich zudem über die Rückkehr des zuletzt verletzten Sebastian Nischwitz freuen durfte.

Vor dem Heimspiel am Samstag gegen die ESG Crumstadt/Goddelau fordert Rother vor allem eine konzentrierte Abwehrleistung. „Das wird der Schlüssel zum Erfolg sein, da wir es mit einer offensiv sehr starken Mannschaft zu tun haben werden“, weiß der Erbacher Trainer, der beim Gegner besonders das Konterspiel schätzt: „Da kommen zwei Aufgaben auf mein Team zu. Einerseits im Angriff nicht übereilt abzuschließen und auf gute Chancen zu warten, andererseits im Rückzugsverhalten einen überragenden Abend zu erwischen.“ Wenn beides funktioniert, da ist sich der Trainer sicher, könne es etwas werden mit einem Heimsieg.

Verzichten muss Martin Rother am Samstag auf den letztmals gesperrten Markus Hafner sowie die verletzten Dominik Lies, Sören Blank, Oliver Heß und Patrick Berbner.

 
Quelle: echo-online.de 29.11.2012

Wiedersehen nach dreieinhalb Jahren

Handball – MSG Rüsselsheim/Bauschheim trifft auf Landesliga-Absteiger SV Erbach

Nach der 25:36-Niederlage beim Tabellenführer SG Egelsbach wollte der neue MSG-Trainer Angelo Urso nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Natürlich sei ein Misserfolg beim Klassenprimus einkalkuliert gewesen. Dass seine Schützlinge jedoch nach einer 19:17-Führung anfangs der zweiten Hälfte völlig den Kopf verloren und eine unfassbare 0:17-Torflut zum 19:34 über sich ergehen ließen, machte dem Coach mächtig zu schaffen.
In einer Aussprache mit der Mannschaft wurden die Ereignisse der Vorwoche nun aufgearbeitet. Das Resultat: „Mund abwischen, künftig besser machen und mit voller Konzentration die nächste Aufgabe angehen.“ Immerhin besteht am Sonntag um 18 Uhr in der Bauschheimer Sporthalle beim Aufeinandertreffen mit Landesliga-Absteiger SV Erbach die Möglichkeit zur prompten Wiedergutmachung.
Die Gäste aus dem Heppenheimer Ortsteil sind derzeit von Verletzungssorgen geplagt, weshalb sie als Zehnter nur zwei Plätze vor der TuS/SKG-Formation rangieren. Der letzte Vergleich beider Teams liegt dreieinhalb Jahre zurück – und ging unter gänzlich anderen Vorzeichen über die Bühne. Ende Januar 2009 verfolgten mehr als 400 Zuschauer in Bauschheim das damalige Spitzenspiel. Die Gäste gewannen glücklich mit 28:27, doch am Saisonende hatte die MSG die Nase vorne und stieg als Meister in die Landesliga Süd auf.
Der SV Erbach folgte dann ein Jahr später, doch da war Rüsselsheim/Bauschheim bereits wieder abgestiegen. Immerhin zwei Spielzeiten verbrachten die Erbacher auf Landesebene, ehe es nun in der angestammten Bezirksoberliga zu einem Wiedersehen der Rivalen kommt.

 
Quelle: echo-online.de 23.11.2012

Da hilft nur noch Galgenhumor

 

SV Erbach – Vor Spiel gegen Rüsselsheim sind sechs Spieler einsatzbereit bei Bezirksoberligist

Dem Übungsleiter fehlen schon seit Wochen die wichtigsten Spieler. Zu den schon länger verletzten Sören Blank, Oliver Heß und Sebastian Nischwitz gesellten sich zuletzt auch noch Dominik Lies (Finger) und Mladen Radisic (Knie) hinzu. Auch Tim Schüßler (Zehverletzung) und Colin Stangenberg (Rückenprobleme) sind angeschlagen und drohen deshalb am nächsten Sonntag (18 Uhr) fürs Spiel bei der MSG Rüsselsheim/Bauschheim auszufallen. „So langsam wird es schon bizarr. Sicher sind derzeit schon sechs Spieler einsatzbereit. Wir werden in dieser Woche mal schauen, wer uns nun noch aushelfen kann“, kündigt Martin Rother an.
Vor dem Gegner hat der Erbacher Trainer Respekt: „Uns steht ein heißer Tanz bevor. Auch wenn Rüsselsheim/Bauschheim auf dem Papier der einfachere Gegner ist als Fürth/Krumbach oder Egelsbach, erwarte ich eine starke Mannschaft, die alles aus sich herausholen wird.“ Dennoch setzt sich Rother ein Ziel: „Wir wollen ein gutes Handballspiel abliefern und bis zum Umfallen kämpfen. Die mannschaftliche Geschlossenheit und der letzte Biss werden entscheiden, wer dieses Spiel gewinnt.“ Denn Rother ist klar: „Wir brauchen die Punkte dingend.“
Aber ein Erfolg würde der auf Rang zehn gerutschten jungen Erbacher Mannschaft ohnehin guttun. „Das Team hat in den vergangenen Wochen aufopferungsvoll gekämpft. Diese Rumpfmannschaft und besonders die jungen Spieler machen ihre Sache gut und werden immer besser. Was uns fehlt, sind zwei Punkte“, betont Rother.

 
Quelle: echo-online.de vom 22.11.2012

Böbel-Sieben erfüllt die Pflicht

HSG Fürth/Krumbach – SV Erbach 35:27 – Im Derby rehabilitieren sich Odenwälder für Leistung gegen Büttelborn

Nicht zu stoppen waren die Handballer der HSG Fürth/Krumbach (mit Ball Philipp Bund) im Bezirksoberligaderby vom SV Erbach (Mladen Radisic). Die Odenwälder gewannen mit 35:27. 
 

Während die HSG mit diesem wichtigen Heimerfolg den Anschluss an die Spitzengruppe wahrte, verlor der SVE nach der dritten Niederlage in Serie mit 8:10 Zählern erst einmal den Anschluss ans obere Tabellendrittel. „Nach dem Büttelborn-Spiel habe ich meine Mannschaft in die Pflicht genommen, und sie hat den geforderten Sieg eingefahren“, freute sich Fürth/Krumbachs Trainer Udo Böbel. „Wir haben uns vor eigenem Publikum rehabilitiert, sind mit einer geschlossenen Teamleistung aufgetreten und haben verdient gewonnen.“
Nach der Pleite in Büttelborn, als die HSG nur zwei Feldtore und zwei Siebenmetertreffer in der zweiten Halbzeit markierte, brauchte es aber in der gut besuchten Fürther Schulsporthalle eine Weile, bis sich der Gastgeber absetzen konnte. Etwas Verunsicherung war noch zu spüren, und die Erbacher boten Paroli: „Wir haben uns in der ersten Hälfte sehr gut geschlagen. Unsere Abwehr stand stabil, und wir waren absolut gleichwertig“, lobte Gästecoach Martin Rother. Aber bei allem sportlichen Kampf: Die Partie verlief fair. Nur vier Zeitstrafen gab es auf jeder Seite. Die acht Strafwürfe für Fürth, die sechs verwandelten, und die sieben für die Erbacher, die ebenfalls sechsmal erfolgreich waren, sprechen für ein hartes Spiel, das sich aber im Rahmen bewegte.
Die HSG legte vor (4:2), Erbach drehte das Ergebnis und führte beim 6:5, lief anschließend aber immer einem Rückstand hinterher. Bis zum 13:12 für die Hausherren (25.) blieb es knapp, erst in den letzten fünf Minuten vor der Pause setzten sich die Odenwälder auf 17:13 ab. Dass der SVE mithielt, ist besonders angesichts der angespannten personellen Situation bemerkenswert. Immerhin fehlten vier Stammspieler: Oliver Heß und Sören Blank verletzungsbedingt, Markus Hafner ist gesperrt, Sebastian Nischwitz (Bänderriss) trat nur zu Siebenmetern an. Mit zwei Nachwuchsleuten und den erfahrenen Thomas Bernhardt und Mladen Radisic war die Bank zwar voll besetzt, „aber irgendwann hat man gemerkt, dass uns die Alternativen fehlten und die Kraft bei uns nachließ“, erkannte Rother. Besonders im Erbacher Rückraum machte sich der Kräfteverschleiß in den zweiten 30 Minuten bemerkbar. In der ersten Hälfte haderte Rother allerdings auch mit einigen umstrittenen Entscheidungen der Unparteiischen gegen seine Mannschaft.
„Nach dem Wiederanpfiff konnten wir die gute Defensivleistung nicht mehr fortsetzen, und im Angriff wurde oftmals unvorbereitet abgeschlossen“, sah Rother, wie sein Team ins Hintertreffen geriet, während Udo Böbel zufrieden war: „Spielentscheidend war unsere offensive und bewegliche 3:2:1-Abwehr. Damit kam Erbach nicht zurecht, und wir bekamen unsere Gelegenheiten per Konter und zweiter Welle.“
Von 22:19 erhöhte die HSG Fürth/Krumbach auf 25:19, zehn Minuten vor Spielende dann von 27:22 auf 30:22. Erbach hatte nun nichts mehr entgegenzusetzen.

 
Foto: Lothar Voigt
Quelle: www.echo-online.de 19.11.2012

Gutes Spiel, keine Punkte


SV Erbach – Der Bezirksoberligist ist trotz der 27:35-Niederlage gegen SGE nicht unzufrieden

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Die Gastgeber überzeugten über weite Strecken gegen den Tabellenführer, mussten die Punkte aber letztlich (nicht unerwartet) abgeben. „Es war ein gutes Spiel von uns. Am Ende ist die Niederlage etwas zu hoch ausgefallen“, bilanzierte Erbachs Trainer Martin Rother.
Die Partie begann allerdings nicht gerade optimal für die Erbacher. Stand es nach vier Minuten noch 2:2, legten die favorisierten Gäste in der Folge eine 7:3-Führung vor. „In dieser Phase haben wir unsere Chancen nicht genutzt und uns zu viele leichte Fehler geleistet. Da fehlten uns die Erfahrung und die Ruhe“, erkannte Rother, der sich allerdings freute, dass sich seine Mannschaft nicht aufgab. So kämpften sich die Erbacher ab der 20. Minute zurück und verkürzten den Rückstand bis zur Pause.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Egelsbacher stets einen knappen Vorsprung behaupteten. Der SVE ließ sich jedoch zunächst nicht abschütteln. „Wir haben kämpferisch überzeugt. In den entscheidenden Situationen fehlt der jungen Mannschaft allerdings die Erfahrung“, nahm Martin Rother sein Team in Schutz, obwohl sich Egelsbach vorentscheidend absetzte.
Nach 44 Minuten legte der Spitzenreiter dann ein 24:19 vor und profitierte in dieser Phase von leichten Erbacher Fehlern. „Die SGE ist ein routiniertes Team, das nur wenige Fehler macht und seine Chancen eiskalt nutzt“, lobte der Erbacher Trainer den Gegner, der in der Schlussphase noch zum deutlichen Erfolg kam. „Uns fehlen derzeit neben unseren verletzten Leistungsträgern im Spiel nur Kleinigkeiten. Die Art und Weise, wie die junge Mannschaft aber speziell in diesem Spiel aufgetreten ist, macht Mut für die bevorstehenden Aufgaben“, sagte Rother, für den besonders Tim Schüßler (acht Treffer) überzeugte.
Die nächste Aufgabe des SV Erbach hat es ebenfalls in sich. Am nächsten Samstag (19 Uhr) gastiert die Mannschaft bei der HSG Fürth/Krumbach.

 
 
12. November 2012  | ki, Quelle: echo-online.de

 

Der Platzverweis ärgert Trainer Rother

SV Erbach – Bezirksoberligist verliert 23:33 und mit verletztem Nischwitz wohl noch einen weiteren Leistungsträger
Überschattet wurde die Partie in der Langener Sporthalle erneut von einer Verletzung eines Leistungsträgers: Schon nach fünf Minuten zog sich Sebastian Nischwitz womöglich einen Bänderriss im Fuß zu. Sollte sich dies bestätigen, muss Trainer Martin Rother mehrere Wochen auf Nischwitz verzichten. Auch Markus Hafner muss pausieren. Er sah in der 45. Minute die Rote Karte, die eine Sperre nach sich zieht. „Normalerweise bin ich bei Schiedsrichterentscheidungen zurückhaltend. Dieser Platzverweis war aber ein absoluter Witz. Markus war in einen normalen Zweikampf verwickelt und hat seinen Gegenspieler ohne Absicht mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen“, ärgerte sich Rother.
Im Spiel sah es für die Erbacher in der Anfangsphase nicht schlecht aus. Mit 2:0 lagen die Gäste nach drei, mit 4:2 nach fünf Minuten in Führung. Auch in der zehnten Minute behauptete Erbach einen knappen Vorsprung (6:5). Doch in der Folge fand Langen besser in die Partie und erarbeitete sich bis zur Pause einen knappen Vorsprung. „In der Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen. Wir wollten wieder aufs Tempo drücken und in der Abwehr besser arbeiten“, erläuterte Rother, der dann aber sah, wie es für sein Team im zweiten Durchgang noch schlechter lief. Von der 35. bis zur 43. Minute baute die HSG Langen ihren Vorsprung über 17:13 auf 22:16 aus – die Partie war gelaufen. „Auch wenn es absurd klingt, aber es war durchaus ein Sieg für uns drin. Die Verletzung von Nischwitz und der Platzverweis gegen Hafner haben unserem Spiel aber einen Knacks verpasst“, sagte der Erbacher Trainer.
Mit Nischwitz und Hafner sowie Oliver Heß, der sich im Derby zuvor gegen den HC VfL Heppenheim schwer verletzte, fehlen Rother nun drei wichtige Spieler.
 

Die Punkte alleine sind nicht entscheidend

SV Erbach – Trainer Martin Rother fordert gegen Langen ein gutes und schnelles Spiel
Zuletzt feierten die Erbacher einen 28:23-Sieg im Derby gegen den HC VfL Heppenheim, der zwar vom Ergebnis her Rother gefiel, in spielerischer Hinsicht aber noch Luft nach oben ließ. „Es fehlten das Tempo und die letzte Konsequenz im Abschluss. In dieser Hinsicht gibt es für uns noch eine Menge zu tun“, weiß Rother.
Am Sonntag (18 Uhr) gastiert der SVE bei der HSG Langen, die zuletzt mit einem 21:21 bei Spitzenreiter SG Egelsbach überraschte. „Diese Partie war alles andere als hochklassig. Beide Mannschaften haben versucht, das Spiel langsam zu machen, um so Kräfte zu schonen“, befand Martin Rother, der sich die Begegnung anschaute. Für seine Mannschaft gilt es am Sonntag, eben jenes Tempo ins Spiel zu bringen. „Gegen Langen würde ein schnelles Spiel wahrscheinlich schon reichen, um Punkte zu holen“, vermutet der Trainer. „Ich fordere von meiner Mannschaft eine Leistungssteigerung im läuferischen Bereich und auch, was die mentale Frische angeht“, stellt Rother allerdings klar und betont: „Ob wir punkten, ist nicht das alles Entscheidende. Wir wollen ein gutes und schnelles Spiel abliefern und den Gegner in jeder Sekunde unter Druck setzen – und das schon in der Abwehr.“
Nicht mitwirken kann in Langen Oliver Heß, der sich im Derby gegen Heppenheim schwer verletzte und wohl bis zum Frühjahr ausfallen wird. „Nun bieten sich unseren jungen Spielern Entfaltungsräume. Ich hoffe sehr, dass sie dies nutzen werden“, sagt Rother.
 

Im Derby fehlt viel

Martin Rother (Trainer des SV Erbach): Wir haben zwei Punkte mehr auf dem Konto, und die haben wir auch noch im Derby geholt. Das macht mich zufrieden. In spielerischer Hinsicht haben wir aber noch viel Luft nach oben und haben noch eine Menge zu tun. Der HC VfL wirkte zu Beginn des Spiels etwas gehemmt, hat sich dann aber gesteigert.
Stefan Wegerle (Trainer des HC VfL Heppenheim): Ich bin sehr enttäuscht. Im Prinzip standen sich in diesem Derby Not gegen Elend gegenüber. Die weniger schwache Mannschaft hat gewonnen. Was mich aber am meisten überraschte, war die seltsame Atmosphäre in der Halle. Von Derbystimmung war nichts zu hören und zu sehen.
Helmut Stein (Teamverantwortlicher des HC VfL Heppenheim): Das war zum einen die von uns bislang schlechteste Saisonleistung. Zum anderen war es das schlechteste Derby, das ich bislang gesehen habe. Von Anfang an kam keine Derbystimmung auf. Bei uns hat in diesem Spiel einfach alles gefehlt, vor allem aber die nötige Körpersprache.
 

Verletzung trübt die Stimmung

SV Erbach – HC VfL Heppenheim 28:23 – Nach einem mäßigen Derby sind die Gastgeber wieder einmal Sieger
Durchgesetzt hat sich der SV Erbach (in der Mitte Linus Stipp) im Derby der Handball-Bezirksoberliga mit 28:23 gegen den HC VfL Heppenheim (links Manuel Kasper, rechts Jonas Schütz).

Der HC VfL Heppenheim wartet indes weiter auf die ersten Punkte der Saison. Der Bezirksoberligist um Trainer Stefan Wegerle verlor beim SV Erbach mit 23:28 (9:12) und kassierte damit im sechsten Spiel die sechste Niederlage.
Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung von Oliver Heß. Der Erbacher fiel nach einer harmlosen Aktion unglücklich auf die Hand und musste eine halbe Stunde lang auf dem Spielfeld ärztlich versorgt werden. Anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht. „Oliver hat sich den rechten Unterarm gebrochen. Die Situation war absolut unglücklich. Natürlich hat diese Szene das Spiel beeinflusst“, sagte Martin Rother, Trainer des SV Erbach. Mit 8:5 lagen die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt (20.) in Führung. „Nach dieser Verletzung hat in unserem Spiel jegliches Tempo gefehlt. Bis zur 50. Minute lief bei uns im Prinzip nichts mehr zusammen“, bedauerte der Erbacher Trainer, der zuvor ein ordentliches Spiel seiner Mannschaft sah.
Die Erbacher legten flott los und profitierten von der Unsicherheit im Spiel des HC VfL Heppenheim. Die Wegerle-Sieben schien Respekt vor dem Landesliga-Absteiger zu haben. „Besonders in der Abwehr haben wir viel zu passiv agiert. Zudem haben wir vorne wieder zu viele Fehler gemacht“, kritisierte Helmut Stein, Teamverantwortlicher der Heppenheimer, der sah, wie die Gastgeber nach zwei Minuten mit 3:0 in Führung lagen und diese über 7:4 (15.), 8:5 (20.) bis zur Pause ausbauten. „Wir haben in diesem Spiel wieder unser schwaches Auswärtsgesicht gezeigt. Mit einer besseren Einstellung hätten wir diesmal etwas holen können“, befand HC VfL-Coach Wegerle, der auch nach der Pause ein schwaches Derby sah.
Der Knackpunkt folgte in der 50. Minute. Beim Stand von 21:20 für Erbach hatten die Heppenheimer die Chance auf den Ausgleich, vergaben aber diese Möglichkeit. Im Gegenzug erhöhten die Gastgeber auf 22:20, um dann auf 24:20 davonzuziehen. „Das war sicher die Entscheidung. Danach lief beim HC VfL nichts mehr zusammen“, war Martin Rother mit dem Ergebnis zufrieden, schränkte aber ein: „Wir haben das Derby insgesamt viel zu spannend gemacht. Wir haben uns immer einen Vorsprung herausgespielt, um in der Folge die Heppenheimer wieder herankommen zu lassen. Das war unnötig.“
Während der SV Erbach am nächsten Sonntag (18 Uhr) bei der HSG Langen gastiert, hat es der HC VfL Heppenheim bereits am Freitag (20 Uhr) in der heimischen Nibelungenhalle mit der MSG Rüsselsheim/Bauschheim zu tun. Für Stefan Wegerle steht fest: „Nun kommen die Gegner, gegen die wir unbedingt punkten müssen. Wenn wir am Freitag wieder unser positives Heimgesicht zeigen, bin ich zuversichtlich, dass wir endlich unsere ersten Punkte holen können.“

SVE-Tore: Nischwitz (11/5), Hafner (7), Lies (5), Röhrig (2/1), Heß, Schüßler, Plank (je 1); HC VfL-Tore: Falter (7/1), Geiling (6), Werle (3), Sebastian Gottuck, Glanzner, Schütz (je 2), Sebastian Saul (1).

 

Foto: Lothar Voigt

 

Quelle: Echo Online 29.10.2012

Alle sind heiß aufs Stadtderby

SV Erbach – HC VfL Heppenheim – Und wie üblich gibt es Lob vom Gegner

So um die 300 Zuschauer dürften am Samstag ab 19.15 Uhr zum Derby der Handball-Bezirksoberliga zwischen dem SV Erbach und dem HC VfL Heppenheim in die Erbacher Mehrzweckhalle kommen.

Wenn am Samstag (27./19.15 Uhr) der SV Erbach den HC VfL Heppenheim in der Mehrzweckhalle empfängt, treffen zwei Mannschaften aufeinander, für die die Saison unterschiedlich verlief. Während die Erbacher mit 6:4 Punkten ordentlich in die Spielzeit starteten und den Landesliga-Abstieg verkraftet haben dürften, sieht die sportliche Situation der Heppenheimer deutlich prekärer aus. 0:10 Punkte, Letzter.

Während der HC VfL in der heimischen Niebelungenhalle trotz dreier Niederlagen gegen die Spitzenteams Fürth/Krumbach, Modau und Egelsbach durchaus zu überzeugen wussten, lief es auswärts überhaupt nicht. „Wenn wir es schaffen, ein bisschen Heimspiel-Stimmung mit nach Erbach zu nehmen, können wir das Spiel vielleicht offen gestalten. Wichtig ist es aber, dass wir mit der richtigen Derby-Einstellung zu Werke gehen“, hofftTrainer Stefan Wegerle auf eine Leistungssteigerung seiner Spieler auf fremden Parkett. Dass es beim Landesliga-Absteiger schwer werden wird, weiß sowohl Stefan Wegerle als auch Helmut Stein, Mannschaftsverantwortlicher des HC VfL. „Trotz der jüngsten zwei Niederlagen zählt für mich der SV Erbach noch immer zu den drei Mannschaften, die um den Titel spielen werden. Der SVE hat vor der Saison nur einen Spieler abgegeben und somit ein eingespieltes Team“, zollt Stein dem Stadtrivalen großen Respekt.
Personell, das weiß Stein, sieht es bei den Heppenheimern alles andere als rosig aus. „Wir müssen unsere Punkte nicht in Erbach holen. Wenn wir es schaffen, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten, ist vielleicht eine Überraschung drin“, hofft Helmut Stein.
Vom letzten Tabellenplatz des Gegners will sich Martin Rother nicht blenden lassen. „Das wird eine ganz knifflige Aufgabe. Wir werden ganz sicher nicht den Fehler machen, den HC VfL zu unterschätzen. Ich habe in dieser Saison bislang zweieinhalb Spiele der Heppenheimer gesehen, und was ich da gesehen habe, hat mich durchaus überzeugt“, warnt der Erbacher Trainer.
Vor allem von der Spielanlage als auch vom Tempo der Wegerle-Sieben zeigt sich Rother angetan. Dennoch: Ziel der Erbacher kann am Samstagabend nur ein Heimsieg sein. „Dazu braucht es aber einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber den vergangenen beiden Spielen. Für uns ist es das Spiel des Jahres. Entsprechend engagiert und emotional wollen wir in das Derby gehen“, blickt Martin Rother voraus.

„Nur, wenn wir 100 Prozent Kampf und Leidenschaft an den Tag legen, können wir das Derby gewinnen“, weiß Rother, der nach wie vor personelle Probleme hat. Hinter dem Einsatz von Roman Röhrig steht noch ein Fragezeichen. Lukas Müller und Colin Stangenberg werden urlaubsbedingt ausfallen. Dass seine Mannschaft mit einer anderen Einstellung als zuletzt in das Derby gehen wird, davon geht Martin Rother aus: „Wir haben in den vergangenen Tagen viel gesprochen und hart trainiert. Wir gehen gut vorbereitet in das Spiel gegen den HC VfL“.

 
ArchivFoto: Strieder